Handball – Regionsjugend: Dankert-Team fehlt im direkten Vergleich ein Tor / Niederlagen für Mädchen-Mannschaften

JSG-MC: Gelungene Revanche mit Mini-Makel

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Überlegen: Die männliche C1-Jugend der JSG Wittingen/Stöcken (am Ball Jannes Dankert) gewann das Rückspiel gegen Titelrivale HG Elm klar mit 25:17.

Allmählich biegt die Handball-Saison für die Regionsjugenden auf die Zielgerade ein. Hinter den hiesigen Teams liegt ein durchwachsenes Wochenende.

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Die Partien im Überblick:

Regionsoberliga MB

HG Elm – Wittingen/St. 22:28 (8:16)

Der Sieg der JSG Wittingen/Stöcken war von Beginn an nicht gefährdet. Igor Materin setzte viele Stiche im schnellen Angriff. Die erste Welle spielten die Gäste gut aus, gingen deshalb auch schnell in Führung. Vor allem Marcus Karol Schulz wusste mit seinen sechs Treffern von der Linksaußen-Position zu überzeugen. Außerdem zeigte sich Keeper Simon Kamke sehr sicher. Siebenmeter und freie Würfe fanden nicht den Weg ins Netz. „Auch als siebter Feldspieler wusste er seine Nebenmänner in Szene zu setzen“, so JSG-Trainer Lars Kamke, der dann noch hinzufügte: „Der Sieg hätte jedoch noch viel höher ausfallen können, jedoch waren die Jungs teilweise zu unkonzentriert.“

• Tore: Materin (8), Schulz (6), Berlin (4), Schenk (3), Wolter, Kamke, Kuschel (2), Heitmann (1).

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Regionsliga MC

JSG Wittingen/Stöcken – HG Elm 25:17 (12:7)

Revanche geglückt, den Staffelsieg aber vermutlich hauchdünn verpasst: Wittingen/Stöckens MC setzte im Topspiel ein Ausrufezeichen, hätte aber mit einem Tor mehr gewinnen müssen, um im direkten Vergleich der Liga-Giganten gleichzuziehen. Denn das Hinspiel hatte Elm mit 31:22 gewonnen. Daraus hatte die JSG ihre Lehren gezogen dank Videoanalyse und ließ sich dieses Mal nicht einschüchtern von der überharten Gangart des Rivalen. Nach dem anfänglichen 3:3 setzten sich die Gastgeber auf 6:3 ab. Die Abwehr um Torwart Moritz Klapper stand sehr sicher und konnte die gefährlichen Anspiele an den starken Kreisläufer unterbinden. So sprang bis zur Pause ein 12:7 heraus. Die zweite Halbzeit verlief bis zur 42. Minute ausgeglichen. Dann erhöhte die JSG von 20:17 auf 23:17 und es „kam doch noch Hektik ins schon entschiedene Spiel“, erklärte Coach Dirk Dankert. Maxim Lang wurde wiederholt überhart gefoult und musste verletzt vom Platz, was eine Rote Karte für Elm nach sich zog. Wittingen/Stöcken packte noch zwei Tore obendrauf. Eins zu wenig wie gesagt. Doch es war ein Signal mit Blick auf das wirklich wichtige Wiedersehen am 7. April, wenn es in Seesen um die Regionsmeisterschaft geht.

• Tore: Lang (8), P. Runge (5), Vahldieck, Dankert (je 4), Alpers (2), Lampe, Bammel (je 1).

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JSG Wittingen/Stöcken II – HSG Müden-S. 28:7 (16:5)

Ein Ausstand nach Maß für Wittingen/Stöckens Reserve. Die hiesigen Talente fuhren gegen das Punktlos-Schlusslicht einen nie gefährdeten Sieg ein. Wobei sich das letzte Saisonspiel „einigermaßen zäh“ gestaltet hätte, meinte Coach Stefan Rutt. Die nur zu siebt angereisten Gäste schoben eine ruhige Kugel und versuchten die Angriffe möglichst langatmig auszukosten. Unglücklicherweise hätten seine Schützlinge das Schneckentempo zeitweise übernommen, sodass sich das Spiel wie Kaugummi in die Länge zog, so Rutt. Trotzdem hätten sich Lernfortschritte erkennen lassen bei dem ein oder anderen ansehnlichen Spielzug. Arian Thielen bestätigte bei seinem Kurzeinsatz seine seit Wochen bestechende Form. Zudem demonstrierte Lasse Ibold sein Talent für Würfe aus spitzen Winkeln. Auch die eigentlichen D-Jugendlichen Steffen Schmidt und Julian Berger stellten eine spielerische Bereicherung dar.

