Futsal – A-Junioren-Kreismeisterschaft: JSG Gifhorn/Triangel/Platendorf wird Kreismeister / Wahrenholz auf Platz sechs

JSG Isenhagen erkämpft sich Platz drei

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Es ging zur Sache: Im Spiel zwischen Isenhagen und der JSG Gifhorn/Triangel/Platendorf (M.) war Letztere am Ende oben auf.

Wesendorf. Aller Anfang ist schwer: Am Sonnabend wurde die erste A-Junioren-Kreismeisterschaft im Futsal ausgetragen. Die JSG Gifhorn/Triangel/Platendorf ging als Tabellenerster aus den Spielen hervor und sicherte so den Startplatz bei den Bezirksmeisterschaften (7.

Februar) in Goslar. Das beste Nordkreis-Team stellte die JSG Isenhagen, die auf dem dritten Platz landete. Der Wettbewerb als solches hatte aber noch Luft nach oben.

Die Resonanz war schon im Vorfeld eher gering: Von 22 Teams, die spielberechtigt und eingeladen waren, meldeten sich lediglich sieben für die Futsal-Meisterschaft an. Die Mannschaften, die da waren, gaben ihr Bestes, um den Zuschauern etwas zu bieten. Doch das ungewohnte Spielgerät (der Futsal-Ball ist kleiner und stumpfer als ein herkömmlicher Fußball) und die Regeln machten den Spielern das Spiel nicht einfach.

Es wurde verbissen gekämpft: Die JSG Isenhagen (l.) bezwang die JSG Wahrenholz/Schönewörde (r. Lukas Camehl) mit 2:0 und beendete die Kreismeisterschaften auf dem dritten Rang.

Am besten fand sich die JSG Triangel/Platendorf mit den neuen Bedingungen zurecht und gewann am Ende mit insgesamt 13 Punkten und zwei Zählern Vorsprung auf den SSV Kästorf den Kreisentscheid. Dritter wurde die JSG Isenhagen mit zehn Punkten. Die JSG Wahrenholz/Schönewörde kam mit nur fünf Punkten nicht über den sechsten Platz hinaus. Stefan Theuerkauf, Trainer der JSG Wahrenholz/Schönewörde, konnte dem Wettbewerb nicht allzu viel abgewinnen: „Das, was Hallenfußball ausmacht, war nicht vorhanden. Für mich persönlich war es etwas langweilig.“ Hallenfußball steht eigentlich für viele Tore, Spannung und ein ständiges Hin-und-Her. Diese Attribute suchte man in der Wesendorfer Halle allerdings vergeblich. Im Schnitt fielen genau zwei Tore pro Begegnung. Bei einer Spielzeit von zwölf Minuten ist das sehr wenig. Theuerkauf: „Die Attraktivität leidet darunter. Aber vielleicht braucht es noch drei, vier Jahre, bis Futsal in den Köpfen der Spieler richtig angekommen ist.“ Damit sprach Theuerkauf einen auffälligen Punkt deutlich an: Die Akteure versuchten, den gewöhnlichen Hallenfußball in den Futsal zu importieren. Das funktionierte augenscheinlich aber nicht.

Die letzte Partie des Tages bot die meiste Brisanz auf: Die JSG aus Gifhorn, Triangel und Platendorf traf auf die bis dato punktgleiche JSG Isenhagen. In einem hartem Match mit vielen Fouls und einigen Unterbrechungen setzte sich die JSG aus dem Gifhorner Raum durch. Die harte Gangart sollte eigentlich durch die Einführung des Futsals aus der Halle verbannt werden.

Das sind Punkte, in denen noch Entwicklungspotenzial gesehen wurde. Auf der passiven, der Ausrichterseite, zeigten sich aber auch noch Dinge verbesserungswürdig. Die gänzlich fehlende Bewirtung stieß ebenso auf geringes Verständnis wie die Siegerehrung: Als Trophäe gab es keinen Pokal, keine Ehrentafel oder dergleichen. Die JSG Gifhorn/Triangel/Platendorf musste sich mit einem Händedruck und der Information, dass sie nun in Goslar antreten darf, begnügen.

Auf Seiten des NFV-Kreises Gifhorn zog man hingegen eine positive Bilanz. „Alle sind sich einig, dass dieses Qualifikationsturnier im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederholt werden sollte“, erklärte Sven Stuhlemmer vom Kreisjugendausschuss Gifhorn. Er schiebt aber nach: „Ich würde mich freuen, wenn sich dann mehr Teams für dieses Turnier melden.“ Dann wäre eine Problemzone, die geringe Resonanz, behoben. Ein weiterer Kritikpunkt könnte auch ausgemerzt werden. „Die Überlegungen gehen dahin, dass wir im nächsten Jahr eventuell einen offiziellen Pokal ausspielen.“ Dann bekäme das Turnier wirklich den Charakter einer Kreismeisterschaft.

Von Michael Theuerkauf

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