Fußball – Kreisliga: Emotionales Auf und Ab beim Flutlicht-Hit gegen FC Brome

Irres 4:3! Roggenbach schießt Knesebeck spät an die Spitze

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Was für ein Spektakel! Der VfL Knesebeck (r. Daniel Meinecke) schlug den FC Brome (Marvin Keller) mit 4:3.

Knesebeck. Um es mit den Worten von Donald Trump zu sagen: Einhörner first! In einem aberwitzigen Flutlicht-Spektakel ist der VfL Knesebeck gestern Abend an die Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga galoppiert. Der späte Lucky Punch von Toni Roggenbach in der 88.

Minute bescherte dem Team von Detlef Weber einen mega-unterhaltsamen 4:3 (1:0)-Triumph über den Nebenbuhler FC Brome und erstmals in dieser Saison den Sprung auf den Thron.

Knesebecks Kicker also außer Rand und Band. Brome indes zutiefst betrübt. „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist das verdammt ärgerlich“, grämte sich FCB-Teamsprecher Hendrik Joswig. VfL-Coach Detlef Weber konnte die Pein nachempfinden: „Für den Verlierer immer eine gruselige Geschichte.“ Sein Team indes konnte sich zurecht „wahnsinnig“ freuen, „dass wir einen tollen Abend so abschließen.“

Dabei hatte der Hit noch recht handzahm begonnen. Zwar von Beginn an mit hoher Intensität und Ball-Geschwindigkeit, aber eben auch nur mit einem Treffer durch Daniel Meinecke (28.). Knesebeck führte zur Pause aufgrund der besseren Topchancen verdient. Malte-Alexander Gercke war an Torwart Tim Schulze gescheitert, Nils Mohr setzte mutterseelenallein einen Kopfball über den Kasten.

Nach dem Wechsel hingegen saßen die Knesebecker Standards. Wohl gemerkt: Brome hätte zunächst die Partie gedreht. Beim 1:1 monierte Weber eine „klare Fehlentscheidung“ (Abseits), beim 1:2 unterlief Keeper Maik Szillat ein Riesen-Abspielfehler genau in die Füße von Michael März. Doch der VfL zeigte Nehmer-Qualitäten. Mohr nach einem Freistoß und Felix Weitemeier nach einer Ecke fanden jedes Mal eine Antwort, nachdem Brome ein zweites Mal per Konter vorgelegt hatte. Eine irre Viertelstunde.

Auf die Spitze getrieben durch den Siegtreffer der Einhörner. Francesco Natale packte erneut einen Zuckerpass aus, den Roggenbach veredelte. Das ließ die Stimmung auf und neben dem Grün kurzweilig noch hochkochen. Weber atmete durch: „Wir haben Höhen und Tiefen erlebt, das war heftig!“ Indes seufzte Joswig: „Ich konnte es gar nicht fassen. Nach dem 3:2 habe ich noch gesagt: Wir müssen mindestens einen Punkt mitnehmen, alles andere kannst du vergessen...“

• Tore: 1:0 Meinecke (27.), 1:1 Thielemann (47.), 1:2 März (51.), 2:2 Mohr (57.), 2:3 Thielemann (60.), 3:3 Weitemeier (63.), 4:3 Roggenbach (88.).

• Gelb-Rote Karte: M. Chabaan (Brome/90.).

Von Ingo Barrenscheen

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