Hallenfußball – 21. Volksbank-Cup, Gruppe A: Knesebeck fängt Ohretal noch haarscharf ab / HSV als Zweiter weiter

„Heikle Geschichte“: VfL happy, FCO geknickt

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Der VfL Knesebeck (3.v.l. André Haven) kam nur sehr schwerfällig auf Betriebstemperatur. Doch im finalen Duell gegen den FC Ohretal behielten die Einhörner die Oberhand und qualifizierten sich somit für die Endrunde in Beetzendorf.

Wittingen. Ausgepumpt – ausgeschieden. Die Spieler des FC Ohretal sanken nach dem bittersüßen Aus zum Auftakt des 21. Volksbank-Hallenmaster-Cups am gestrigen Abend geknickt zu Boden.

Stolze acht Punkte reichten dem frechen Außenseiter in der Todesgruppe A nicht für eines der drei Endrunden-Tickets. Weil die Ohretaler im Alles-oder-nichts-Spiel gegen den VfL Knesebeck ihre einzige Pleite (0:1) kassierten. So hefteten sich die Einhörner doch noch auf den letzten Drücker an die Zwischenrunden-Fersen ihres Vorjahres-Finalgegners TuS Bodenteich und des SV Hankensbüttel.

Ohretal (l.) strich mit acht Punkten unglücklich in der Gruppenphase die Segel. Der HSV (Julius Fricke) ist indes weiter.

Die Konstellation auf der Zielgeraden der Gruppe A: Sie war hochdramatisch. Ohretal hätte gegen Knesebeck ein Unentschieden gereicht. Doch Andre Haven zerstörte den Traum des FCO und seines roten Blocks auf der Tribüne. Dieser wird stimmungstechnisch in jedem Fall fehlen am Sonntag beim Showdown in Beetzendorf. „Raus mit Applaus“, traf Ohretals Coach Matthias Bock den Nagel auf den Kopf. „In der Gruppe mit der Punktzahl raus – wir haben uns einen gewissen Respekt erspielt und gegen jeden Gegner mitgehalten. Keiner hat mit uns gerechnet.“ In der Tat trotzte die rot-grüne Fußball-Koalition Titelverteidiger Bodenteich ein 0:0 ab und schlug auch den HSV 1:0.

Derweil stieß Detlef Weber einen tiefen Seufzer der Erleichterung aus. Knesebecks Trainer sprach von einer „heiklen Geschichte. Das war Spannung pur.“ Wobei ihm dieser Nervenkitzel im Grunde schon im Vorfeld bewusst gewesen war angesichts der megastark besetzten Division. Schon 2017 hatten die Einhörner anfangs gelahmt – so auch dieses Mal. Zwei Pleiten zu Beginn („Da passte wenig“) setzten den amtierenden Volksbank-Cup-Vize „wahnsinnig unter Druck“, räumte Weber ein. Der VfL musste im Anschluss alles gewinnen. Und tat es auch. Der Coach bilanzierte nach dem Happy End: „Ob als Erster oder Dritter weiter, ist egal.“

Hankensbüttel verpasste in seinem persönlichen Endspiel den Gruppensieg gegen Bodenteich (3:5). Der Uelzener Bezirksligist hätte die „Unordnung ausgenutzt“, die HSV-Übungsleiter Richard Matis in allen Spielen wahrgenommen hatte. Grundsätzlich seien seine Schützlinge aber „heiß auf die Halle“ und wollen das auch in Beetzendorf demonstrieren. „Unsere Offensive war ja gewohnt gut.“

Das konnte der Wesendorfer SC nur bei seinem versöhnlichen Abschluss behaupten. Beim Kampf gegen die Rote Laterne drehte der WSC gegen Adler Jahrstedt dann noch einmal auf (7:2) nach einem eher enttäuschenden Auftritt. „Ich habe den Jungs gesagt: Als Letzter will ich mich nicht verabschieden“, so Coach Julian Hoppe. Ansonsten seien die anderen Teams aber „griffiger und hungriger“ gewesen als der WSC-Generationen-Mix (vier Ü30-Spieler plus vier 18-Jährige).

Von Ingo Barrenscheen

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