Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz zuhause noch sieglos / Erster Dreier soll gegen Neudorf-Platendorf her

Den Heimfluch endlich brechen

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Im Bezirkspokal behielt der VfL Wahrenholz (2.v.l. Daniel Müller) die Oberhand. Nun kommt es zum Wiedersehen in der Meisterschaft. Das gleiche Ergebnis würde VfL-Coach Thorsten Thielemann sofort unterschreiben.

Wahrenholz. Von einem Rumpfteam kann schon nicht mehr die Rede sein. Mittlerweile ist es schon mehr als das. Der VfL Wahrenholz pfeift aus dem allerletzten Loch.

Das war bei der 0:3-Pleite im Bezirkspokal gegen den Landesligisten TSV Hillerse der Fall und wird sich vermutlich auch nicht bis Sonntag (14 Uhr) zu der Partie in der Bezirksliga ändern. Dann empfängt das Team vom Taterbusch den TuS Neudorf-Platendorf.

„Ich kann erst heute Abend nach dem Abschlusstraining sagen, wie viele Spieler ich für die Partie zusammenhabe“, seufzte VfL-Coach Thorsten Thielemann, der wahrlich kein Trainer ist, der bei jedem kleinsten Ausfall sofort am jammern ist. Doch: „Ich bin jetzt schon seit 20 Jahren mit von der Partie an der Seitenlinie. Doch das habe ich wirklich noch nie erlebt – so eine radikale Verletzungsmisere.“ Neben den vielen Langzeitinvaliden stehen weiterhin die Einsätze von Jan-Patrick Schön und Maurice Kutz auf der Kippe. Das Duo musste bereits kurzfristig das Pokalduell gegen den TSV Hillerse absagen.

Dennoch blickt Thielemann nach vorn, ihm bleibt schließlich auch keine andere Wahl. Der VfL Wahrenholz steht mit zwölf Zählern auf dem vorletzten Rang, ist am heimischen Taterbusch weiterhin sieglos. Aber zumindest haben die Schwarz-Gelben gute Erinnerungen an den kommenden Kontrahenten. Denn im Bezirspokal standen sich der VfL und TuS Neudorf-Platendorf bereits gegenüber. Mitte August entschieden die Wahrenholzer die Begegnung mit 3:1 für sich. „Wir treffen auf eine abgezockte Truppe, die körperlich robust agiert und mit allen Wassern gewaschen ist“, so Thielemann, der sich aufgrund der Tabellensituation etwas verwundert die Augen reibt. „Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass der TuS zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schon 21 Punkte zusammen hat. Doch das zeigt auch wieder, was in der Bezirksliga möglich ist.“

Es sei für sein Team von Vorteil, dass Neudorf-Platendorf eine Mannschaft ist, die auch mitspielt und sich nicht nur hinten versteckt. „Gegen tiefstehende Gegner haben wir bislang versagt. Daher kommt uns die Taktik dann doch mehr entgegen.“

Von Jannis Klimburg

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