IK-Nachspielzeit: Coach-Urgestein startet beim SVJ eine Mission / Rühener Trainerteam geht ins nächste Jahr

Henke verlängert, Haase übernimmt Jembke

Jürgen Haase freut sich auf die Aufgabe in Jembke. Foto: mth
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Jürgen Haase freut sich auf die Aufgabe in Jembke.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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  • Michael Theuerkauf
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Die IK-Nachspielzeit steht diesmal etwas im Zeichen der T-Frage: Das T steht für Trainer. In Rühen setzt man auf Kontinuität, beim SV Jembke gibt es ab Sommer einen neuen und beim SV Eischott ist die Position nach dem vorzeitigen Aus von Markus Wäke noch vakant.

Das kommt überraschend: Der SV Jembke hat sich die Dienste von Jürgen Haase gesichert. Das Trainer-Urgestein übernimmt im Sommer das Amt beim Kreisklassisten – unabhängig davon, ob der SVJ die Klasse hält. Jembkes Spartenleiter Thomas Herberth nahm Anfang des Jahres den ersten Kontakt mit dem renommierten Coach auf. „Bereits da war eigentlich klar, dass Jürgen sehr gerne übernehmen und wir auch sehr gerne mit ihm möchten“, verrät Herberth. Haase hatte anfangs zwar leichte Bedenken (aufgrund des großen Altersunterschieds, denn die Jembker haben einen sehr jungen Kader). Doch andererseits besteht da auch der große Reiz. Herberth: „Ihm war die Begeisterung für die vielen talentierten Spieler anzumerken.“ Der 70-jährige Coach bestätigt Herberths Einschätzung: „Ich habe da Bock drauf und auch gemerkt, dass die jungen Spieler meine Ideen aufsaugen wollen.“ Es wird eine langfristige Mission in Jembke. „Wie lange ich das begleiten kann, weiß ich nicht“, so Haase, der aber das Fundament für die Zukunft legen möchte. Herberth freut sich über den Coach-Coup: „Er hat es über Jahre hinweg geschafft, Mannschaften auf ein neues Niveau zu heben. Ich bin mir sicher, dass er jeden einzelnen zu einem besseren Fußballer machen kann.“

Hand drauf: Rühens Trainerteam René Boße und Sören Henke schlugen auf ein weiteres Jahr ein.

Im Anschluss an den 5:1-Erfolg gegen den SV Tülau/Voitze haben sich der Spartenvorstand des SV Blau-Weiß Rühen und das Trainergespann um Cheftrainer Sören Henke und Co-Trainer René Boße auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit um eine weitere Saison geeinigt. Spartenleiter Michael Drechsler: „Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit den beiden und froh, ein so gut funktionierendes Trainergespann in unseren Reihen zu wissen.“ Auch der sportliche Erfolg stimmt. Unabhängig vom Abschneiden in dieser Saison und in welcher Liga – in der kommenden Saison soll der positive Weg fortgeführt werden. Derzeit ringt Rühen mit dem SV Westerbeck um die Meisterschaft. Für Henke, der damit in seine siebte Saison als Trainer in Rühen geht, wäre der mögliche Aufstieg in diesem Jahr jedoch die Krönung einer bisher ungeschlagenen Saison. In den kommenden Wochen geht es nun an die Kaderplanung für die neue Saison. Ziel ist es, die Mannschaft punktuell auf zwei Positionen zu verstärken.

„Was der abliefert, ist der blanke Wahnsinn“, war Wieland Bartels, Trainer des SV Teutonia Tiddische, entzückt von seinem Oldie Henrik Müller. Zwei Tore steuerte der Ur-Teutone beim wichtigen Sieg über Knesebeck II bei und war auch sonst der beste Mann auf dem Feld. Offenbar scheinen Worte wie Verschleiß oder Müdigkeit bei Müller nicht existent zu sein. Denn: Schon am Vormittag war er für die Altliga der Tiddischer im Einsatz. Da netzte er sogar gleich drei Mal ein. Doch Bartels konnte nicht nur loben und schob im Scherz nach: „Er hat auch einige liegen lassen. Da musste ich ihn erstmal fragen, was er da verbockt hat...“

Der Krisenstab hat getagt – und es steht auch eine Lösung in Aussicht: Doch Konkretes konnte und wollte der SV Eischott am gestrigen Montag noch nicht vermelden. Wie das IK zu Montag berichtete, plagen die Fußballer aus der 1. Kreisklasse 1 Zukunftssorgen. Trainer Markus Wäke hatte am Freitag seinen Hut genommen, die Mannschaft war im Anschluss nicht zum Punktspiel gegen den TSV Schönewörde angetreten. Bei der spontan anberaumten Sitzung am Sonntagabend kristallisierte sich zumindest ein Nachfolger für den verwaisten Trainerposten an – am Mittwoch soll in diesem Punkt Klarheit herrschen, kündigte Abteilungsleiter Ralf Krause an. Wie es überhaupt beim personell dünn besetzten Club weitergeht, wird sich zeigen. „Daran arbeiten wir intensiv“, bekräftigte Krause. Es bleibt also spannend rund um den SVE.

