Handball – Jugend-Relegation: WB liebäugelt mit Oberliga, MB zurückhaltend

Ein heißes Wochenende

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Ab durch die Mitte! Die weibliche B-Jugend der SG VfL Wittingen/Stöcken (am Ball Jule Lümmer) hofft auf die Oberliga-Qualifikation.

Wittingen – Eigentlich lockt das prognostizierte Hochsommer-Wetter an diesem Wochenende ins Freibad. Doch statt ins kühle Nass tauchen drei Teams der SG VfL Wittingen/Stöcken in die heiße Halle ein.

Runde zwei der Relegation zur Oberliga respektive Landesliga wartet auf die WB sowie die MB und MC.

Weibliche B-Jugend

Direktticket, Extrarunde oder Schlussstrich? Die Chancen auf die Oberliga stehen für die B-Jugend-Handballerinnen der SG VfL Wittingen/Stöcken bei 50 Prozent – und sind damit ungewöhnlich hoch. Denn obwohl der hiesige Nachwuchs am heutigen Sonnabend (ab 11 Uhr in Embsen) in einer Vierergruppe startet, qualifizieren sich die beiden besten Teams direkt. „Und da würden wir gerne dabei sein“, bekräftigen die Coaches Bianca und Lars Kamke. „Wir werden uns, obwohl wir der jüngere Jahrgang sind, nicht verstecken. Immerhin wäre dem Team schon in der ersten Runde fast die Überraschung gelungen. Dort allerdings kannte die SG VfL ihre Gegner – dieses Mal wird es eine Reise ins Ungewisse. Der MTV Embsen, SV Höltinghausen und die JSG Weserbergland sind Neuland.

Männliche B-Jugend

Mit Ach und Krach hat sich die MB der SG VfL Wittingen/Stöcken in diese zweite Chance auf die Oberliga gerettet – packt sie den Strohhalm nun auch am Schopf, um in der nächsten Saison womöglich im Konzert der Großen mitzumischen?

Trainer Dirk Dankert klingt angesichts des ernüchternden Einstiegs in die Relegation eher zurückhaltend vor dem Auftritt am heutigen Sonnabend (ab 10 Uhr) in Anderten. „Eine sehr starke Gruppe mit fünf Mannschaften. An diesem Tag muss schon alles passen, wenn wir da etwas bestücken wollen“, meint Wittingen/Stöckens Coach.

Neben Gastgeber TSV Anderten trifft der hiesige Nachwuchs auf die Sportfreunde Söhre, den MTV Geismar und den SV Stöckheim, der der SG VfL in der abgelaufenen Saison in der C-Jugend die Landesliga-Meisterschaft knapp vor der Nase wegschnappte. Dankert gibt sich bescheiden: „Wir gehen als Außenseiter in dieses Turnier und schauen, was geht. Es sind alle mit an Bord.“

Männliche C-Jugend

In der Brust von Volker Schneemelcher schlagen zwei Herzen. Abenteuer Landesliga oder doch lieber noch ein wenig Aufbauarbeit in der Regionsliga? In dieser Kernfrage ist sich der Coach der SG VfL Wittingen/Stöcken nicht sicher – und hat diesen geistigen Zwiespalt auch seinen Schützlingen mitgeteilt. Denn einerseits hätte der ältere 2005er-Jahrgang noch Aufholbedarf, andererseits soll das Talent der 2006/2007er gefordert und gefördert werden. Letztlich gibt Schneemelcher die Prämisse vor: „Wenn wir ein Fuß in die Tür kriegen, dann stoßen wir sie auch auf.“ Immerhin sind 215 Kilometer Anreise pro Strecke und sieben Stunden Turnierverlauf (bei gut 30 Grad!) kein Pappenstiel, es soll sich auch lohnen.

Wobei er als Favoriten auf Platz eins (nur der geht mit der direkten Landesliga-Qualifikation einher) am morgigen Sonntag in Volkmarshausen (ab 11 Uhr) die Lokalmatadoren von der JSG Münden/V. einschätzt aufgrund der Ergebnisse aus der ersten Runde. Platz zwei würde immerhin zu einem weiteren Auslese-Verfahren führen.

Ihr Auftaktspiel bestreitet die SG VfL um 12 Uhr gegen die HG Rosdorf-Grone, die für die spontan zurückgezogene HSG Nord Edemissen nachgerückt ist. Dieser Fakt „erhöht vom Bauchgefühl her unsere Chancen“, glaubt Schneemelcher. Ohne auch nur einen Gegner wirklich einschätzen zu können. „Das ist eine kleine Wundertüte.“ Weiterer Widersacher ist die JSG Weserbergland II.

VON INGO BARRENSCHEEN

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