Jugendfußball – Streifzug: Gleich zwei Knesebecker Teams nach unglücklichen Pleiten konsterniert / Fallrückzieher in F-Jugend!

Hankensbüttel siegt nach Schema E(ckball)

Immer einen Schritt zu spät: Die c-Junioren der JSG Hankensbüttel (M.) mussten sich im vorweggenommenen Meisterschafts-Endspiel gegen Meinersen klar 0:4 geschlagen geben. Foto: Feith

Eckball-Spezialisten aus Hankensbüttel, ein faszinierender Fallrückzieher in der F-Jugend und konsternierte Knesebecker nach einem Wechselbad der Gefühle: Der Jugendfußball hatte am Wochenende im Isenhagener Land einiges zu bieten.

c-JUN. A-STAFFEL

JSG Hankensbüttel –

SV Meinersen 0:4 (0:1)

Vergeigt! Im vorweggenommenen Endspiel der zwei heißesten Meisterschaftsaspiranten erwischte Hankensbüttel einen gebrauchten Freitagabend. „Das ging komplett in die Hose“, seufzte Coach Sven Hardel nach dem 0:4. Meinersen präsentierte sich als weitaus griffiger und zweikampfstärker, die Gastgeber indes standen meist zu weit weg von den Gegenspielern. Drei Gegentore fielen obendrein noch per Fernschuss. Da die SVM auch noch einen Elfmeter verschoss, konnte sich auf Hankensbütteler Seite am Ende niemand über die unerwartet klare Schlappe beschweren.

D7er-Jun. Kreisliga

VfL Wittingen/S. –

VfR Wilsche-N. 5:0 o. Sp.

Déjà-Vu für Wittingen: Wie schon im Hinspiel, so sagte Wilsche auch dieses Mal bereits drei Tage im Voraus die Partie ab. Offenbar Muffensausen vor dem Meisterschaftsfavoriten. VfL-Coach Klaus-Peter Grünheid war wenig erbaut: „Das Verhalten finden wir nicht gerade sportlich, aber wenn das deren Philosophie für die Jugendarbeit ist, dann müssen wir das so akzeptieren...“

E-Jun. B-Staffel

VfL Knesebeck –

MTV Isenbüttel 3:5 (1:2)

Ein Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte. Knesebeck stand dicht davor, Spitzenreiter Isenbüttel zu stürzen, am Ende aber doch mit leeren Händen da. Die Gäste gingen sehr schnell 2:0 in Führung. Dann wendete sich das Blatt. Doch zunächst nutzte nur Sandro Kabrolat eine der vielen VfL-Chancen bis zur Pause zum Anschlusstreffer. In der zweiten Hälfte versuchte der Klassenprimus, das Spiel wieder an sich zu reißen, doch Knesebeck hielt dagegen und führte durch Tim Krebiel und Jan Marek Niebuhr die Wende herbei. Doch offenbar hatte die Aufholjagd zu viel Kraft gekostet, denn die Isenbütteler nutzten ihre konditionellen Vorteile zu drei Toren in den letzten fünf Minuten.

e-JUN. A-STAFFEL

JSG Weyhausen –

SV Hankensbüttel 2:3 (1:0)

Ein hartes Stück Arbeit mit Happy End für Hankensbüttel. Ein Fehler im Spielaufbau hatte die Führung für Weyhausen begünstigt (10.). Der HSV nun verunsichert und ohne Patentrezept im Angriff gegen das kompakt stehende Heimteam. Die zweite Halbzeit begann dann mit einem Paukenschlag: Marvin Schiller traf nach einer Ecke zum Ausgleich. Zwei Minuten später, wieder eine Ecke, wieder ein (Eigen-)Tor. Das 2:1 beflügelte den HSV. Praktisch nach Schema E(ckball) erzielte Marvin Schiller auch das dritte Tor nach einem ruhenden Ball an der Fahne! Da Timo Schiller das Leder nur ans Lattenkreuz drosch, wurde es nach Weyhausens Anschlusstor nochmal eng für Hankensbüttel. „In der Schlussphase entwickelte sich ein hochdramatisches Spiel“, schilderte HSV-Trainer Andreas Schiller. Mit Glück und Geschick rettete sein Team den Sieg über die Zeit.

JSG Platendorf –

VfL Knesebeck 5:4 (2:4)

Oh, wie ist das bitter... Trotz 3:0- und 4:2-Führung zur Pause schlichen die Knesebecker Kicker nach dem Schlusspfiff bedröppelt vom Platz. Dabei hatte alles so verheißungsvoll begonnen: Der VfL legte los wie die Feuerwehr und hatte nach einer Viertelstunde schon dreimal zugeschlagen. „Doch dann kam es ganz schlimm für uns“, haderte Coach Jürgen Quade. Es fielen drei Stammspieler aus und obendrein verkürzte Platendorf/Triangel auf 3:2. Nervenbalsam unmittelbar vor dem Pausenpfiff: das 4:2 für Knesebeck. Ausgerechnet ein Pfostenschuss von Jörn Kruse erwies sich als Initialzündung für den Gegner. Binnen drei Minuten fiel der 4:4-Ausgleich. Knesebeck blies zur Schlussoffensive – und wurde in der Schlussminute gnadenlos ausgekontert...

VfL-Tore: Jörn Kruse (3), Kilian-Joel Müller.

F-Jun. A-Staffel

JSG Hankensbüttel –

JSG Südkreis 1:5 (0:2)

Wie schon gegen Calberlah lag das große Problem der Hankensbütteler in der fehlenden Grundschnelligkeit einiger Defensivkräfte. Dies nutzte die JSG Südkreis eiskalt aus. Ein ums andere Mal wurde die Abwehr überlaufen. Quittung: das 0:2 zur Pause. Nach der Halbzeit das gleiche Bild: Südkreis riss die Hankensbütteler Defensive über außen mit schnell vorgetragenen Angriffen immer wieder auf und erhöhte so auf 4:0. Mattis Wiemer gelang nach schönem Zusammenspiel mit Jan Niklas Reinhardt noch der Ehrentreffer. Fazit von Trainer Ulrich Wiemer: „Das Sorgenkind Abwehr muss für das nächste Spiel durch Umstellungen stabilisiert werden, ansonsten droht wieder ein Punktverlust.“

F-Jun. B-Staffel

VfL Wittingen/S. –

MTV Isenbüttel 3:5 (3:3)

Tempo und (Traum-)Tore: Diese Partie hatte es in sich! Obwohl die gesamten Wittinger Spieler am Vormittag in der Schule am Unicef-Spendenlauf (das IK berichtete) teilgenommen hatten, war noch genügend Kraft über, um am Nachmittag dem Tabellenführer MTV Isenbüttel einen packenden Kampf zu liefern. Luis Grünheid brachte den VfL in Front, doch das Blatt wendete sich. Das 3:1 erzielte ein Isenbütteler sogar per Fallrückzieher. „Unglaublich im F-Junioren-Bereich“, staunte Trainerin Heike Grünheid. Wittingen steckte aber nicht auf, sondern kam durch Maximilian von Magnis und Luis Grünheid zur Pausen-Patt-Situation. Doch direkt nach Wiederbeginn das 3:4 nach einer Unachtsamkeit. Als der VfL schließlich alles nach vorne warf, fing er sich den tödlichen Konter. Grünheid: „Ein Punktgewinn wäre aufgrund der starken kämpferischen Leistung verdient gewesen.“

Von Ingo Barrenscheen

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