Das Blut floss in Strömen... Keine Angst. Das wird keine Horror-Story – ganz im Gegenteil. Bei der Blutspende-Aktion des Niedersächsischen Fußball-Verbands (NFV) und dem Deutschen Roten Kreuz beteiligten sich mehr als 8000 Fußballer. Im Ranking der abgegebenen Spenden landete der Wesendorfer SC auf einem bemerkenswerten fünften Platz. 118 WSC-Kicker ließen zu Ader. Als Anerkennung für die Spendenbereitschaft darf sich WSC nun auf neue Fußbälle freuen, die für Platz vier bis 18 ausgelobt wurden.

Das war doch noch einmal ein richtig schöner Abend. Die Privatbrauerei Wittingen hatte am vergangenen Freitag noch einmal die Halbfinalisten des 1. Hallenfußball-Turniers der Neuzeit um den Wittinger Cup zu einer Pokalnachfeier in das Besucherzentrum der Privatbrauerei Wittingen eingeladen. 

Die vier Halbfinalisten des Wittinger Cups waren zur Brauereibesichtigung geladen.

Hier konnte Peter Herrewig, Sportbeauftragter der Brauerei, knapp 80 Fußballer vom VfL Wittingen/Suderwittingen, VfL Knesebeck, VfL Vorhop und TuS Neudorf-Platendorf, die Schiedsrichter und die ehrenamtlichen Helfer des erfolgreichen Turniers begrüßen. Er freute sich besonders darüber, dass alle der Einladung gefolgt waren und damit die Bedeutung des Turniers hervorgehoben haben. Schon jetzt stehe fest, dass es vom 2. bis 4. Januar 2018 eine neue Auflage des Hallenfußball-Spektakels in der Wittinger Sporthalle geben werde. „Wir sind auf dem richtigen Weg, denn alle Mannschaften wollen sich wieder daran beteiligen“, so Herrewig, der den anwesenden Pokalsiegern vom VfL Wittingen noch einmal zum Sieg gratulierte. Als besondere Aufmerksamkeit überreichte er Mannschaftskapitän Sven Arndt einen bis zum Rand mit Wittinger Doppelbock gefüllten Siegerpokal, der sogleich durchgereicht wurde. Arndt bedankte sich auch im Namen der teilnehmenden Mannschaften für die Einladung in das Besucherzentrum und versprach, den Wanderpokal im nächsten Jahr erfolgreich zu verteidigen.

Gefangen in der Chancentod-Schleife... Jörg Hoffmann hätte am Wochenende fast ein Déjà-Vu erlebt. Der Coach des TuS Ehra-Lessien reiste am Sonnabend nach Berlin, um den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg im Auswärtsspiel bei Hertha BSC zu unterstützen – und sah Wolfsburger Wucher vor dem Tor. Das Haareraufen sollte sich tags darauf beim Spiel seiner Kicker wiederholen. Nicht nur Mario Gomez traf die Latte, der TuS vollbrachte dieses Kunststück sogar zweimal. „Gewisse Parallelen gibt es schon“, räumte Hoffmann ein. Immerhin wäre Ehra-Lessien wie auch die Wölfe noch nicht gerettet. Doch anders als die Profis gelang den Amateuren in der Nachspielzeit gegen den SV Barwedel noch der 1:1-Ausgleich. Hoffmann verspricht sich dadurch „den entscheidenden Ruck“ im Kampf um den Klassenerhalt.

Nicht schön – und auch nicht selten... Der VfL Wahrenholz entwickelt sich allmählich zum Spezialisten für dreckige Siege in der Bezirksliga. Jüngstes Beispiel: das 1:0 trotz Schnarch-Alarm im Derby gegen den TuS Neudorf-Platendorf. „Das ist schon eine kleine Stärke, die wir entwickeln“, schmunzelte Co-Trainer Benjamin Wrede. Wobei er direkt hinterschob: „Das wollen wir so nicht etablieren.“ In der jetzigen Situation sei kein Schönheitspreis gefragt – „wenn wir die Saison damit überleben, ist das so. Aber in der neuen Spielzeit wollen wir wieder anderen Fußball spielen.“ Gegen einen Schick-Kick hätten die Fans sicherlich nichts einzuwenden.

Von Ingo Barrenscheen und Michael Theuerkauf

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