Fußball – Kreisliga: Abstiegskracher steigt in Wasbüttel

„Ich würde auf die Zähne beißen“

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Noch steht der VfL Vorhop (l. Kevin Büttner) vor dem MTV Wasbüttel (Mitte). Mit einem Remis wäre das zwar immer noch so, doch beide Teams brauchen unbedingt einen Sieg. 

Wasbüttel. Die Vorhoper Endspielwochen in drei Akten beginnen. Durch den Sieg von Wittingen gegen Triangel stehen sowohl der MTV Wasbüttel als auch der VfL Vorhop auf einem Abstiegsplatz in der Fußball-Kreisliga.

Im ersten Akt am drittletzten Spieltag treffen beide Teams nun aufeinander (Sonntag, 15 Uhr). Für den Verlierer ist der Abstieg zwar noch nicht besiegelt, die Chancen auf den Klassenerhalt wären aber verschwindend gering.

Das weiß auch Sebastian Sommer. Der VfL-Trainer hat hinter wichtigen Personalien große Fragezeichen stehen. Maxim Horst wird höchstwahrscheinlich ausfallen, hatte sich gegen Wesendorf vermutlich eine Zerrung zugezogen. „Das sieht sehr schlecht aus“, meint Sommer, der aber wenigstens bei Pierre Peesel hofft, dass die Fäden am Sonnabend rauskommen und die Lippe bis dahin zusammengewachsen ist. Zudem sind Aaron Bela-Bühlow und Kevin Büttner angeschlagen. „Wenn alle ausfallen sollten, sieht es nicht gut aus“, malt Sommer schwarz. Für ihn stünde dagegen außer Frage, dass kleinere Wehwehchen kein Grund sind, solch einen Abstiegskracher sausen zu lassen: „Das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, aber ich würde es machen und auf die Zähne beißen.“

Auch die Wasbütteler sind sich der enormen Bedeutung der Begegnung bewusst. „Uns war klar, dass es auf die letzten drei Spiele ankommt“, sagt MTV-Coach Holger Haustein-Bastian. Er betont: „Wir werden nicht von unserem Weg abgehen und etwas Verrücktes machen.“ Sollte es Wasbüttel tatsächlich am Saisonende treffen, sei es seiner Ansicht nach „der bestspielendste Kreisliga-Absteiger aller Zeiten – ich habe auch von anderen Trainern bestätigt bekommen, dass wir astreinen Fußball spielen.“ Problem ist nur: Es fehlt ein Knipser. Daher lautet sein Plan: „Hinten zu null und vorne einen Konter reinmauscheln.“

Von Christian Thiemann

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