Hallenfußball – Kreismeisterschaft Frauen: Überraschungssieg

Hoitlingen vollbringt das blaue Wunder!

Gifhorn. Eigentlich waren sie in der farblichen Überzahl. Doch in der Endrunde machten die drei heißesten Anwärter auf den Hallenkreismeister-Titel 2015 der Frauen gestern gemäß ihrer Trikotfarbe buchstäblich blau.

Und so hisste der Hoitlinger SV I im Gifhorner Sportzentrum Süd nicht etwa die weiße Fahne, sondern feierte – völlig unerwartet – den C(o)up!.

Mit dem Abpfiff des Endspiels sank Jennifer Richter auf die Knie. Geschafft. Ungläubig. Glücklich. Die Torfrau hatte maßgeblichen Anteil am HSV-„Wunder“, wie Groß Oesingens Trainer Denny Klimt es betitelt hatte. Sowohl beim Neunmeterschießen im Halbfinale gegen die Unglücksraben der SG Knesebeck/Hankensbüttel als auch im Finale gegen die favorisierte FSG Hillerse/Rötgesbüttel stand Hoitlingens Keeperin ihre Frau. „Sie hat das ganze Turnier durchweg super gehalten“, lobte Trainer Sebastian Oestreich.

Zur zweiten Matchwinnerin beim Showdown schwang sich Laura Oed auf, die für das Kreisliga-Schlusslicht das goldene 1:0 erzielte. Sein Team hätte die „kompletten Energie-Reserven“ reingeschmissen, strahlte Oestreich. Sein Gegenüber haderte derweil. „Ohne fies sein zu wollen: Wir hätten es verdient gehabt“, meinte Hillerse/Rötgesbüttels Coach Timo Binner. „Der Glücklichere hat gewonnen.“

Das galt bereits in der Vorschlussrunde. Knesebeck/Hankensbüttel war eigentlich gegen Hoitlingen am Drücker gewesen, empfand auch SG-Trainer Günther Niefindt. „Wir waren die stärkere Mannschaft. Neunmeterschießen ist dann halt Lotterie.“ Sein Team sicherte sich durch ein 2:0 über den SV Groß Oesingen im kleinen Finale aber immerhin Platz drei. Wie im Vorjahr. „Wir haben die Platzierung bestätigt“, sagte Niefindt versöhnlich und blickte voraus: „Im nächsten Jahr greifen wir das Finale an.“

Auch die Oesingerinnen konnten mit Rang vier ganz gut leben. „Gegenüber letztes Jahr eine große Steigerung. Da sind wir mit einem Punkt ausgeschieden“, erklärte Coach Klimt. Allerdings: Der SV hätte beide K.o.-Spiele dominiert, machte nur zu wenig daraus. Im Halbfinale wurde der Kreisklassen-Primus von Hillerse/Rötgesbüttel „zweimal ausgekontert“, so Klimt. Weiterer Wermutstropfen: Laura Müller zog sich eine XXL-Beule am Schienbein zu, musste ins Krankenhaus. Ihr Coach: „Das sah böse aus.“

Das konnte auch Markus Meyer – aus sportlicher Sicht – behaupten. Sein SV Langwedel strich bei der Premiere punkt- und torlos die Segel. „Alle waren nicht wach, es ist alles schief gelaufen. Ein Tor war eigentlich das Minimalziel.“

Von Ingo Barrenscheen

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