Schnelle Nachfolge-Lösung beim Handball-Landesligisten

Neuer (alter) Trainer: Manfred Busch übernimmt die SG VfL Wittingen/Stöcken!

Manfred Busch (l., hier mit seinem Sohn Alexander bei seinem Abschied 2018 als damaliger Co-Trainer) übernimmt bei der SG VfL Wittingen/Stöcken die erste Handball-Herren.
+
Sein Herz hängt am Verein – deshalb lässt er ihn nicht hängen: Manfred Busch (l., hier mit seinem Sohn Alexander bei seinem Abschied 2018 als damaliger Co-Trainer) übernimmt bei der SG VfL Wittingen/Stöcken die erste Handball-Herren.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
    schließen

Der Busch-Funk hatte nichts nach außen getragen. Tatsächlich hat es die SG VfL Wittingen/Stöcken still und leise geschafft, im Hintergrund an einer schnellen Nachfolge-Lösung für den Dirigenten-Posten bei der ersten Herren zu sorgen: Manfred Busch kehrt dreieinhalb Jahre nach seinem Ausscheiden als Assistent von Christian Gades in verantwortliche Rolle auf die Trainerbank zurück und wird beim hiesigen Landesligisten bereits am Sonnabend im Heimspiel gegen den VfL Westercelle sein Blitz-Debüt feiern!

Vorschlag vom Spielerrat

Keine 24 Stunden also, nachdem er offiziell der Mannschaft vorgestellt wurde. Erst am Dienstag hatten der neue (alte) Coach und sein Heimatklub eine Übereinkunft getroffen. Busch ist im doppelten Sinne erste Wahl aus Sicht der SG VfL. Und eine buchstäblich nahe liegende Lösung. „Er ist der erste Name, der in den Gesprächen mit dem Spielerrat gefallen ist. Und der einzige, mit dem wir verhandelt haben“, unterstreicht Abteilungsleiter Kai Schüttenberg. Auswärts wäre eine Suche „ein superschweres Unterfangen gewesen, da machen wir uns nichts vor“. Wittingen/Stöckens Vorstand untermauert in seiner Pressemitteilung zur Trainer-Verpflichtung: „Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als aktiver Spieler, Jugendtrainer und dann auch in der ersten Herren ist die Verpflichtung von Manfred Busch in dieser Situation in keinster Weise ein Notnagel, sondern eine echte 1a-Lösung!“

Verein erleichtert

Die SG VfL ist heilfroh, nach der überraschenden Trennung von Dirk Divjak „eine so schnelle und so gute Lösung zur Besetzung des Trainerpostens“ gefunden zu haben. In konstruktiven Gesprächen hätte sich direkt eine gute Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit herauskristallisiert. „Unsere Vorstellungen decken sich“, betont Schüttenberg. Busch kennt schließlich Teile der Mannschaft noch aus seiner vorherigen aktiven Zeit in Wittingen, trainierte etwa Topshooter Janosch Kochale bereits zu erfolgreichen A-Jugend-Zeiten vor über einem Jahrzehnt.

Der Auserwählte sieht seinen (Wieder-)Einstieg als Akt der Hilfe seinem Heimatverein gegenüber. „Natürlich habe ich mir überlegt: Machst du das nochmal? Aber das sind gute Jungs. Deshalb bin ich dem Wunsch nachgekommen zu helfen.“ Immerhin würde er das Umfeld und viele Akteure bestens kennen. „Das ist ein Pfund“, weiß auch Busch um die Arbeits-Erleichterung durch die vorhandene Nähe.

Dank an Trendwender

Busch, der übrigens seit seinem Abschied 2018 kein einziges Heimspiel in der Gelben Halle mehr gesehen hat, findet ein intaktes Gefüge vor. Interims-Coach Jan Schmidt, der ihn künftig weiter unterstützen und als Reserve-Coach eng mit ihm zusammenarbeiten wird, hat mit der Mannschaft nach dem 0:6-Fehlstart und Divjaks Demission in kürzester Zeit die Kehrtwende geschafft durch zwei beeindruckende Siege. Busch und Böschi (so Schmidts Spitzname) sozusagen als Tandem. Der Vorstand dankte Schmidt ausdrücklich für seine Bereitschaft, spontan als Feuerwehrmann einzuspringen.

Option über 2022 hinaus

Die Zusammenarbeit mit dem einstigen Oberliga-Haudegen (auf dem Feld wie auf der Bank) ist zunächst bis zum Saisonende vereinbart. „Beide Seiten halten sich aber ausdrücklich die Option auf eine längere Kooperation offen“, heißt es seitens des SG VfL-Vorstands. Auch Busch will erst einmal abwarten, wie sich die kommenden Monate entwickeln. Im Frühjahr werde man sich dann wieder zusammensetzen und reflektieren. „Es muss ja auch für beide Seiten passen.“ Wittingen/Stöckens Führung ist „gespannt darauf, wie er mit seiner positiven Art und Einstellung die Mannschaft trainieren und motivieren wird.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare