Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz enttäuscht beim 0:1 im Kellerduell gegen Vorsfelde auf ganzer Linie

Herz-Fehlgriff: Not unterliegt Elend

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Vollversammlung im Wahrenholzer Strafraum: In dieser Szene kann der VfL (v. l. Jan Reitmeier, Jannik Vespermann, Maurice Kutz, Julian Koch, Chris Hartmann und Lukas Camehl) die Vorsfelder Hereingabe noch klären, bei der spielentscheidenden Szene zum 0:1 allerdings nicht. 

Wahrenholz. Wenn schon ein Fußball-Fetischist wie Thorsten Thielemann die Lust an der schönsten Nebensache der Welt verliert, dann sagt das im Grunde alles.

Doch der VfL Wahrenholz kommt (zuhause) schlichtweg auf keinen grünen Zweig in der Fußball-Bezirksliga, verlor gestern das eminent wichtige Kellerduell gegen den SSV Vorsfelde II nach einer ganz schwachen Vorstellung mit 0:1 (0:0) und verharrt auf einem Abstiegsplatz.

Kein Wunder, dass der Trainer absolut bedient war. „Das war Not gegen Elend! Eigentlich ein typisches 0:0-Spiel.“ Doch zu allem Überfluss in der heiklen Situation unterlief Mats-Ole Herz, nach der Denkpause eine Woche zuvor wieder zwischen den Pfosten, zum wiederholten Male in dieser Saison ein Schnitzer, der bitterböse bestraft wurde. Der VfL-Keeper ließ einen Freistoß nach vorne abklatschen, Vorsfeldes Hawileh sagte im Abstiegskrimi dankeschön (63.). „Ohne diesen Torwart-Fehler hätten beide Mannschaften noch drei Stunden spielen können, die Partie wäre 0:0 ausgegangen. Doch die haben das Tor gemacht und wir stehen wieder da...“ Thielemanns Aussage versinnbildlichte das Niveau, das den Zuschauern am Taterbusch geboten wurde.

Die Wahrenholzer hatten gerade einmal eine gefährliche Szene zustande gebracht. Und das schon nach zwei Minuten. Lukas Camehl lief allein auf den SSV-Schlussmann zu. „Er hätte ihn noch fragen können, wo er ihn hin haben will“, unkte Thielemann. Doch sein Spieler vergab kläglich. Symptomatisch für den weiteren Werdegang. Wahrenholz und Vorsfelde ließen jeweils nichts anbrennen, weil die Offensivreihen auch rein gar nichts zustande brachten. „Wir hatten überhaupt keine Ideen“, haderte der VfL-Coach. Zudem praktizierte sein Team nahezu Standfußball. Null Bewegung bedeutete auch null Torgefahr. „Jeder der den Ball hatte, war die ärmste Sau!“

Und so dehnt sich der Heimkomplex in Schwarz-Gelb zu einer handfesten Taterbusch-Krise aus. Seine Riege hätte schlichtweg „das Problem, das Spiel selbst zu machen“. Weil Schlüsselfiguren fehlen.

Von Ingo Barrenscheen

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