Doch der Verein handelt sich bei Gegnern erste Verlegungs-Körbe ein

Auf Konflikt-Kurs zum HVN: SG VfL Wittingen/Stöcken will im Januar nicht spielen

Betretene Mienen bei den Verantwortlichen der SG VfL Wittingen/Stöcken: Die Trainer wie Dirk Dankert (r.) von der MA würden den Saison-Timeout im Handball gerne über den kompletten Januar verlängern aufgrund der Corona-Situation. Womöglich schenken die Teams Spiele ab.
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Betretene Mienen bei den Verantwortlichen der SG VfL Wittingen/Stöcken: Die Trainer wie Dirk Dankert (r.) von der MA würden den Saison-Timeout im Handball gerne über den kompletten Januar verlängern aufgrund der Corona-Situation. Womöglich schenken die Teams Spiele ab.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Kommt es wirklich zu Streik-ähnlichen Härtefällen? Stand Montag, 3. Januar 2022, hält der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) weiterhin an seinem Re-Start-Plan ab dem kommenden Wochenende fest trotz der brisanten Corona-Lage. Die SG VfL Wittingen/Stöcken will da allerdings im wahrsten Sinne des Wortes nicht mitspielen.

Vereinsführung wie Trainer hätten sich „einstimmig dafür ausgesprochen, bis zum 31. Januar auf den Spielbetrieb zu verzichten“, erklärte Abteilungsleiter Kai Schüttenberg auf IK-Nachfrage. Für die ersten beiden Spieltage des neuen Jahres auf Landesebene hat der Klub daher an die entsprechenden Gegner Verlegungs-Anträge gestellt. Doch die erhoffte Kooperation stellt sich nicht in allen Fällen ein...

Insgesamt handelt es sich zunächst um sieben Wittingen/Stöckener Begegnungen, die möglichst anders terminiert werden sollen. Der Status quo gestaltet sich unterschiedlich: Als Erstes wäre am kommenden Sonntag, 9. Januar, eigentlich die männliche B-Jugend in der Landesliga mit dem Gastspiel beim TSV Daverden an der Reihe. Mit Blick auf diesen Opener sei der Verein „gerade noch in Verhandlungen, der Gegner ist aber bereit“, teilte Jan Schmidt vom SG VfL-Vorstand mit. Ähnlich positiv gestaltet es sich beim Auftaktmatch der ersten Damen gegen den MTV Braunschweig und der männlichen A-Jugend gegen den TSV Auetal (beide 16. Januar). So weit, so gut.

Wir haben uns im Verein einstimmig dafür ausgesprochen, bis zum 31. Januar auf den Spielbetrieb zu verzichten und dementsprechend Verlegungs-Anträge für die ersten beiden Wochen gestellt. Wir hoffen auf Kooperation der anderen Vereine.

Wittingen/Stöckens Handball-Chef Kai Schüttenberg

Doch Wittingen/Stöckens Handballer haben sich auch schon drei Körbe eingehandelt mit ihrem Ansinnen. Während sich Herren-Widersacher HBV 91 Celle bis gestern noch nicht geruckt hatte, lehnten die Kontrahenten der weiblichen A-Jugend (SV Garßen-Celle/15. Januar), weiblichen C-Jugend (Northeimer HC, 16. Januar) und auch der Zweit-Rivale der MB (Jugendhandball Wümme, 16. Januar) eine Spielverlegung ab.

Sollten die SG VfL-Teams auf ihren Standpunkt beharren, sind Punktverluste am Grünen Tisch vorprogrammiert. Denn die HVN-Durchführungsbestimmungen lassen eine Absetzung eines festgelegten Spieltermins wegen Corona nur zu, wenn die zuständige Gesundheitsbehörde für mindestens sechs der in den vorherigen drei Partien eingesetzten Spieler eine Quarantäne angeordnet hat. Um diese Verzichts-Einbußen umgehen zu können, hilft entweder nur eine verlängerte Saison-Unterbrechung seitens des HVN durch eine Neubewertung der Situation – oder ein Sinneswandel bei den hiesigen Mannschaften.

SG VfL: Trainingsstart erst parallel mit Schulbeginn

An und für sich hätten die Handballteams der SG VfL Wittingen/Stöcken auf Geheiß der Stadt Wittingen in dieser Woche schon wieder in die Gelbe und Blaue Halle gedurft. Die zuletzt gesperrten Spielstätten sind wieder geöffnet. Doch der Trainings-Betrieb des Vereins wird erst ab kommenden Montag, 10. Januar, wieder aufgenommen. Weil dann auch die Weihnachtsferien enden und die Nachwuchsakteure durch die Rückkehr in die Schulen regelmäßig getestet werden. Das vereinfacht für die SG VfL das Prozedere und erhöht den Sicherheits-Gedanken angesichts der Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus. Die Übungseinheiten werden dann unter 2G-Regeln vorgenommen. Das gibt die aktuelle Verordnung her – diese sieht lediglich vor, dass pro Sportausübenden ein Platz von zehn Quadratmetern vorzusehen ist. Dafür sind die hiesigen Hallen allemal ausgelegt. Anders als den Spielbetrieb will Wittingen/Stöcken das Training wieder hochfahren, weil dort nur die bekannten, überschaubaren Gruppen zusammenkommen. 

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