Rutts Saisonfazit: Daumen hoch! „Kaum jemand hätte wohl vor sechs Monaten auf einen dritten Tabellenrang spekuliert, einzig geschlagen von den beiden Topteams.“ Mit Ausnahme der Fehlpässe sei das Team in der Spur. Nun geht es hoch in die B-Jugend, „was ein weiter und steiniger Weg werden wird. Zu tun bleibt noch genug. Es wird also ohne Zweifel spannend.“

• Tore: Dobberstein (10), Schulze (6), Hawellek (4), Thielen, Berger (je 2), Schmidt, Ibold, Hillmann, Lampe (je 1).

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Regionsliga MD

VfL Lehre – Wittingen/St. 30:18 (16:7)

„Da war die Messe recht schnell gelesen“, so JSG-Trainer Volker Trainer Schneemelcher. Er fügte dann noch hinzu: „Fairerweise muss man aber sagen, dass ich zu spät die Abwehr umgestellt habe.“ Lehre bewegte sich klug und war sehr laufstark. Ganz anders die JSG. Kaum Einsatzwille und Laufbereitschaft war von den Gästen zu sehen. Zudem fehlte die Einstellung, den Sieg zu wollen. Lehre bestrafte fast jeden technischen Fehler der JSG. Sobald die JSG zielstrebig spielte, erzielte man auch einfache Tore. Chancen waren ausreichend vorhanden, wurden aber nicht genutzt. So war nach der ersten Halbzeit die Weiche zugunsten von Lehre gestellt. Auch in der zweiten Halbzeit lief die JSG hinterher. Einzig der E-Jugendspieler Lennart Bohne zeigte den Biss und Drang zum Tor. „Am Ende eine auch in der Höhe verdiente Niederlage“, so Schneemelcher.

• Tore: Bohne, Runge (je 6), Schüttenberg (4), Buhr, Hawellek (je 1).

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Regionsliga WC

JSG Isenhagen/Oes. II – Müden-Seersh. 5:21 (2:10)

Eine Mariella Burghard allein reicht nicht... Die Alleinunterhalterin im Isenhagen/Oesinger Angriff vermochte gegen Müden-Seershausen auch nichts auszurichten. „Leider gab es zu viele Deckungsfehler und im Angriff fehlte die Durchschlagskraft“, bemängelte Trainer Wolfgang Symmank. Lale Scheytza im Tor konnte die vielen Lücken trotz guter Leistung auch nicht ausbügeln. Bis auf Burghard scheiterten alle anderen Spielerinnen reihenweise an der Gäste-Torhüterin.

• Tore: M. Burghard (5).

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Regionsliga WD

HSC Ehmen – Wittingen/St. II 25:13 (13:6)

In Ehmen hingen die Trauben für die JSG dieses Mal zu hoch. Nach einem 1:7-Rückstand wurden die Mädels erst richtig wach und kämpften sich in die Partie. Zu Beginn der zweiten Hälfte schien es weiter gut zu laufen, doch dann folgte ein Phase, in der die Konzentration auch aufgrund einiger eher zweifelhafter Entscheidungen flöten ging. Die JSG steckte den Kopf aber nicht in den Sand, so dass es im letzten Viertel noch einmal sehr ausgeglichen lief. „Unterm Strich ging der Sieg für Ehmen in Ordnung, aber fiel deutlich zu hoch aus“, so JSG-Trainer Kai Schüttenberg.

• Tore: Dobberstein (5), Herzberg (3), Jördens (2), Hawellek, Gigmann, M. Kahrens (je 1).

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Regionsliga WE

HSC Ehmen – Wittingen/St. 24:18 (13:8)

Beide Teams haben von Anfang an mit offenem Visier gespielt. Zu den 42 Toren in 40 Minuten kamen noch zahlreiche nicht genutzte Chancen hinzu. „Aufgrund unserer guten zweiten Halbzeit hätten wir ein Unentschieden verdient gehabt. Denn die Mädels haben nie aufgesteckt und auch die Laufbereitschaft hat gestimmt“, äußerte sich JSG-Trainer Arne Gade. Wie bereits im Hinspiel hätten die Gäste die besten Spielerinnen des HSC nicht wirklich in den Griff bekommen. „Da sind meine Mädels immer noch zu lieb und haben zu viel Respekt“, so Gade weiter.

• Tore: Averbeck (5), Kahrens (4), Jördens, Ruder, Heine (je 2), Schmidt, Osenbrügge, Möhle (je 1).

Von Ingo Barrenscheen und Jannis Klimburg

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