Olympia: Scoccimarro in Tokio gelandet

Judoka Giovanna Scoccimarro ist im Olympischen Dorf angekommen

Giovanna Scoccimarro steht im deutschen Quartier in Tokio.
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Die Zimmer sind bezogen, die Koffer sind ausgepackt. Giovanna Scoccimarro sammelt die ersten Eindrücke.
  • VonAron Sonderkamp
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Giovanna Scoccimaro ist in Tokio gelandet und hat ihre ersten Eindrücke im Olympischen Dorf auf der Insel Harumi gesammelt.

Tokio/Isenhagener LandGiovanna Scoccimarro ist in Tokio gelandet und hat erste olympische Luft geschnuppert. Trotz des kurzen Aufenthalts und langen Fluges scheint die Judoka aus Lessien bereits ganz gut angekommen zu sein.

Vielen Menschen fällt es schwer, in Autos, Zügen oder Flugzeugen zu entspannen oder gar zu schlafen. Giovanna Scoccimarro scheint da anders gestrickt zu sein. Mit ihrem Flug nach Tokio zu den Olympischen Spielen hatte die 23-Jährige keinerlei Probleme. „Der Flug war echt gut. Ich hab knapp sechs oder sieben Stunden nur geschlafen.“ Vom berüchtigten Jetlag fehlt jede Spur. Die Umstellung „nach Tokio“ sei ohnehin einfach. Das etwas ausgiebigere Nickerchen dürfte in Anbetracht der langen Wartezeit am Flughafen in Japan dennoch gar nicht so schlecht gewesen sein. Geschlagene vier Stunden dauerte es, ehe die Athleten sich auf den Weg in Richtung Olympisches Dorf machen konnten.

Die Eindrücke, die das Judo-Ass anschließend sammeln durfte, blieben hängen. „Ich finde das Olympische Dorf bis jetzt sehr beeindruckend“, erzählte die Lessienerin. Und das, obwohl sie noch gar nicht alles davon in Augenschein nehmen konnte. Das verwundert nicht weiter angesichts der Tatsache, dass das Gelände ganze 44 000 Quadratmeter umfasst. Die eigenen Räumlichkeiten wurden unterdessen natürlich eindringlich inspiziert. „Unsere Zimmer sind relativ einfach gehandhabt. Es gibt drei Zweierzimmer, alle Mädels vom Deutschen Judo-Bund sind hier untergebracht. Das ist schon echt cool.“ Eins steht also fest – viel Zeit für Einsamkeit wird nicht aufkommen. Vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass in der Wohnsiedlung rund 11 000 Sportler untergebracht werden.

Der Anblick des Olympischen Dorfes auf der Insel Harumi in der Bucht von Tokio lässt die Judoka staunen.

Diese hohe Dichte an Menschen gibt allerdings auch Anlass zur Sorge. Wie die Sportschau berichtete, wurden bereits vier Athleten aus dem Dorf positiv auf das Corona-Virus getestet. Auch Scoccimarro gab an, dass man die Allgegenwärtigkeit des Virus und die Corona-Maßnahmen im Dorf spüre. Weiter schlimm sei das für Scoccimarro allerdings nicht. Das zeige schließlich auch, dass die Gesundheit der Athleten Priorität habe.

Den Ablauf des ersten Tages beschrieb sie abschließend kurz und knackig: „Geflasht sein, im Zimmer ankommen, einen kleinen Lauf durchs Dorf mit anschließendem Yoga und zum Essen gehen.“

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