Fußball – Samtgemeinde-Turnier: Jfeily beendet Geduldsprobe

HSV-Triumph und ein Schuss Trübsal

+
Sie erinnert ein wenig an die jüngst von Frankreich gewonnene WM-Trophäe: Auch deshalb freuten sich die Kicker des SV Hankensbüttel über den Sieg beim Samtgemeinde-Turnier.

Oerrel. Viel fehlte nicht und das Fußball-Turnier der Samtgemeinde-Turnier Hankensbüttel hätte am Samstagabend einen richtig faden Beigeschmack bekommen.

Doch der letztendliche Triumphator SV Hankensbüttel wendete das Halbfinal-Aus im Elfmeterschießen gegen den Gastgeber FC Oerrel – der nach normalen Maßstäben eigentlich schon in der Vorrunde zum Streichkandidaten geworden wäre – noch ab. Ansonsten hätten sich die Blau-Gelben tatsächlich ohne Sieg ins Endspiel gemauschelt.

Und doch blieb ein Geschmäckle und die Frage, wie sinnvoll solch ein Wettbewerb unter diesen Bedingungen noch ist!? Weil der SV Sprakensehl, wohl gemerkt unentschuldigt, gar nicht erst angetreten war zu seinen Gruppenspielen! Für FCO-Spartenleiter Armin Schulze „unterste Kajüte“. Und auch der SV Langwedel musste partiell passen. Nach dem Motto: Kommste heute, kommste morgen nicht... Das gebuchte Halbfinal-Ticket musste der SVL mangels Personal sausen lassen, auch der SC Hagen-Bokel winkte am Freitagabend als möglicher Ersatz direkt ab.

So waren die Spiele in der anderen Staffel im Grunde nur für die Galerie. „Es ging nur darum, wer gegen Hankensbüttel spielt“, verdeutlichte Oerrels Coach Christian Axt. Es traf sein Team, das die Gruppe B als Letzter abschloss und aus genannten Gründen dennoch weiterkam.

Trotz drückender Dominanz des HSV retteten sich die Lokalmatadoren nach der Nullnummer in der Vorschlussrunde ins Elfmeterschießen. Doch der Turnierfavorit aus Hankensbüttel überstand die Zitterpartie. Und auch anschließend die Geduldsprobe im Finale gegen den TV Emmen, der zuvor die Blitz-Neuauflage gegen den Vorjahressieger SV Steinhorst (beide hatten sich schon im letzten Gruppenspiel gegenübergestanden...) erneut mit 1:0 gewonnen hatte durch ein Tor von Lukas Bölsche.

Auch gegen den Absteiger zur 3. Kreisklasse mühte sich der HSV in Sachen Torgefahr. Dabei hatten es die Mannen von Richard Matis in der Vorrunde noch ordentlich klingeln lassen. „Da haben wir die Tore gleich in den ersten zehn Minuten gemacht“, betonte Matis. Beim Showdown blieb das frühe Erfolgserlebnis aus. Und so begann es in den Hankensbütteler Köpfen zu rattern. „Das Ding geht nicht rein, das Ding geht nicht rein und dann wird es immer enger“, so der HSV-Coach. Doch zwei Minuten vor Ultimo erlöste Heimkehrer Ali Jfeily sein Team dann doch. Trotz des „ärgerlichen“ Zeitpunkts war Emmens Trainer Andreas Tack mit seiner Riege sehr zufrieden, die sich trotz der Mehrbelastung an diesem Tag reingebissen und auch gute Chancen verbucht hatte. Die Leistungen seien nach der bitteren Vorsaison „gut für die Köpfe“ gewesen.

Das Spiel um Platz drei gewann Oerrel dank Fabian Holdhaus, der erst einen Versuch parierte und dann den entscheidenden versenkte, mit 5:4 nach Elfmeterschießen gegen Steinhorst.

Von Ingo Barrenscheen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare