Fußball – Bezirksliga: Sprakensehls Trainer Lütke fordert gegen VfR Eintracht Nord Wiedergutmachung von einigen Spielern

„Jeder muss brennen, jeder muss rennen“

Passive Begleitung des Gegners will SSV-Trainer Rouven Lütke im Heimspiel gegen den VfR Eintracht Nord Wolfsburg nicht sehen. „Jeder muss brennen, jeder muss rennen“, fordert er. Sebastian Linne (l.) fällt wahrscheinlich verletzt aus. Foto: Felber

Sprakensehl. Die Zitronen-Stimmung hielt bei Rouven Lütke noch einige Tage an. „Ich bin weiterhin sauer“, erklärte der Trainer von Fußball-Bezirksligist SV Sprakensehl.

Die Einstellung und deshalb auch die Leistung einiger seiner Schwarz-Gelber bei der 0:3-Niederlage in Mörse war Lütke doch arg auf das Gemüt geschlagen. „Das waren verschenkte Punkte. Unnötig“, ärgerte er sich.

Direkte Konsequenzen kann und wird die mangelnde Einsatzbereitschaft bei der TSG Mörse für die betroffenen Spieler im Heimspiel gegen den VfR Eintracht Nord Wolfsburg (Sonntag, 15 Uhr) aber nicht haben. „Mir sind die Hände gebunden“, sagt Lütke. Die ohnehin dünne Spielerdecke ist nach dem letzten Spiel zusätzlich zerschließen worden. Die in Mörse verletzten Sebastian Linne und Joseph Glassmann werden wohl nicht rechtzeitig fit. Ole Hildebrandt ist angeschlagen. „Hinter ihm steht ein Fragezeichen“, meint Lütke.

Deshalb werden die, die in Mörse kämpferisch versagten, eine Bewährungschance erhalten. „Ich möchte bei der Aufstellung keine Reaktion zeigen. Die Jungs sollen zeigen, dass sie es besser können“, meinte Lütke, der trotz des Engpasses den Einsatzwillen im Training noch einmal thematisieren will. „So etwas wie am letzten Sonntag geht gar nicht. Die Spieler müssen an die Mannschaft und nicht nur an den eigenen Hintern denken“, so Lütke.

Vor allem in den nächsten – den Wolfsburger – Wochen. Nach dem Heimspiel gegen den Fünften VfR Eintracht Nord („Die stehen da, wo sie hingehören“) folgen Vergleiche gegen den 1. FC Wolfsburg, den TSV Wolfsburg und den SSV Vorsfelde II. „Das sind alles Mannschaften, die uns spielerisch einen Schritt voraus sind“, meint Lütke. Gerade in diesem Fall wäre es unerlässlich, einen Schritt mehr zu machen. „Mit einer guten Grundtaktik und einem glücklichen Spielverlauf haben wir dann auch eine Chance. Letztlich geht es aber nur über den Mannschaftsgeist“, erklärt der SSV-Coach, der sich auch gegen den nächsten Gegner nicht mit dem Hinspiel-Resultat (2:2) zufrieden geben will.

„Wir spielen zu Hause. Da müssen wir uns vor keiner Riege verstecken“, sagt Sprakensehls Trainer. Vor allem, wenn wieder der Einsatz aller Spieler stimmt. „Jeder meiner Spieler muss brennen und rennen.“ Unter diesen Voraussetzungen schlägt auch Sprakensehls Übungsleiter wieder versöhnlichere Töne an. „Wir können am Sonntag durchaus 0:3 verlieren. Wenn ich den Spieler nach der Partie tief in die Augen sehe und merke, jeder hat alles gegeben, dann ist das in Ordnung.“

Von Matthias Jansen

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