Handball – Verbandsliga: Wittingen will gegen Lüneburg an guten Saisonbeginn anknüpfen

Das Hinspiel als Mutmacher

Heim- oder Auswärtsgesicht? In fremden Hallen blicken die Wittinger Handballer (Malte Sültmann/M.) dem Ball meist bange hinterher. Daheim soll Sonnabend gegen Lüneburg das Netz wieder zappeln. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Es war einmal. . . An alten Geschichten ist Axel Bühlow eigentlich nicht interessiert. Der Trainer der Wittinger Verbandsliga-Handballer lebt deutlich in der Gegenwart, schaut selten zurück. Vor dem Heimspiel gegen den HV Lüneburg (Sonnabend, 19.

15 Uhr) macht er aber eine Ausnahme.

Aus – so hofft Bühlow – gutem Grund. Nach drei Auswärtspleiten in Serie will er seine strauchelnden Spitzenreiter mit alten Geschichten wieder in die Erfolgsspur hieven. Mit der Geschichte vom Hinspiel in Lüneburg. Die Erinnerungen an den 31:30-Erfolg – Auswärts-Endpunkt des märchenhaften Starts der VfL-Herren – sollen die Wittinger beflügeln. „Da haben wir gezeigt, was uns stark macht“, meint Bühlow.

Jetzt im Rückspiel gegen die Salzstädter soll sein Team wieder an die kämpferische Leistungen des Saisonstarts anknüpfen. Anders als in der momentanen Situation habe sein Team da auch nach Rückschlägen „nie aufgegeben.“ Aber gerade die derzeitige eigene, mentale Schwäche („Wir brechen nach ein, zwei schwachen Situationen ein“) erlaubt es den meist konditionell und spielerisch unterlegenen Gegnern den Wittingern ein Bein zu stellen. „Die Gegner machen das mit Kampf und Einsatzwillen wett.“

Die Sorge, dass der HV weiteres Salz in die Wittinger Wunde streut, hat Bühlow in eigener Halle nicht. „Zum Glück zeigt die Mannschaft zwei Gesichter“, sagt Bühlow, dessen Team nicht nur wegen der jüngsten Negativerlebnisse vor einer Mammut-Aufgabe steht.

Lüneburg, so sagt Bühlow, sei „die körperbewussteste Mannschaft der Liga“. Gegen die langen Leute aus Lüneburg müsse sein Team schon mächtig gegenhalten. „Da kommt gewaltig etwas auf uns zu“, erklärt der Wittinger Coach, der ohne Marten Schultze, Andreas Witzke und Kai Lemke auskommen muss.

Entscheidend sei neben der kämpferischen Einstellung vor allem die Chancenverwertung. Über kleine Erfolgserlebnisse soll Wittingen wieder in die alte Verfassung zurückfinden. „Wir wollen uns den Frust der letzten Spiele von der Seele werfen“, sagt Bühlow, der nach einem Sieg sicher häufiger auf alte Geschichten über Lüneburg zurückgreifen wird.

Von Matthias Jansen

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