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Gipfeltreffen voraus: Doch für SG VfL-Coach Busch zählt erst einmal nur Bortfeld

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Von: Ingo Barrenscheen

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Wird er wieder zur schier unüberwindbaren Mauer? Wittingen/Stöckens Torhüter Philip Lührs glänzte beim Auswärtssieg in Vorsfelde mit einer sagenhaften Parade-Quote von 40 Prozent. Nun soll er auch gegen Zweidorf/Bortfeld einen starken Rückhalt bieten.
Wird er wieder zur schier unüberwindbaren Mauer? Wittingen/Stöckens Torhüter Philip Lührs glänzte beim Auswärtssieg in Vorsfelde mit einer sagenhaften Parade-Quote von 40 Prozent. Nun soll er auch gegen Zweidorf/Bortfeld einen starken Rückhalt bieten. © Barrenscheen, Ingo

Es ist die letzte Hürde vor dem gefühlten Titel-Endspiel gegen Uelzen: Die Handballer der SG VfL Wittingen/Stöcken wollen sich in Bortfeld keine Blöße geben.

Allein schon der Umstand, dass der heißeste Titel-Rivale TV Uelzen in der Vorwoche den Jahresauftakt der SG VfL Wittingen/Stöcken in Vorsfelde (35:24) abermals filmte, zeugt davon, dass allenthalben der Blick schon in Richtung Landesliga-Gipfeltreffen am 4. Februar wandert. Nicht aber beim hiesigen Coach Manfred Busch. Immerhin steht mit dem Gastspiel am morgigen Sonntag (17 Uhr) beim Vorletzten SG Zweidorf/Bortfeld noch ein Match an, das erst einmal bewältigt werden muss.

Niemand im Wittingen/Stöckener Lager müsse glauben, dass der Tabellenzweite die zwei Zähler bei den kriselnden Drachen (nur ein Saisonsieg in neun Spielen) „im Vorbeigehen mitnimmt. Ich nehme das richtig ernst, wir dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Für mich steht nur dieses Auswärtsspiel im Fokus, unabhängig davon, was in zwei Wochen ist. Das ist ein Spiel, das du erst einmal gewinnen musst“, mahnt Busch vor einem Anflug von Überheblichkeit. Vor dem Anwurf der laufenden Serie hatte er Zweidorf/Bortfeld im Dunstkreis der Brauereistädter erwartet, doch bislang läuft die Spielzeit äußerst unglücklich für die SG. Der abstiegsbedrohte Kontrahent setzte der SG VfL im Hinspiel (21:31) eine Halbzeit lang richtig zu. Im Oktober warf Trainer Martin Staats sein Handtuch, seither hätte sich das unverhoffte Kellerkind oft „blöde Ergebnisse“ eingehandelt, so Busch. Will heißen: Es wird kein Selbstläufer für den Favoriten. „Es bedarf exakt der Einstellung von Vorsfelde“, fordert daher der Trainer.

Das ist ein Spiel, das du erst einmal gewinnen musst. Es bedarf exakt der Einstellung von Vorsfelde.

Wittingen/Stöckens Cheftrainer Manfred Busch

Er hat bislang im neuen Jahr eine sehr fokussierte wie engagierte Wittingen/Stöckener Truppe wahrgenommen, die Fahrt für die Crunchtime aufnehmen will. „Man merkt, dass es jetzt schon wichtig wird – um sich auch vorzubereiten für die Spiele danach.“ Angefangen mit dem Kracher gegen Uelzen und im Anschluss bei den Verfolgern Wietzendorf und Dannenberg.

Da Bortfeld im ersten Duell viel über den Kreis agierte, müsse die SG VfL zusehen, „das Zentrum dicht zu bekommen“. Der Wermutstropfen auf den Vorsfelde-Erfolg – Jannes Hillebrand zog sich eine Kapselverletzung zu – erschwert dieses Unterfangen. Doch Wittingen/Stöcken hat ja noch Philip Lührs in der Hinterhand. Der Keeper legte zuletzt eine Wahnsinns-Quote von 40 Prozent parierten Bällen hin. Das sei „das Fundament“, um auch in der Drachenhöhle zu bestehen.

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