Handball – Verbandsliga: Wittingen kassiert Sekunden vor Ende in Überzahl das 27:28

Jetzt ist es definitiv ein Fehlstart!

Schon wieder hat sich der VfL Wittingen (Torben Hildebrandt, Mirko Schulze) den Sieg vor der Nase wegschnappen lassen. Der Verbandsligist unterlag 27:28 in Bergen. Foto: Barrenscheen

ib Bergen. In der Woche zuvor hatte sich Trainer Mike Mühlenbruch noch gegen den Begriff „Fehlstart“ gesträubt. Seit Sonnabend aber ist derlei Widerstand zwecklos.

Handball-Verbandsligist VfL Wittingen setzte auch sein drittes Saisonspiel bei Neuling TuS Bergen unnötig wie unglücklich mit 27:28 in den Sand.

Die Negativ-Erlebnisse reißen einfach nicht ab! „Da braucht man nicht lange drumherum reden: Das ist ein Fehlstart“, sagte Mühlenbruch zähneknirschend. Und etwas sarkastisch fügte er an: „Erst haben wir mit vier, dann mit zwei und nun mit einem Tor verloren – das lässt hoffen für das nächste Spiel...“

In der Tat stand der strauchelnde Vorjahresdritte in der noch jungen Serie noch nie so dicht vor einem Erfolgserlebnis. Nach guten ersten 20 Minuten glitt dem VfL das Spiel zwar minimal aus den Händen, doch Bergen setzte sich nie weiter als zwei Tore ab. Mangelnder Elan war den Brauereistädtern nicht vorzuwerfen. Wittingen kämpfte, Wittingen glich auf der Zielgeraden zum 26:26 aus. Doch wieder einmal verlor der VfL in einer brenzligen Situation den Kopf. Statt selbst in Führung zu gehen, wurde ein Pfostentreffer zur Vorlage für den Aufsteiger. „Dann nahm das Unglück seinen Lauf“, seufzte Mühlenbruch. Zwar egalisierte sein Team auch das 27:26 nochmals. Doch Bergen agierte in der turbulenten Schlussphase fast ausnahmlos nur noch in Unterzahl, handelte sich insgesamt vier Rote Karten ein! Auch das Siegtor fiel mit einem Mann weniger auf der Platte. Zwei Sekunden vor Ultimo durften die Hausherren nach einem Freiwurf seelenruhig in die Höhe steigen. Rumms! „Der Bergener hat das Ding unter die Latte genagelt“, so der VfL-Coach. Keine Zeit mehr zum Reagieren.

„Wenn man in Überzahl spielt, muss man das eiskalt ausnutzen und sich nicht düpieren lassen. Das hat uns das Genick gebrochen, grummelte Mühlenbruch und bezeichnete seine Gemütslage als „grollig“. Die Lage sei zwar nicht kritisch, aber ernst. Das Glück müsse man sich erarbeiten, betonte Wittingens Übungsleiter. „Ansonsten wird das jedes Mal so aussehen.“ Keine schöne Vorstellung.

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