Fußball – Kreisliga A: Rühen bestreitet gegen Groß Oesingen das nächste Gipfeltreffen

Vom Jäger zum Gejagten

Nächstes Spitzenspiel: Diesmal geht der SV BW Rühen um Dominik Feind (l.) allerdings als gejagtes Team in die Partie gegen den SV Groß Oesingen.
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Nächstes Spitzenspiel: Diesmal geht der SV BW Rühen um Dominik Feind (l.) allerdings als gejagtes Team in die Partie gegen den SV Groß Oesingen.

Rühen/Groß Oesingen – Vor lauter Spitzenspielen kann sich der SV BW Rühen aktuell in der Fußball-Kreisliga A kaum retten.

Allerdings haben sich die Vorzeichen etwas geändert: In der Vorwoche waren die Blau-Weißen noch als Verfolger in die Partie gegen den bis dato Tabellenführer aus Wittingen gegangen, nun sind sie selbst das gejagte Team. Zu Gast beim Primus ist am Sonntag (14. 30 Uhr) nämlich der Rangzweite SV Groß Oesingen.

Pikant: Beide Teams weisen nach fünf Begegnungen 13 Zähler auf und haben es jeweils 14 Mal in den gegnerischen Maschen klingeln lassen. Der einzige Unterschied liegt in der Gegentor-Bilanz: Während Rühen bislang deren zwei kassierte, waren es auf SVGO-Seite drei. Doch das sollte den Kohl im übertragenen Sinne nicht fett machen. „Ich erwarte das schwerste Spiel überhaupt in dieser Saison“, äußert sich im Vorfeld Rühens Trainer Matthias Weiß voller Respekt – um die Begründung gleich hinterherzuschieben: „Groß Oesingen ist eine sehr kompakte und defensiv starke Mannschaft, dementsprechend ein sehr unbequemer Kontrahent.“

Diese „harte Nuss“ muss also erst einmal geknackt werden. Immerhin: Die Blau-Weißen entthronten vor fünf Tagen Wittingen durch einen 2:0-Erfolg, nun liegen sie selbst am Platz an der Sonne – und wollen dort möglichst auch bleiben. „Allerdings müssen wir spielerisch noch eine Schippe draufpacken. Kämpferisch war das gegen Wittingen in Ordnung“, blickt Weiß zurück. Was er von seinen Jungs vor allem fordert: Mut. „Sie sollen sich etwas trauen. Genauso ist in der Vorwoche auch das 1:0 gefallen“, erklärt der BW-Dirigent. Frohen Mutes geht er in diese Spitzenpartie: „Wir sind gut drauf. Ich hoffe, dass die Jungs noch mal alles reinhauen.“ Verletzungsbedingt wird lediglich Kevin Rusch nicht mitwirken können. Dass die Herbstmeisterschaft unter Umständen schon so gut wie perfekt gemacht werden kann, darüber verschwendet man in Rühen (noch) keine Gedanken: „Das wird sich dann schon von allein ergeben“, so Weiß.

Noch überhaupt nicht in den Genuss, von der Spitze zu grüßen, kamen in der laufenden Spielzeit die Groß Oesinger. Und das, obwohl es neben vier Erfolgen bislang nur ein mageres Remis (0:0 in Knesebeck) gab. Vielleicht klappt es am Sonntag mit der Tabellenführung. „Ich denke, dass dann keiner Nein sagt, aber wichtig ist es vor allem, dass wir unser Spiel machen“, möchte sich SVGO-Coach Torben König nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Zuletzt beim 3:2 in Westerbeck habe sich seine Elf schließlich nicht mit Ruhm bekleckert, lief lange sogar einem 0:2-Rückstand hinterher.

„Da wurden wir zwischenzeitlich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Spielerisch müssen wir uns wieder verbessern, um die weiteste Reise in dieser Liga nicht mit leeren Händen anzutreten“, erklärt König. Er erwartet ein „Spiel auf Augenhöhe“. Nur Nuancen beziehungsweise die Tagesform könnten entscheiden. „Vielleicht aber auch, welche Mannschaft vor dem Tor kaltschnäuziger ist“, so der Groß Oesinger Dirigent. Er darf vermutlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. So steht einem ansehnlichen Spitzenspiel wohl nichts im Wege. VON FLORIAN SCHULZ

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