Fußball – Bezirkspokal, 1. Runde: Knesebeck schlägt Fallersleben verdient 3:1

Wer ist hier der Bezirksligist!?

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Da hilft auch keine Akrobatik: Der VfL Knesebeck (M. Andre Haven) ließ sich vom Bezirksliga-Neuling VfB Fallersleben nicht aufhalten und zog durch einen 3:1-Erfolg in die zweite Bezirkspokal-Endrunde. 

Knesebeck – Bad Harzburg beheimatete am gestrigen Sonntag nicht die einzige Galopprennbahn, auf der es zur Sache ging. Auf dem Ernst-Hiestermann-Platz galoppierten die Einhörner vollkommen verdient in die zweite Runde des Fußball-Bezirkspokals.

Trotz Kaltstarts war der Kreispokalsieger direkt auf Betriebstemperatur (wen wundert’s bei 30 Grad. . . ) und setzte mit dem 3:1 (1:0)-Erfolg über den VfB Fallersleben eine erste Duftmarke im Konzert der Großen.

Viele Zuschauer dürften sich zurecht die Frage gestellt haben: Wer ist hier der Bezirksligist!? Nicht etwa der Aufsteiger aus der Hoffmannstadt, sondern die Gastgeber bestimmten das Geschehen. VfL-Coach Detlef Weber konstatierte: „Wir hatten eine gute Spielanlage, hatten viel mehr Chancen und hatten eine höhere Laufbereitschaft.“ Gerade der letzte Punkt überrascht, startet Fallersleben doch in anderthalb Wochen in die Punktspielrunde, während Knesebeck noch vier Wochen Vorbereitungszeit hat. Sein Kollege sei auch „ein bisschen angepisst“ gewesen, meinte Weber. Er wiederum strahlte. Ein schöner Spielzug, erfolgreich abgeschlossen von Francesco Natale (42.), hatte Knesebeck die Pausenführung beschert.

Zu Testzwecken beorderte Weber Innenverteidiger Nils Mohr weiter nach vorn, „damit wir früher pressen und Druck auf den Ball kriegen“. Das allerdings schlug ein einziges Mal kurz nach Wiederbeginn fehl und schwupps nutzten die Gäste eine kleine Fehlerkette („Da kommen zwei, drei Leute zu spät“) zum prompten Ausgleich. Ein weiterer schöner Angriff über Natale und Felix Weitemeier spülte die Einhörner aber wieder nach vorn (63.), ein Eigentor „ohne Gegnerdruck“ besiegelte schließlich den Knesebecker Sieg.

Nun wartet der VfL gespannt auf den nächsten Widersacher. Weber: „Vielleicht kommt ja mein Wunschgegner...“ Gemeint ist Kästorf.

.  VfL Knesebeck: Szillat – Lüning (46. Roggenbach), Mohr, Michel, Weitemeier – A. Haven, Zierenberg – Jäkel (75. Müller), Natale, Gerke – Meinecke (46. Krebiel).

VON INGO BARRENSCHEEN

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