Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz im Spitzenspiel klar überlegen / Anfängerfehler bei Gegentoren

Kästorf mit „Anti-Fußball“ erfolgreich

Alles Anrennen nutzte nichts: Der VfL Wahrenholz (Jan Reitmeier/r.) musste sich dem „Anti-Fußball“ des SSV Kästorf beugen und verlor im Spitzenspiel 1:2. Foto: Jansen

Kästorf. Dieses Bild sagte mehr als 1 000 Worte. Während die Bezirksliga-Fußballer des SSV Kästorf in die Kabinen schlichen, ließ sich der VfL Wahrenholz von seinen zahlreichen Zuschauern unmittelbar nach dem Abpfiff mit stehenden Ovationen feiern.

Einzig das Ergebnis – die Hausherren gewannen das Spitzenspiel 2:1 – passte nicht so richtig ins Bild.

„Unverdient. Die glückliche Mannschaft hat gewonnen“, ärgerte sich VfL-Coach Torben Gryglewski nach den 90 Minuten, die die Schwarz-Gelben mehr als überlegen führten. „Es ärgert mich, dass der SSV mit solch einem Anti-Fußball drei Punkte bekommt.“

Denn Wahrenholz spielte in der ersten Halbzeit „wie eine Spitzenmannschaft.“ Mit einem großen Manko. Sieben gute bis sehr gute Chancen ließen Lars Koch (2., 9., 23.) und Marcell Meyer (16., 27., 35.) aus. Die beste Möglichkeit versiebte Marcel Kröger an alter Wirkungsstätte. Alleine vor dem leeren Tor traf der Mittelfeldspieler nur das Außennetz.

Von Kästorf war nichts zu sehen. 0:0 zur Pause. „Insgesamt schießt der SSV zweimal aufs Tor“, berichtete Gryglewski. Das erste Mal nach 61 Minuten. Ferhat Oral traf zum 1:0. Trotz des Rückstands spielte Wahrenholz weiter engagiert – wenn auch „nicht mehr so gut“ wie in der ersten Hälfte – nach vorne. Andre Haven glich nur fünf Minuten später aus.

Und selbst mit einem Zähler in der Hand ließ der VfL nicht nach. „Die Jungs wollten das noch wuppen“, lobte Gryglewski und musste sich nach Spielende über die Anfängerfehler seines Teams ärgern. Auch das 1:2 nach 80 Minuten hätte im Mittelfeld unterbunden werden können. „Da haben wir uns angestellt wie in der 3. Kreisklasse“, meinte der Wahrenholzer Coach, der mit Ausnahme der Chancenverwertung nichts zu kritisieren hatte. „Aber so ist Fußball“, meinte Gryglewski. Wer mehr Tore schießt, gewinnt die Spiele.

Von Matthias Jansen

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