Fußball – 1. Kreisklasse 1: Hankensbüttel-Dämpfer daheim / Parsau-Spektakel

HSV-Ausrutscher macht VfL froh

Gestolpert, aber dennoch gewonnen: Der FC Ohretal (Mitte Rasmus Banse) überraschte die gesamte Liga mit einem 3:1-Erfolg beim SV Hankensbüttel.
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Gestolpert, aber dennoch gewonnen: Der FC Ohretal (Mitte Rasmus Banse) überraschte die gesamte Liga mit einem 3:1-Erfolg beim SV Hankensbüttel.

Isenhagener Land – Herber Rückschlag für Hankensbüttel im Aufstiegsrennen. Gegen Ohretal verlor das Team in der 1. Fußball-Kreisklasse 1:3.

Ganz zur Freude für den VfL Wittingen/Suderwittingen, der dank des 9:0-Sieges gegen Grußendorf nun fünf Punkte Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger hat. Unterdessen boten sich Parsau und Brome II ein Spektakel.

VfL Wahrenholz II – TuS Ehra-L. 1:3 (1:1)

Es sah zunächst nicht nach einem Sieg des TuS aus, denn Wahrenholz begann schwungvoll und ging nach fünf Minuten in Front.

Es geht doch: Nach langer Zeit durfte der TuS Ehra-Lessien (r.) mal wieder einen Sieg bejubeln.

„Leider mussten wir früh den Ausgleich hinnehmen, der durchaus vermeidbar war“, meinte VfL-Trainer Ralph Meyer. Anschließend wogte das Geschehen hin und her, doch es blieb bis zur Pause beim 1:1. Im zweiten Durchgang erwies sich das Gästeteam als treffsicherer. In der 75. Minute markierte Markus Kostka das 2:1. In der letzten Viertelstunde versuchte Wahrenholz, zum Ausgleich zu kommen. „Wir haben noch mal alles nach vorn geworfen, kassierten dann aber einen Konter zum 1:3-Endstand“, berichtete Meyer. Fünf Minuten vor Schluss war es Thomas Feibig, der den Sack zumachte.

SV Barwedel – SV Tappenbeck 3:3 (1:2)

Die Tappenbecker erwischten den besseren Start und gingen früh durch David Lempke in Front (2.). In der Folgezeit drückte Barwedel auf den Ausgleich. Aber die Gäste standen sicher und waren durch Konter gefährlich. In der 43. Minute war es erneut Lempke, der für das 0:2 sorgte. Sekunden vor der Pause gelang Maurice Sielski der Anschluss. Nach Wiederbeginn verlief die Partie ausgeglichen. In der 55. Minute war es Andre Brömel, der für den verdienten Ausgleich sorgte. Aber Tappenbeck legte in der 63. Minute nach und ging durch Daniel Pomper erneut in Führung. Barwedel schaffte noch den Ausgleich durch Sielski zum 3:3.

SV Hankensbüttel – FC Ohretal 1:3 (0:0)

Ohretal versteckte sich nicht, gestaltete das Spiel über weite Strecken offen.

Hankensbüttel patzt, der SV Tülau/Voitze bleibt in der Spur: Torjäger Steffen Vodde (am Ball) und seine Mitspieler wahren die Chance auf den Aufstieg. Der TSV Schönewörde (Malte Jäger) stellte keine Hürde dar.

Die meisten Angriffe endeten aber an der Strafraumgrenze. Nach Wiederbeginn blieben die Gäste gefährlich. In der 47. Minute war Rasmus Banse zur Stelle – 1:0 Ohretal. In der 57. Minute bot sich für Ali Jfeily die Ausgleichschance, doch ein Freistoß von der Strafraumgrenze wurde sichere Beute für FCO-Keeper Matthias Bock. Dann war es Hannes Plaster, der dem gegnerischen Torhüter keine Chance ließ und zum 2:0 traf. Der HSV bemühte sich um den Anschluss, doch Ohretal ließ nicht viel zu. Die Konter der Gäste waren gefährlich. So war Banse in der 77. Minute zur Stelle – 3:0 FCO. Eine Minute später gelang dem HSV nur Ergebniskosmetik.

