Handball – Verbandsliga Herren: SG VfL siegt bei Nienburg II

Holprig und ohne Glanz

Die SG VfL Wittingen/Stöcken um Marten Schultze (am Ball) schwebt derzeit auf Wolke sieben. Grund dafür ist der zweite Platz in der Verbandsliga.
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Die SG VfL Wittingen/Stöcken um Marten Schultze (am Ball) schwebt derzeit auf Wolke sieben. Grund dafür ist der zweite Platz in der Verbandsliga. 

Liebenau – Sie standen zuletzt für geballte Offensivpower, doch beim Auswärtsspiel bei der HSG Nienburg II ähnelten die Verbandsliga-Handballer der SG VfL Wittingen/Stöcken toretechnisch eher einem ängstlichen Reh.

Trotzdem reichte es für den Tabellenzweiten für einen 20:18 (10:7)-Sieg beim Ligaschlusslicht.

Es war ein schwerer Brocken, der auf die SG VfL wartete. Die Nienburger Reserve stellte die Brauereistädter durchaus auf die Probe und gab ordentlich Gas, während der Wittinger Motor hin und wieder ins Stocken geriet. „Wir können froh sein, dass wir in den ersten Minuten nicht 1:6 oder 1:7 hinten gelegen haben“, untermauerte SG-Trainer Christian Gades.

Die Hausherren münzten zahlreiche Tempogegenstöße nicht in Tore um. Vorausgegangen waren zahlreiche überhastete Offensivversuche der Auswärtstruppe. In der 19. Minute nahm Gades beim Stand von 6:4 für die HSG die erste Auszeit. Fortan wechselte er wieder in seine Grundausrichtung, was Früchte trug. Seine Truppe brachte mehr Bewegung an den Tag, hatte bessere Abläufe und drehte das Spiel zu ihren Gunsten. Zur Pause stand es deshalb 10:7 für Wittingen/Stöcken.

Auch die ersten Minuten der zweiten Halbzeit verliefen gut für die Gades-Sieben. Allerdings gab es nach 33 Minuten (13:8) Probleme, daran weiter anzuknüpfen. Wieder wurden zahlreiche Chancen vergeben. Trotz komfortabler Vier-Tore-Führung kam Nienburg II in der Schlussphase auf einen Treffer heran und witterte die Chance. Doch Kai Eschert setzte Sekunden vor dem Ende die HSG mit dem 20:18 Schachmatt.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Doch unterm Strich zählt für Wittingen/Stöcken der Auswärtserfolg. Vor allem die Abwehrleistung bekam von Gades zahlreiche Lobeshymnen zugeschüttet. „Das war richtig, richtig gut. Wir haben das im Kollektiv super gemeistert.“

Doch der Übungsleiter weiß auch, dass, wenn die HSG früh konsequent genug gewesen wäre, seine Mannschaft es noch schwerer gehabt hätte. „Mit 20 Toren gewinnst du normalerweise kein Auswärtsspiel. Wir hatten das nötige Glück, das die Teams von oben üblicherweise haben.“

VON ROUVEN PETER

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