„Ich bin jetzt Fan von Frauenfußball“

Was für ein tolles Erlebnis! Lisa Hakemeyer (2. v. l.) erlebte mit ihrer Freundin Luisa Thiele und den Eltern Michaela und Thomas Hakemeyer das WM-Spiel USA-Schweden auf ganz besondere Weise.

Wittingen/Wolfsburg. Der Frauenfußball hat eine neue glühende Verehrerin gefunden. Der WM 2011 in Wolfsburg sei dank! Lisa Hakemeyer erlebte vor gut einer Woche das Spiel zwischen den USA und Schweden hautnah als Assistentin von WM-Maskottchen Karla Kick mit. Für die junge Wittingerin ein faszinierendes wie einschneidendes Erlebnis.

Eigentlich gehört das Sport-Herz der 10-Jährigen dem Handball. Doch der vergangene Mittwoch übte auf Lisa eine derart magische Anziehungskraft aus, dass sie sich künftig auch Spiele der VfL-Bundesliga-Frauen in Wolfsburg angucken möchte. „Vor allem wegen Martina Müller“, erklärt Papa Thomas. „Sie sagte, sie ist jetzt ein richtiger Fan von Frauenfußball. Beim nächsten großen Ereignis würde sie wieder versuchen, ins Stadion zu kommen.“

Überhaupt erst möglich wurde die atemberaubende Aktion durch ein Gewinnspiel von WM-Sponsor Kia. „Ich habe einfach eine E-Mail hingeschrieben und zack: Drei Wochen später kam die Zusage. Wir haben schon gar nicht mehr damit gerechnet“, sagt Thomas Hakemeyer. „Die Aufregung war natürlich riesengroß.“

Gut zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff sollte Lisas Herzklopfen noch zunehmen. Die Wittingerin schlüpfte wie Karla Kick auch in ein schwarz-weißes Outfit und dann ging’s auch schon los. Hand in Hand mit dem WM-Maskottchen unternahm sie einen Streifzug durchs Stadion, begrüßte die Spielerinnen. Vor allem ein Vis-a-Vis prägte sich ein. Lisa lernte US-Star Abby Wombach kennen! „Die hat mir die Hand geschüttelt“, war sie völlig hin und weg. Ein Autogramm gab’s obendrein noch. Apropos Autogramme: Die musste tatsächlich auch die Wittingerin für einige Kinder unter den Zuschauern geben. Als Assistentin von Einheizerin Karla Kick gelangte Lisa zu ungeahnter Popularität.

Erst recht, als sie auch noch bei einem Kurz-Interview riesengroß auf der Anzeigetafel zu sehen war. „Guckt mal, das sieht jetzt die ganze Welt“, entfuhr es ihrer Freundin Luisa Thiele auf der Tribüne spontan. Sie durfte die glückliche Gewinnerin zum WM-Spiel begleiten und zeigte sich ebenso begeistert von der Atmosphäre.

Bleibende Erinnerungen von der WM in Wolfsburg nimmt auch Vater Thomas mit. Er war bei allen vier Partien vor Ort als Volunteer unterwegs. Sein Einsatzgebiet: Gäste- und Fanbetreuung. Das durfte sich Hakemeyer als erfahrener VfL-Helfer selbst aussuchen. „Ich fand dieses Aufgabenfeld interessant, weil man mit so vielen unterschiedlichen Leuten in Kontakt kommt.“ Wie ein Kultur-Schwamm sog der Wittinger Altherren-Kicker alles in sich auf. „Das hat richtig viel Spaß gemacht.“ Und egal, mit wem sich Hakemeyer unterhielt – „alle fanden Wolfsburg richtig toll. Einige Fans waren auch in anderen Städten, meinten aber, da sei es eher kühl zugegangen.“ Warmherziges Wolfsburg. Auch dank seines Engagements.

So wie das Töchterchen hatte auch der Papa noch eine herausragende Begegnung: „Ich konnte einen kurzen Plausch mit Steffi Jones (Organisations-Komitee-Chefin, Anm. der Redaktion) halten.“ Und auch DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger bekam er zu Gesicht. Die Frauen-WM: Für die Hakemeyers purer Familien-Frohsinn!

Von Ingo Barrenscheen

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