Fußball – 1. Kreisklasse 1: Rühens Aufstiegs-Macher coacht bis Saisonende kriselnden FC Parsau

Henkes heimatliche Hilfsmission

20 Mann kamen gestern zum Auftakt-Training mit Sören Henke (M.), der von FC-Präsident Karl-Herrmann Polle (l.) und Fußball-Spartenleiter Marcel Krause vorgestellt wurde.
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20 Mann kamen gestern zum Auftakt-Training mit Sören Henke (M.), der von FC-Präsident Karl-Herrmann Polle (l.) und Fußball-Spartenleiter Marcel Krause vorgestellt wurde.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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ib Parsau. Gemeinsam mit einem Freund nutzte Sören Henke den gestrigen Feiertag zu einem Angel-Ausflug in Wesendorf. Und fing tatsächlich als Anfänger eine Forelle. Aber auch er selbst wurde gewissermaßen als dicker Fisch an Land gezogen.

Vom kriselnden Fußball-Kreisklassisten FC Parsau. Wie schon vielfach gemunkelt wurde, springt der Aufstiegs-Macher des SV BW Rühen bei den Germanen – nach deren jüngster Trennung von Trainer Niclas Pilz – als Feuerwehrmann ein.

Zunächst einmal bis Saisonende. Das stellte Henke in den Gesprächen mit den Parsauer Verantwortlichen direkt klar. Denn eigentlich liebäugelt Henke ab Sommer mit einem höherklassigen Posten im Kreis Wolfsburg. Dafür will er sich im kommenden Jahr auch mit der B-Lizenz weiterbilden. „Diese Hintertür lasse ich mir natürlich auf.“ Dennoch reizte ihn die zunächst als Übergangslösung ausgelegte Aufgabe beim FCP. Seinem Heimatverein, dem er seit 1995 – trotz langjährigem Exil in Rühen – als Mitglied treu ist. Und wo seine beiden Brüder Torben und Björn nicht nur in der ersten Herren mitspielen, sondern auch im Vorstand tätig sind. Das sei ohne Frage „eine besondere Situation“. Und in der Not wolle er den Club nicht im Stich lassen, wenngleich er alsbald andere Pläne verfolgt. „Die Herausforderung ist spannend, die Truppe wieder auf den rechten Weg zu bringen.“

Wirklich überrascht hat ihn der Anruf von Parsaus Spartenleiter Marcel Krause nicht. In der Vergangenheit hatten die Blau-Gelben immer mal wieder lose angefragt. Als sich nun die sportliche Situation zuspitzte (mittlerweile steht der selbst ernannte Aufstiegsaspirant auf einem Abstiegsplatz), wusste Henke, was kommt. „Es war eine Frage der Zeit. Dann kam der Anruf und mir war klar: Das ist es jetzt.“ Nach ein wenig Bauchpinselei sagte er dann auch schnell zu.

„Der Name lag schnell in der Luft“, gibt auch Spartenleiter Krause zu. Es sei die „naheliegendste und auch beste Lösung“ für den Verein gewesen. Denn Henke sei „ein klasse Trainer. Wir haben seine Arbeit in Rühen natürlich beobachtet.“ Auch aus der Mannschaft seien entsprechende Impulse gekommen. „Er ist von vielen der Wunschkandidat.“

Dieser soll nun dafür sorgen, dass die Parsauer „wieder in die Spur kommen“, so Krause. Die Tabellen-Schieflage hätte alle völlig unvorbereitet getroffen. „Wir haben da unten einfach nichts zu suchen“, bekräftigt der Spartenleiter. Das sieht auch Henke so: „Es ist außergewöhnlich bei der Qualität in der Mannschaft, dass sie Vorletzter ist. Es geht darum, sie schnell wieder unten rauszuführen.“

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