1. az-online.de
  2. Sport
  3. IK-Sport

Stabil und willensstark: SG VfL rührt gegen Bergen Beton an

Erstellt:

Von: Ingo Barrenscheen

Kommentare

Sie mussten ordentlich einstecken, teilten aber auch mit einer massiven Deckung aus: Wittingen/Stöckens Handballer (Leon Grupe) ließen sich von Bergen nicht beeindrucken.
Sie mussten ordentlich einstecken, teilten aber auch mit einer massiven Deckung aus: Wittingen/Stöckens Handballer (Leon Grupe) ließen sich von Bergen nicht beeindrucken. © Barrenscheen, Ingo

So startet man doch gerne ins Wochenende: Die Handballer der SG VfL Wittingen/Stöcken lieferten am Freitagabend gegen Bergen eine tadellose Vorstellung ab und siegten.

Stabil. Was die Jugend heutzutage als Vokabel benutzt, um irgendetwas als cool oder gut zu titulieren, heißt in der eigentlichen Bedeutung so viel wie strapazierfähig, in sich konstant bleibend. Egal, in welchem Sinn der Begriff nun seine Anwendung finden mag, aber der Auftritt der Handball-Herren von der SG VfL Wittingen/Stöcken am Freitagabend war in jederlei Hinsicht stabil. Nahezu konstant rührte der Landesligist beim eindrucksvollen 28:20 (12:11)-Sieg über den Titel-Mitkonkurrenten TuS Bergen hinten Beton an.

Gebetsmühlenartig spricht das Trainergespann Manfred Busch/Jan Schmidt von Saisonbeginn an von einer sattelfesten Abwehr als das A und O. „Wir sagen es immer. Heute hat man es gesehen. Wir haben der Mannschaft in der Kabine eben deshalb auch ein großes Lob ausgesprochen“, betonte Busch. Den Ex-Verbandsligisten bei nur 20 Toren zu halten – „das zeigt, wie stark unsere Deckung war. Damit haben wir Bergen den Zahn gezogen“, strahlte der Cheftrainer.

Wenn man den Willen jedes einzelnen so sieht, dann ist das ein gutes Zeichen.

SG VfL-Coach Manfred Busch nach dem Sieg über Bergen

Die unverwüstliche Widerstandskraft demonstrierte die SG VfL von Beginn an. Die Schwachstelle der Vorwoche, das Deckungszentrum, merzten die Brauereistädter gekonnt aus. Nur kurzweilen unmittelbar auf der Zielgeraden der ersten Halbzeit wirkte es für einen kurzen Augenblick so, als sollten doch noch ein paar Schlendrian-Überbleibsel überlebt haben. Die Gäste durften so auf 12:11 verkürzen.

Wenn es überhaupt eine Schwächephase gewesen sein sollte, dann verflog sie so schnell wieder, wie sie gekommen war. Wittingen/Stöcken strömte aus jeder Pore den Antrieb aus, diese Big Points einzustreichen. Das imponierte auch Busch: „Das war eine klare Steigerung zur Vorwoche. Wenn man den Willen jedes einzelnen so sieht, wie die Mannschaft sich puscht, dann ist das ein gutes Zeichen.“ Dabei fehlte der SG VfL der halbe Rückraum (Torsten Meyer, Kai Lemke, Hinnerk Cordes). Doch das machten die Wittingen/Stöckener mit „super Bewegungen im Angriff“ (Busch) wett. „Wir waren sehr variabel. Die Bergener haben uns wehgetan, es hätte die ein oder andere Rote Karte geben können. Aber wir haben uns davon nicht beeindrucken lassen“, lobte Busch. Entsprechend zielstrebig steuerte die SG VfL einem letztlich ungefährdeten Sieg entgegen. Und hat zumindest für eine Nacht die Tabellenführung übernommen.

Auch interessant

Kommentare