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IK-Teamcheck: FC Ohretal als Sinnbild des Team-Spirits

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Von: Marvin Scholz

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Top-Teamspirit mit Ambitionen für ganz oben: Der FC Ohretal blickt auf eine gelungene Hinserie zurück und bewies auch beim Volksbank-Hallenmaster-Cup (Platz zwei), dass ein stimmiges Gefüge viel erreichen kann.
Top-Teamspirit mit Ambitionen für ganz oben: Der FC Ohretal blickt auf eine gelungene Hinserie zurück und bewies auch beim Volksbank-Hallenmaster-Cup (Platz zwei), dass ein stimmiges Gefüge viel erreichen kann. © Marvin Scholz.

Ohretal – Eine junge Truppe hat sich gesucht und gefunden. Es läuft nahezu alles wie am Schnürchen beim FC Ohretal. Als Tabellenzweiter blickt die Riege von Frontmann Sebastian Sommer auf eine 29-fache Punkteausbeute mit neun Siegen zurück. Somit fällt das Saison-Halbzeitfazit im IK-Teamcheck äußerst positiv aus.

Die Entwicklung

Der sportliche Erfolg steht und fällt, zumindest in den allermeisten Fällen, mit dem allseits bekannten Teamspirit. Die Spieler des FCO nehmen sich Zeit füreinander und haben Freude zusammen. „Dadurch, dass wir viele Teamabende haben und auch mal FIFA auf einer Konsole gegeneinander spielen, hat sich die mannschaftliche Geschlossenheit im Verlaufe der Hinrunde deutlich verbessert“, begründet Plaster das harmonische Zusammenleben. Die Rituale geben dem Tabellenzweiten recht. „Die ersten Partien haben wir alle gewonnen – wir sind gut gestartet.“ Dann folgte jedoch die Heimspiel-Niederlage gegen den Herbstmeister HSV. Aus Sicht des Spielführers kam es zu einem Knacks im Gefüge. „Wir haben danach mehr auf die Tabelle geschaut“, versinnbildlicht Plaster die Unsicherheit. Ohretal ließ sich davon jedoch nicht beirren.

Coach Sommer schraubte indes etwas an der Taktik. Verletzungen und Studenten, die es nicht zu jedem Fußball-Termin schaffen, waren die Basis für das kleine Umdenken. Von einem 4-1-4-1-System brachte Sommer ein 4-2-3-1 auf den grünen Rasen. „Dadurch hat der Zehner mehr Platz und kann sich besser entfalten“, erörterte Galionsfigur Plaster die Vorteile.

Die Stärken

Des öfteren kämpften Sommer, Plaster und Co. mit Rückständen. Der Volksmund würde diesbezüglich sicherlich von einer Schwäche sprechen, doch Führungsspieler Plaster dreht den Spieß um: „Es zeigt, dass wir Moral im Team haben und auch bei Rückständen zurückkommen.“ In der Nahrungskette weiterhin vertreten sind die effektiven und schnellen Umschaltmomente des FCO. „Unser Pass- und Positionsspiel ist auch zu einer Stärke geworden. Dazu sind wir relativ flexibel“, so Plaster. Sprich: Jeder kann nahezu überall spielen, was dem Vorhaben des Übungsleiters noch mehr Optionen gibt.

Die Schwächen

Aufgrund des funktionierenden Passspiels kommt es zwar häufig zum Szenario, dass die FCO-Gegner dem Ball hinterherlaufen müssen. „Dabei sind unsere Pässe in die Tiefe noch ausbaufähig. Vor dem Tor sind wir insgesamt noch zu ineffizient“, bemängelt Plaster.

Der schönste Moment

Triumphe gegen direkte Mitkonkurrenten schmecken bekanntlich gleich doppelt gut. So war die Freude nach dem 4:1-Erfolg gegen den SV Eischott recht hoch: „Erst einmal habe ich selbst zum 4:1 getroffen und zum anderen haben wir gut nach vorne gespielt und die Chancen besser genutzt“, denkt Ohretals Mann mit der Binde gern an diesen Augenblick zurück. Genauso wie an folgendes Match: „Beim 2:0 gegen den FC Parsau haben wir gar keinen Torschuss zugelassen.“

Der bitterste Moment

Der Favoritensturz gegen den SV Bokensdorf. „Eine 1:2-Niederlage, bei der wir hätten sicherlich noch 90 Minuten länger spielen können, ohne zu gewinnen. Es ging nichts“, seufzt Plaster. Schmerzvoll war aber auch der Punktverlust gegen den SV Tappenbeck. „Da lagen wir 3:1 vorne, haben die Möglichkeiten zum vierten und fünften Treffer, doch kassieren noch den Ausgleich“, verdreht Plaster die Augen.

Die Eigenleistung

Für den Kapitän eines Teams gilt es, in guten und schlechten Momenten zu helfen. Dieser Aspekt ist aber nur ein Vorhaben des FCO-Frontmanns. „Ich würde gerne noch ein bis zwei Tore mehr schießen, weitere Team-Events organisieren und als gutes Beispiel vorangehen.“

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