„Bei Corona-Zahlen besteht hohes Risiko“

Handball: SG VFL Wittingen/Stöcken will auch im Februar nicht spielen!

Die Action muss weiterhin warten: Auch im Februar wollen die Handballer der SG VfL Wittingen/Stöcken ihren Spielbetrieb nicht wieder aufnehmen.
+
Auf Tuchfühlung mit Gegnern wollen die Handball-Landesliga Teams der SG VfL Wittingen/Stöcken (hier die WC mit Julia Kahrens (r.)) auch im Februar möglichst nicht gehen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
    schließen

Wittingen – Nein, die Corona-Pandemie macht selbstredend nicht einfach an der Februar-Schwelle plötzlich halt. Im Gegenteil: Sie wird immer schlimmer. Deshalb hat sich am Grundsatz der Handballer von der SG VfL Wittingen/Stöcken nichts geändert. Der Verein will, so der Tenor der jüngsten Trainer-Sitzung, mit seinen sieben Landesliga-Teams auch im kommenden Monat möglichst weiter keine Spiele bestreiten. Nur: Irgendwann droht Termin-Knappheit.

„Darauf habe ich in der Runde hingewiesen, dass es schwierig wird und man dann zwangsläufig in der Woche spielen müsste“, sagt Jan Schmidt aus dem SG VfL-Vorstand. Nichtsdestotrotz seien sich „größtenteils alle einig, dass bei den vorherrschenden Corona-Zahlen ein relativ hohes Risiko besteht. Im letzten Jahr wurde bei einer Inzidenz von 100 oder 150 alles abgeblasen, jetzt haben wir das Zehnfache – und es geht weiter. Das kann keiner nachvollziehen, warum der HVN auf Biegen und Brechen den Spielbetrieb so durchführen will. Es gibt ja bei uns auch keine wirtschaftlichen Aspekte wie vielleicht in der Verbands- oder Oberliga“, gibt Schmidt das allgemeine Unverständnis der Wittingen/Stöckener Handballer wieder. Die Sturheit des Verbands sei, gerade mit Blick auf die Jugend, „fragwürdig“.

Der weitere Werdegang im Klub sieht wie folgt aus: Bis Ende der Woche sollen die Übungsleiter in ihre jeweiligen Mannschaften reinhorchen, wer überhaupt bereit ist, unter den derzeitigen Bedingungen zum runden Leder zu greifen und „inwieweit ein Spielbetrieb darstellbar ist“. Immerhin könnten bei den Nachwuchsriegen auch viele Eltern ihr Veto einlegen. Die erste Herren wird sich im Zuge des Trainings heute Abend beratschlagen. Die Ergebnisse bilden dann die Grundlage für die Vorstands-Sitzung am Montag.

Parallel sollen die Coaches aber schon einmal bei den kommenden Gegnern vorfühlen, inwieweit sich eine Verlegung, etwa in den April, realisieren lässt. Am Wochenende 5./6. Februar müssten theoretisch alle sieben SG VfL-Teams wieder auf die Platte. Vier davon sogar zuhause in der Gelben Halle. Dafür wäre dann ein überarbeitetes Hygiene-Konzept vonnöten.

Den kommenden Monat noch zu blockieren, würde in den Augen Schmidts „vielleicht noch klappen“ beim Blick auf den Kalender. Eng würde es bei der Suche nach Ausweichterminen aber dennoch werden. Zumal sich die Tabellen immer weiter verzerren. Er würde sich vom HVN, speziell für die Jugend, ein Modell wie bei der Handball-Region Südost-Niedersachsen wünschen, in der einfach nur die Hinrunde zu Ende gespielt wird.

Mehr zum Thema

Kommentare