sich im Sommer von Henke Fußball – 1. Kreisklasse 1: „Neuer Impuls“ vor Führungswechsel

Hoppla! Primus Rühen trennt sich im Sommer von Henke

+
Der Daumen ging runter, nicht hoch... Für Trainer Sören Henke ist im Sommer nach sieben Jahren Aufbau-Arbeit beim SV BW Rühen Schluss. Diese Entscheidung teilte ihm der Verein mit.

ib Rühen. Trainerwechsel sind im Fußball-Geschäft handelsüblich – wenn es nicht läuft. Der SV BW Rühen indes steht zur Winterpause ungeschlagen an der Tabellenspitze der 1. Fußball-Kreisklasse 1.

Und doch ist nach der Saison für Sören Henke Schluss! Diese – auf den ersten Blick suspekte – Entscheidung machten die Blau-Weißen am Wochenende offiziell.

Auch Stunden nach seiner wohl schwierigsten Mannschaftssitzung überhaupt war Henke emotional noch immer unheimlich aufgewühlt. Kein Wunder. Hatte er seine Schützlinge doch darüber informiert, dass sich die Wege im Sommer trennen. Wohl gemerkt: Es sei „eine Trennung im Guten“, bekräftigte der Coach direkt. Dennoch sei er „nicht glücklich, die Jungs sind mir ans Herz gewachsen“. Immerhin wird er Mitte 2018 stolze sieben Jahre am Stück im Amt sein. Die acht hätte er zu gerne noch vollgemacht, daraus macht Henke keinen Hehl. Dann hätte er ohnehin freiwillig den Platz geräumt, um der Mannschaft die Chance auf eine neue Ansprache zu geben.

Doch nach mehreren Sitzungen – und „schweren Herzens“ – hätte sich der Club beschlossen, schon nach der laufenden Spielzeit einen Cut zu machen, erklärte der Rühener Spartenleiter Michael Drechsler. „Das ist für Außenstehende sicherlich schlecht nachzuvollziehen, wenn man Tabellenführer ist“, weiß er um die abstruse Außendarstellung. Der SV sei in keinster Weise unzufrieden mit der Arbeit des Noch-Trainers. „Das ist überhaupt nichts gegen Sören. Aber wir wollen einen neuen Impuls für den Verein. Irgendwann muss dieser Schritt gemacht werden.“

Gewissermaßen sind Drechsler und Henkes Schicksal miteinander verwoben. Denn der Fußball-Boss hat für nächstes Jahr sein Ausscheiden angekündigt. Er will seinen Nachfolgern ein bestelltes Feld hinterlassen. „Ich wollte die Suche nach einem neuen Trainer nicht dem neuen Vorstand aufdrücken, sondern noch in meiner Amtszeit regeln“, so Drechsler.

Das Votum contra Henke sei ihm persönlich „nicht leicht gefallen“. Gemeinsam verhalf das Duo den in Schieflage geratenen Blau-Weißen vor sieben Jahren aus einer äußerst schwierigen Situation und bauten mit dem eigenen Nachwuchs ein neues Team auf, das nach drei Vizetiteln in Serie an die Tür zur Kreisliga klopft. Sollte es dieses Mal endlich klappen, wird Henke die Früchte seiner Arbeit nicht mehr ernten können. Um den Entschluss des Clubs sei er „nicht böse, es ist schon verständlich“.

Nun hoffen sie alle in Rühen, dass in knapp fünf Monaten die Wunschkonstellation eintritt. „Dann wäre es eine richtige Aufstiegs- und keine Abschiedsfeier“, meint Henke. Auch Drechsler erstrebt sich dieses Ziel für den scheidenden Übungsleiter. „Das hat er sich auch verdient, darauf hat er hingearbeitet.“ Vielleicht setzt der angekündigte Tapetenwechsel zusätzlich Kräfte frei. Henke: „Das ist die Hoffnung, dass wir nicht in eine Schockstarre verfallen, sondern ein paar Prozent mehr rauskitzeln.“

Wer ihn in Rühen beerben wird, steht noch nicht fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare