Hallenfußball – 37. NFV-Jungschiedsrichterturnier: Kreis Gifhorn in Finalrunde

Ein historischer Erfolg

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Waren überaus zufrieden mit ihrer Leistung: Die Jungsschiedsrichter des NFV-Kreises Gifhorn. 

Göttingen/Gifhorn – Was haben die englische Meisterschaft von Leicester City 2016, das 4:4 von Schalke 04 in Dortmund und der Achtelfinaleinzug des Kreises Gifhorn beim 37. Jungschiedsrichter-Turnier des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) gemeinsam? Richtig.

Im Nachhinein wurde stets von einer sensationellen Leistung gesprochen. Die Gifhorner schafften am Samstag in Göttingen Historisches, mussten sich aber im Achtelfinale verabschieden.

Das von Trainer Daniel Lange und Stefan Kalberlah betreute Team hatte es von Beginn an schwer. In der Vorrunde traf die hiesige Auswahl auf die beiden späteren Finalisten des mit 35 Teams aus 33 NFV-Kreisen bestückten Turniers. Und so musste sich die Gifhorner Riege gegen das Team der Region Hannover I mit 0:3 geschlagen geben. Gegen Oldenburg-Land/Delmenhorst setzte es eine 0:2-Niederlage.

Dass es die Gifhorner Nachwuchskicker besser können, bewiesen sie in der dritten Partie der Vorrunde. Gegen die Zweitvertretung des Gastgebers Göttingen-Osterode hagelte es Tore en masse, sodass am Ende ein verdienter 6:0-Sieg für Gifhorn stand. Der Erfolg sollte die Truppe für die beiden letzten Spiele beflügeln, so ging es noch um den besten dritten Platz der sechs Vorrundengruppen und damit um die Minimalchance des Finalrundeneinzugs. „Die Mannschaft bewies Moral“, zeigte sich Trainer Kalberlah angesichts der beiden Siege gegen Ostfriesland I (1:0) und Grafschaft-Bentheim (2:1) zufrieden.

Und so hieß es tatsächlich sensationell und zugleich historisch: Achtelfinale in der Endspielhalle. Grund genug zum Feiern. „Die Party konnte uns keiner mehr nehmen“, war Nachwuchsbeauftragter Korbinian Becker begeistert. Im Achtelfinale folgte jedoch der Dämpfer. Mit der Mannschaft des NFV-Kreises Jade-Weser I trafen die hiesigen Schiedsrichter auf einen Vorrundensieger und mussten sich mit 0:4 geschlagen geben.

Es wurde aber nicht nur Fußball gespielt. „Ziel der Veranstaltung ist die Stärkung der Kameradschaft untereinander sowie das Pflegen kreisübergreifender Netzwerke“, so Becker. Dafür tischte der Gastgeber Göttingen-Osterode einiges auf. Die am Abend vor dem Turnier ausgerichtete Abendveranstaltung moderierte Reporter-Legende Rolf Töpperwien, der sich in zwei Talkrunden mit Stargästen, darunter Weltschiedsrichterin Bibiana Steinhaus, unterhielt. „Es war ein toller Ausflug. Wir freuen uns auf das nächste Jahr“, unterstreicht Becker. Dass im Achtelfinale für die Gifhorner Mannschaft noch nicht Schluss sein muss, stellt Übungsleiter Kalberlah in Aussicht: „Wir haben ein junges Team, aus dem nur ein Spieler altersbedingt im kommenden Jahr nicht mehr teilnehmen darf. Die Jungs haben Potenzial für mehr!“

Weiterhin erfolgreich waren die Gifhorner Schiedsrichterinnen Vanessa Hintze und Lucie Lenz. Beide spielten für den Bezirk Braunschweig im Bezirksvergleich der Schiedsrichterinnen und holten sich mit ihrer Mannschaft den Turniersieg. „Dabei erzielten beide sogar Tore“, freute sich Becker.

Von Rouven Peter

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