Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz kassiert in Nachspielzeit Ausgleich gegen Adenbüttel Rethen / Meyer der verhinderte Held

Irre Schlussphase ohne Happy End für VfL

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Kein Wunder, dass Lars Koch haderte: Der Wahrenholzer Stürmer hatte gestern kein Glück beim Abschluss.

Wahrenholz. Alles lief auf eine – keineswegs langweilige – Nullnummer hinaus. Doch dann brachen am Taterbusch atemberaubende Schlussminuten an. An deren Ende beim VfL Wahrenholz lange Gesichter herrschten.

Der hiesige Fußball-Bezirksligist wähnte sich am gestrigen Sonntag nach einem späten und längst überfälligen Treffer von Marcell Meyer schon als Sieger, als die FSV Adenbüttel Rethen in der vierten Minute der Nachspielzeit doch noch zum 1:1-Unentschieden traf. Der Kampf um den Klassenerhalt bleibt also ein Schneckenrennen für die Schwarz-Gelben.

Immerhin gute Haltungsnoten... Der VfL Wahrenholz (r. Jan Reitmeier) konnte seine späte Führung nicht über die Zeit retten und spielte nur 1:1 gegen Adenbüttel Rethen.

Der Adrenalin-Schub auf der Zielgeraden hatte es wahrlich in sich. Meyer, erst gut zehn Minuten zuvor eingewechselt, fasste sich nach einem Eckball mit dem Mute der Verzweiflung ein Herz und knallte die Kugel in den Knick. 1:0 Wahrenholz in der 89. Minute. Zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient, denn die Platzherren bestimmten nach einer Stunde komplett das Geschehen. Doch weder Lars Koch, der sich schon in der ersten Hälfte bei einem Alleingang gen Adenbütteler Gehäuse den Ball zu weit vorgelegt hatte und an FSV-Keeper Manuel Freitag hängen blieb, noch Ali Jfeily (74.) oder Simon-Miles Soika (77.) vermochten das Runde ins Eckige zu befördern.

Nach Meyers Erlösung brach allerdings die bittere Nachspielzeit an. Aus heiterem Himmel ließ Adenbüttel Rethen einen Fernschuss vom Stapel, der an die Latte knallte. „Ein Riesen-Wumms. Alle drehen sich um und da steht ein Spieler von denen und schiebt ihn rein...“, seufzte VfL-Spartenleiter Stefan Frommelt. Fast hätten seine Farben in der mega-turbulenten Endphase doch noch ein Happy End gefeiert, doch Edeljoker Meyer traf direkt nach dem Anstoß aus 21 Metern nur den Pfosten.

„Die Mannschaft hätte den Sieg echt verdient gehabt“, bedauerte Frommelt. Nur zwischendurch hatten sich die Spielanteile zugunsten der FSV verlagert. Doch bei den drei Hochkarätern für die Gäste – dabei einem Foulelfmeter! – war der Wahrenholzer Schlussmann Mats-Ole Herz auf dem Posten. Frommelts Fazit: „Wir hatten richtig gute Szenen dabei. Aber das Glück und der Torabschluss haben gefehlt, um es über die Bühne zu kriegen.“

Von Ingo Barrenscheen

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