Gades warnt vor dem Schlusslicht

Handball – Verbandsliga Herren: Wittingen/Stöcken zu Gast bei Nienburg II

Wichtiger Eckpfeiler fehlt: Ohne Sebastian Schulze (am Ball) muss die SG VfL Wittingen/Stöcken beim Tabellenletzten HSG Nienburg II auskommen.
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Wichtiger Eckpfeiler fehlt: Ohne Sebastian Schulze (am Ball) muss die SG VfL Wittingen/Stöcken beim Tabellenletzten HSG Nienburg II auskommen. 

Liebenau – Auf dem Papier sieht es zunächst nach einer eindeutigen Angelegenheit aus für die SG VfL Wittingen/Stöcken. Doch Trainer Christian Gades warnt vor dem kommenden Auswärtsspiel in der Handball-Verbandsliga.

Denn unterschätzen solle seine Mannschaft heute Abend (19.30 Uhr) die Reise zum Tabellenletzten HSG Nienburg II nicht.

Dass das Schlusslicht mal nicht eben im Vorbeigehen von der Platte gefegt wird, belegt auch der Spielverlauf aus dem Hinspiel. Die SG VfL ging zwar am Ende mit einem 26:21-Sieg vom Parkett. Doch erst gegen Ende der Partie konnten sich die Brauereistädter absetzen. „Im ersten Durchgang haben sie uns ordentlich Paroli geboten. Daher sollten wir gewarnt sein“, so Gades, der heute Abend nur auf Linksaußen Sebastian Schulze verzichten muss.

Dennoch gehen die Gäste natürlich als klarer Favorit in die Begegnung. Auch weil die Wittinger sich zurzeit in bestechender Form befinden. Die zurückliegenden vier Partien konnten allesamt gewonnen werden. Und das teilweise mit deutlichem Vorsprung. Wie in den beiden Auswärtsmatches, als die SG VfL jeweils 38 Treffer erzielte.

„Wenn wir unser Potenzial wieder abrufen können, mache ich mir auch keine Sorgen, dass wir die Partie gewinnen werden“, so Gades, der die Schwächen der Reserve vor allem in der Defensive sieht. „Hinten sind sie anfällig. Wir müssen ihnen mit schnellen Tempogegenstößen den Zahn ziehen.“

Sollte das gelingen, würde die SG VfL Wittingen/Stöcken den zweiten Platz behaupten. Für den Trainer der Brauereistädter sei es jedoch nur eine „schöne Momentaufnahme. Ich muss keinen von den Jungs wieder auf den Boden holen. Sie wissen die Lage mit ihrer großen Erfahrung ganz gut einschätzen zu können.“ Kein Wunder, denn es kann auch rasch wieder ins Tabellenmittelfeld zurückgehen. Zwischen dem zweiten und siebten Rang liegen zurzeit lediglich zwei Zähler.

Doch Fakt ist: Über einen weiteren Sieg würde sich Gades bestimmt nicht beschweren. Und der scheint – zumindest auf dem Papier – realisierbar beim Schlusslicht HSG Nienburg II.

VON JANNIS KLIMBURG

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