Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz verliert erstmals zuhause / „Klar in Krise“

Harte Standard-Pleite(n)

Und hüpf... Wolfsburgs Jaroslav Detko (Nummer 19) trifft mit diesem abgefälschten Freistoß zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung in Wahrenholz. Foto: Barrenscheen

Wahrenholz. Seine Spieler hatten allesamt „dicke Füße“. Volker Streilein einen dicken Hals. Auslöser für die Krawatte waren am gestrigen Sonntag der Schiedsrichter und das sich verfestigende Formtief des Fußball-Bezirksligisten VfL Wahrenholz.

Das 2:3 (0:2) gegen den rustikalen TSV Wolfsburg bedeutete nicht nur die vierte Pleite in den letzten fünf Spielen, sondern auch die erste Heimniederlage der Saison!.

Im ersten Moment des festsitzenden Frusts wetterte Streilein gegen den Unparteiischen. Wolfsburgs Spielweise sei „ätzend“ bis „dreckig“ gewesen. Konsequenzen gleich null. Außer einer Arie von Freistößen, die aber allesamt verpufften.

Ganz im Gegensatz zu den Gästen. Drei Standards, drei Tore, drei Punkte beim Tabellenzweiten. „Wir haben geschlafen“, nannte der Wahrenholzer Übungsleiter dann den wahren Grund für das neuerliche Negativerlebnis. Wolfsburg probte praktisch den Zwergenaustand: Spielertrainer Younes Zaibi traf gleich zweimal per Kopfball. „Der Typ ist 1,60 Meter groß“, tadelte Streilein seine abwesenden Abwehrhünen. Beim 0:2 kam zur Schlafmützigkeit auch noch Pech hinzu: Ein Freistoß, der laut Streilein keiner war, wurde von der Mauer abgelenkt. „Normal hält den unser Keeper Bastian Mechelk, aber der Ball ist auf dem holprigen Boden über seine Hände gesprungen...“

So ist es halt, wenn’s nicht läuft. Mechelk meinte zur Pause: „Wir sind das Gladbach der Bezirksliga.“ Das konnte sein Coach nur unterschreiben. Gestört durch die Permanent-Fouls fand Wahrenholz einfach nicht zu seinem Spiel. Es hat sich augenscheinlich rumgesprochen, dass den Schwarz-Gelben mit harter Spielweise beizukommen ist. Und dennoch wurde es nochmal spannend. Jan-Patrick Schön, der in der ersten Hälfte schon elfmeterreif gelegt worden war und wenig später aus fünf Metern eigentlich blind hätte treffen müssen, sowie Brian Kressler verkürzten jeweils. Doch in der Schlussphase sprang für den VfL nichts mehr heraus. So konnte Streilein auf die übergreifende Frage nur beipflichtend nicken: „Klar sind wir in der Krise.“

Von Ingo Barrenscheen

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