Jeder fängt mal klein an...

Die Gründungsväter des Volksbank-Hallenmaster-Cups: Turnierchef Hartmut Bartel (l.), von Anbeginn bis heute an der Spitze, 1998 nach der Turnier-Premiere mit Vertretern der sechs städtischen Vereine, Spartenleiter Klaus Dreblow (3. v. r.) und Initiator Peter Kollhosser (r.).
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Die Gründungsväter des Volksbank-Hallenmaster-Cups: Turnierchef Hartmut Bartel (l.), von Anbeginn bis heute an der Spitze, 1998 nach der Turnier-Premiere mit Vertretern der sechs städtischen Vereine, Spartenleiter Klaus Dreblow (3. v. r.) und Initiator Peter Kollhosser (r.).
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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22 Jahre Volksbank-Hallenmaster-Cup! 22 Jahre Erfolgsgeschichte des Nordkreis-Fußballs! Heute wäre eigentlich die 23. Auflage des Budenzaubers gestiegen. Doch Corona machte Kickern, Fans und Organisatoren einen Strich durch die Rechnung.

Wittingen – In der neuen IK-Serie blicken wir auf die bewegendsten Momente des Kultturniers zurück.

Als am Sonntag, 27. Dezember 1998, um Punkt 14 Uhr in der Gelben Halle an der damaligen Wittinger Realschule der Anpfiff für den 1. Volksbank-Hallenmaster-Cup ertönt, ahnt niemand, dass dieses Fußball-Fest zwischen den Festen Sportgeschichte im Isenhagener Land und darüber hinaus schreiben wird.

Eine Art inoffizielle Stadtmeisterschaft

„Jeder fängt mal klein an“, schmunzelt Hartmut Bartel. Der Evergreen-Turnierchef erinnert sich noch genau an die bescheidenen Anfänge. Die Erstauflage, sie ist im Prinzip eine inoffizielle Wittinger Hallenfußball-Meisterschaft. Alle sechs Mannschaften aus dem Stadtgebiet – neben dem ausrichtenden VfL Wittingen/S. sind das noch der VfL Knesebeck, SV Teschendorf-Schneflingen, FC Ohretal, VfL Vorhop und SV Hagen-Mahnburg – avancierten an jenem Tag gewissermaßen zu Gründervätern. Die Idee zu diesem Event hatte Peter Kollhosser aufgeworfen. „Er kam zu mir und fragte: Mensch, wollen wir nicht zwischen den Feiertagen ein Hallenfußball-Turnier durchziehen!? Damit sind wir dann zum damaligen Spartenleiter Klaus Dreblow gegangen“, entsinnt sich Bartel noch ganz genau. Die einstige Volksbank Wittingen-Klötze schwang sich vor den Kicker-Karren und zack – da war sie, die Geburtsstunde von etwas ganz Großem.

Premierensieger biegt 0:2-Rückstand um

Sportlich verläuft die Premiere 1998 erwartungsgemäß. Der heimische Bezirksligist aus Wittingen hat am Ende des Jeder-gegen-jeden-Vergleichs verlustpunktfrei die Nase vorn. „Unsere Mannschaft hat einen technisch guten Fußball gespielt“, sagt VfL-Trainer Carsten Borchert gegenüber dem IK. Wobei der Traum vom Cup-Triumph im vorletzten Match des Tages zu platzen droht für die Lokalmatadoren. Im Quasi-Endspiel gegen den ärgsten Widersacher aus Knesebeck geraten die Brauereistädter durch den Doppelpack des Turnierschützenkönigs Tim Boelsen (sechs Tore) schnell mit 0:2 ins Hintertreffen. Doch davon hätte sich seine Riege um Torwart und Kapitän Peter Herrewig „nicht aus dem Rhythmus“ bringen lassen, meinte Borchert. Der heutige Stadtbürgermeister Andreas Ritter (2), Malte Buhr, Clemens Meyer und Thomas Engwer wendeten das Blatt spektakulär zum 5:2-Triumph.

Torwart Herrewig trifft und leitet Wende ein

Noch dramaturgischer entwickelte sich dann im Jahr darauf die Sechser-Lotterie. Das letzte Spiel des Tages entschied über den Gewinn des großen Wanderpokals. Und erneut bewiesen die Wittinger Nerven wie Drahtseile. Der Titelverteidiger lag im Alles-oder-nichts-Duell mit dem VfL Vorhop 0:1 durch Dennis Szillat zurück und blies dann zur Schlussoffensive. Kaum zu glauben, aber wahr: Der stürmende Torwart Herrewig glich per Fernschuss aus, gut 30 Sekunden vor Ultimo tütete dann Simon Plumeyer den 2:1-Erfolg und damit Platz eins ein. Vorhops Coach Volker König haderte: „Hätten wir nach der 1:0-Führung das zweite Tor gemacht, wäre die Entscheidung gefallen.“ Sein Gegenüber Peter Loeper hingegen war happy: „Wer kein Spiel verliert, ist verdienter Pokalgewinner, auch wenn die beiden Treffer erst sehr spät fielen.“

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