Handball – Oberliga: Nach dem ersten Teilerfolg in der Fremde will Wittingen gegen die HSG Schaumburg-Nord nachlegen

Jetzt noch den Auswärtspunkt versilbern

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Da muss er durch: Wittingens Sebastian Schulze (am Ball) erwartet im Heimspiel gegen die HSG Schaumburg-Nord eine schwierige Aufgabe. Es wird der einzige Heimauftritt des VfL im Januar sein. Zwei Punkte sind deshalb umso wichtiger.

Wittingen. Am vergangenen Spieltag war es endlich so weit: Der erste Auswärtspunkt landete auf dem Konto des Handball-Oberligisten VfL Wittingen. Heute soll gegen die Gäste von der HSG Schaumburg-Nord der Zähler mit einem Heimsieg gekrönt werden.

Die Partie beginnt wie gewohnt um 19.15 Uhr.

Das Duell gegen die Schaumburger wird den Spielern von VfL-Trainer Axel Bühlow aber einiges abverlangen. „Es ist eine sehr ausgeglichene Mannschaft“, so Bühlow: „Das verdeutlicht allein schon die Torstatistik.“ Die 409 bisher erzielten Tore verteilen sich gleichmäßig auf mehrere Schultern. „Da sind sechs, sieben Spieler, die 40 bis 60 Tore geschossen haben.“ Das Problem sieht der Trainer insbesondere darin, „dass wenn man einen oder zwei aus dem Spiel nimmt, jemand anders da ist und treffen kann.“

Schaumburg verfügt über einen insgesamt recht hochgewachsenen Rückraum. „Nur der Mittelmann ist verhältnismäßig klein. Aber mit seinen Anspielen an den Kreis ist er trotzdem brandgefährlich. Zumal er auch selber Tore machen kann“, mahnt Bühlow seine Abwehrreihe zur Vorsicht. Manndeckung ist für den Coach vorerst kein Thema, aber: „Wenn wir nach zehn Minuten sehen, dass er uns zu sehr durcheinander wirbelt, müssen wir zusehen, dass wir ihn offensiver verteidigt bekommen.“

Trotz der zahlreichen Stärken der viertplatzierten Gäste hat Wittingens Trainer eine kleine Schwäche ausfindig gemacht, die den Brauereistädter in die Karten spielen könnte: „Sind vergleichsweise auswärtsschwach, haben erst zwei Spiele auf fremdem Parkett gewonnen.“ Dieser Punkt spricht also definitv für die traditionell heimstarken VfL-Handballer. Bühlow warnt aber vor zu großer Euphorie: „Um gegen Schaumburg zu gewinnen, müssen wir die vollen 60 Minuten im Angriff sowie in der Abwehr konzentriert arbeiten.“

Gelingt es dem VfL, nach dem 30:30 bei der Eintracht Hildesheim II erneut zu punkten, könnte man einen Tabellenplatz gut machen. Das ist für Bühlow aber nebensächlich:„Hauptsache ist, dass wir den Abstand nach unten wahren.“ Dass der Blick des Trainers eher ans Tabellenende geht als in die obere Hälfte des Tableaus, hat einen Grund: Sechs der sieben der kommenden Begegnungen finden in der Ferne statt. „Wir müssen Punkte sammeln.“

Von Michael Theuerkauf

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