SV Jembke – TSV Bergfeld 0:1 (0:1)

Bergfeld entführte verdient die Punkte und rückte auf den neunten Platz vor. „Wir hatten uns gut auf den torgefährlichen Giuseppe Millemaci eingestellt und haben besonders in der ersten Halbzeit das Spiel bestimmt“, berichtete TSV-Spartenleiter Raphael Erfurt. Bergfeld erspielte sich früh gute Chancen, aber ein Treffer wollte nicht fallen. In der 23. Minute gelang David Erfurt das 1:0 für den Gast. Nach dem Wechsel kam Jembke etwas auf, aber die Deckung der Gäste stand sicher. „Leider haben wir es verpasst, die Führung weiter auszubauen“, so Erfurt.

FC Germania Parsau – FC Brome II 7:4 (4:1)

Es begann nicht gut für Parsau; der Außenseiter ging in der zwölften Minute in Führung. Doch vom frühen Rückstand ließ sich der FCGP nicht aus dem Rhythmus bringen. Timo Gipser glich aus und Kevin Schulz brachte die Germanen in Front. Vor der Pause fielen zwei weitere Tore für Parsau zur 4:1-Führung. „Die Treffer haben wir gut herausgespielt und hätten zur Pause schon höher führen können“, fand Germanen-Trainer Sören Henke. Auch nach dem Wechsel zeigte sich Parsau überlegen, baute den Vorsprung auf 6:1 aus. Doch in der Folgezeit vernachlässigte die Heimelf die Deckungsarbeit. Das nutzte Brome aus. Drei Treffer in elf Minuten sorgten für das 6:4. Das behagte Henke überhaupt nicht: „Wir haben nach der klaren Führung besonders hinten unaufmerksam gespielt, das hat Brome ausgenutzt.“ Mit dem 7:4 machte Björn Henke alles klar.

VfL Wittingen/S. – TSV Grußendorf 9:0 (3:0)

„Wir waren klar überlegen und hätten sogar zweistellig gewinnen können“, meinte VfL-Trainer Naim Fetahu. Die Wittinger spielten temporeich und setzten die überforderten Gäste unter Druck. Den Torreigen eröffnete Lennard Emmermann (6.). Torjäger Sven Arndt sorgte mit zwei Toren für die 3:0-Pausenführung. Grußendorf hatte nicht viel zu bestellen, kam nur selten vors Wittinger Gehäuse. Nach dem Wechsel setzte sich die klare Überlegenheit des Primus fort. Erneut war es Arndt, der für das 4:0 sorgte (48.). In der 72. Minute gelang Markus-Karol Schulz das 5:0. In der Schlussviertelstunde brachen die Gäste völlig ein.

SV Tülau/Voitze – Schönewörde 3:1 (2:0)

Tülau hatte den besseren Start und führte früh (11.). Die größte Chance zum Ausgleich bot sich Schönewörde in der 27. Minute; ein Freistoß von der Strafraumgrenze landete neben dem Tor. Vier Minuten vor dem Wechsel hatte Tülaus Tony Engelhardt mit einem Hammerschuss Erfolg und erhöhte. Eine Minute später traf der TSV nur die Latte – Pech. Nach dem Wechsel kam Schönewörde etwas auf. „Dadurch haben wir uns etwas zurückdrängen lassen“, so SV-Trainer Werner Vodde. Aber auch Tülau hatte Chancen, scheiterte aber am Gästekeeper. Kurz vor Schluss traf Steffen Vodde nur den Pfosten und verpasste einen höheren Sieg. In der Nachspielzeit erlebten die Fans noch zwei Treffer. Zunächst gelang Schönewörde der Anschluss, aber dann machte Steffen Vodde alles klar.

VON MANFRED HALLMANN

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