Fußball – D-Junioren-Weltmeisterschaft: Nordkreis-Nachwuchs als Deutschland am Start

Huh! Island jubelt, Isenhagen Vierter

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Optisch 1a – fußballerisch am Ende 1d: Die JSG Isenhagen respektive Deutschland wurde bei der D-Junioren-WM in Weyhausen, angefeuert von ihrem stilechten Fanblock, Vierter. 

red Weyhausen. Weltmeister Island – ernsthaft!? Zumindest bei der D-Junioren-WM am Wochenende in Weyhausen, ausgerichtet von der JFV Boldecker Land und vom Kreisjugendausschuss des NFV-Kreises Gifhorn, trat dieses Phänomen schon einmal ein.

Denn Island alias der MTV Gifhorn schnappte sich den Titel. Die JSG Isenhagen, dank des Glücksloses als Team Deutschland am Start, musste sich mit dem vierten Platz begnügen, war aber immerhin optisch ganz vorn und gewann den Zuschauerpreis.

Als DFB-Double hatten die Isenhagener in Sachen Landes-Outfit selbstverständlich einen Wettbewerbs-Vorteil gegenüber den anderen Nationen Island, Brasilien, Spanien, Nigeria, Frankreich, Russland und Argentinien. Die JSG-Kicker hatten sich schwarze Trikots mit Golddruck ausgesucht, die Trainer Max Jeep (Jogi Löw) und Björn Elvers (Thomas Schneider) hatten sich ebenfalls verkleidet. Zudem waren viele Eltern als Deutschlandfans dabei – ausgerüstet mit Trikot, Hut, Fahnen, Tröten, Megafon und sogar Musikbox. „Es war ein schönes Bild“, freute sich Teamsprecherin Kerstin Dammann.

Zum Auftakt unterlag Deutschland, analog zum echten Nationalteam, gegen Russland (JSG Okertal) mit 0:2. „Leider war die Mannschaft noch nicht wach“, meinte Dammann. Doch das 3:0 gegen Frankreich (MTV Gifhorn II) durch Tore von Dennis Fabisch (2) und Nils Dammann sowie das 0:0 gegen Argentinien (JSG Blau-Weiß 29) reichten zum zweiten Platz in der Gruppe und dem Halbfinal-Einzug.

In der Vorschlussrunde trafen die schwarz-rot-goldenen Isenhagener dann auf den späteren Turniersieger Island (MTV Gifhorn) und mussten sich knapp mit 0:1 beugen. Huh! Und auch im Spiel um Platz drei hatten Jogis Jungs kein Glück: Nach regulären 15 Minuten Spielzeit gegen Brasilien (JSG Gifhorn Nord) stand es 1:1, also kam es zum Neun-Meter-Schießen. Zwar parierte Keeper Johannes Niebuhr zwei Versuche, doch von seinen Teamkollegen traf nur Dennis Fabisch gegen die Selecao. Damit blieb nur der undankbare vierte Rang. Dennoch war es ein „netter Nachmittag, der uns viel Spaß gemacht hat“, befand Dammann und schickte den Wunsch gen Watutinki hinterher: „Hoffentlich machen die Großen es besser...“ Sieht bislang nicht danach aus.

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