Fußball: Erfolgreiche C-Junioren der JSG Isenhagen bei Hattem’s Trophy Sechster

Holland-Highlight für Double-Sieger

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Erinnerungsfoto mit den Mitbewohnern: In der Platzierungsrunde traf die JSG Isenhagen auf den SV Rugenbergen.

Isenhagener Land – Die C-Junioren-Fußballer der JSG Isenhagen machten in letzter Zeit viel von sich reden. Zunächst feierten sie die Kreismeisterschaft, wenig später dann den Kreispokalsieg. Und am Wochenende folgte noch ein weiteres Highlight.

Die Schützlinge von Trainer Dirk Asmus nahmen am internationalen Jugendturnier, der „Hattem’s Trophy“ in den Niederlanden, teil. Das Event fand in der Kleinstadt Hattem in der Nähe von Zwolle am Ijselmeer statt.

In der Altersklasse U15 starteten 16 Teams, insgesamt waren circa 140 Mannschaften aus sechs verschiedenen Nationen (Niederlande, Belgien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, England) am Start. Das Turnier wurde auf der großen Sportanlage des Vereins VV Hattem mit sechs Groß- (davon zweimal Kunstrasen) und zwei Kleinspielfeldern ausgetragen.

Im Auftaktspiel trafen die JSG-Jungen auf die holländische Mannschaft von Sporting Martinus. Das enge, intensive Spiel endete torlos. Das gleiche Ergebnis lieferte auch das zweite Spiel gegen die sehr starke Heimmannschaft VV Hattem, erstmalig für viele Jungs auf einem Kunstrasenplatz. „In diesem sehr temporeichen und zweikampfbetonten Spiel kamen wir das eine oder andere Mal arg in Bedrängnis, verteidigten aber leidenschaftlich und spielten gegen die großgewachsenen Jungs des Gegners sehr mutig nach vorn. Das Unentschieden war am Ende leistungsgerecht“, bilanzierte Asmus.

Nullnummern zum Start

Im letzten Gruppenspiel ging es um den Einzug in die Champions League, für die sich die beiden erstplatzierten Mannschaften qualifizierten. Der Dritt- und Viertplatzierte wiederum zogen in die Europa League beziehungsweise First League ein laut Ausschreibung. Isenhagen hatte nun seinen Rhythmus gefunden und bezwang die SG Neuenkirchen/Vörden aus dem Kreis Vechta klar und verdient mit 3:0. Dieses Resultat reichte zu Platz zwei hinter Gastgeber Hattem.

Nach dem Ausklang des ersten Turniertages unternahmen die JSG-Kicker noch einen Ausflug in die gemütliche Kleinstadt Kampen.

Der zweite Turniertag begann mit den Viertelfinalspielen der Champions League. Isenhagen startete gut in die Partie gegen den belgischen Vertreter Racing Emblem und ging nach einem Eckstoß schnell 1:0 in Führung. Der Gegner agierte sehr körperbetont und zweikampfstark. „Wir hielten aber sehr gut dagegen und erspielten uns eigene Möglichkeiten“, so Asmus. Schläfriges Abwehrverhalten führte drei Minuten vor Spielende zum Ausgleich. Die JSG antwortete mit wütenden Angriffen, die ihr einen Freistoß kurz vor der Strafraumlinie einbrachte, den der Schiedsrichter aber trotz noch zu spielender Restzeit nicht mehr ausführen ließ.

Zweimal Elfmeter-Pech

So mussten die Jungen aus dem Nordkreis auf dem Nebenplatz ins Elfmeterschießen, das sie verloren. Somit mussten sie in die Platzierungsspiele um Rang fünf bis acht und trafen dort auf ihre Mitbewohner im Ferienhaus vom SV Rugenbergen aus dem Norden Hamburgs.

Dieses Spiel gewannen die JSG-Kicker letztlich verdient mit 3:1. Im Finalspiel um Platz fünf trafen sie auf die dänische Mannschaft von Aulum IF. „In einem zerfahrenen Spiel wurde uns zum einen ein Tor aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt, zudem bekamen wir eine unerklärliche Zeitstrafe gegen uns ausgesprochen“, haderte Asmus. So musste sich die SG mit einem 0:0 nach regulärer Spielzeit begnügen und verlor erneut das Elfmeterschießen. Gleichbedeutend mit Rang sechs.

Zufriedenes Fazit

„Mit insgesamt 7:2 Toren und keiner Niederlage nach regulärer Spielzeit konnten wir mit dem Abschneiden doch zufrieden sein, zumal wir in jedem Spiel alle unsere 17 Spieler eingesetzt hatten, was für den Spielfluss nicht immer förderlich ist“, bilanzierte der Trainer.

Mit einem gemeinsamen Grillabend und der Übertragung des „echten“ Champions-League-Finals ließen die Double-Sieger das erlebnisreiche Wochenende ausklingen, ehe sie am Sonntagvormittag die Heimreise antraten und wohl noch immer eine Menge von ihrer Reise ins Nachbarland zu erzählen haben.

VON FLORIAN SCHULZ

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