Wittingen/Stöcken legt nach der Pause kräftig zu

Die Blockade löst sich: SG VfL-Handballerinnen feiern klaren Auftaktsieg

Wittingen/Stöckens Trainer Andreas Witzke klatscht die starke Torfrau Lena Zergiebel nach dem 28:18-Auftaktsieg der SG VfL in der Handball-Landesliga gegen den TuS Altwarmbüchen ab.
+
Der anerkennende Blick sagt alles: Wittingen/Stöckens Trainer Andreas Witzke klatscht die starke Torfrau Lena Zergiebel nach dem Auftaktsieg gegen den TuS Altwarmbüchen ab.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
    schließen

Weit vor dem Anwurf spielte sich eine Szene in der gläsernen Kabine der Gelben Halle ab, die ein Sinnbild für das Saison-Debüt der Landesliga-Handballerinnen von der SG VfL Wittingen/Stöcken darstellen sollte. Die zuvor als Zeitnehmerin aktive Physiotherapeutin Eileen Runge löste bei Doreen Wolters schwuppdiwupp eine Blockade im lädierten Knie – gerissen ist zum Glück nichts, so viel stand vorher schon fest. Wenngleich der Neuzugang noch nicht mitwirkte, so stand Wolters symbolisch für ihr Team. Denn auch beim Gastgeber sollte sich nach dem Gang in die Kabine das Hemmnis verflüchtigen. So hieß es nach dem 28:18 gegen den TuS Altwarmbüchen: Ende gut, alles gut.

„Das ist ein super Start. Das Selbstvertrauen wächst dadurch natürlich“, konstatierte SG VfL-Trainer Andreas Witzke letztendlich zufrieden. Aber auch er verschloss nicht die Augen davor, dass nicht alles Gold war, was glänzte. Fast eine Zwangsläufigkeit. „Nach der langen Pause war klar, dass nicht alles klappen wird“, relativierte er die Schönheitsfehler am klaren Erfolg, der vom Resultat fast an den Vorgänger aus dem Vorjahr (33:20 zum Start gegen Clenze) heranreichte. Wohlgemerkt vernahm er von seinem Altwarmbüchener Gegner auch, dass beim TuS noch drei Rückraumspielerinnen gefehlt hätten. „Wenn das so ist, bin ich froh, dass wir die zwei Punkte mitgenommen haben.“ Was man hat, das hat man.

Erstaunlicherweise hatte seine Riege einen Top-Einstieg (3:0) hingelegt. Dann aber den Faden verloren. Witzke haderte „ein Stück weit mit der Abschlussschwäche“. Technische Fehler in der zweiten Welle, druckloser Positions-Angriff. Zack drehte der Gast Wittingen/Stöckens 8:5-Führung in ein 8:9. „Dann war Verunsicherung drin. Wir haben uns in die Halbzeit gequält. Es war schon noch Sand im Getriebe“, meinte Witzke. Torhüterin Lena Zergiebel war es zu verdanken, dass dennoch ein hauchzartes 11:10 zubuche stand.

Wieder einmal hätte die Schlussfrau den Unterschied ausgemacht, konstatierte der SG VfL-Frontmann. „Wir wissen, dass wir darauf bauen können. Das ist schon eine andere Klasse.“ Dank Zergiebel, der ebenfalls überzeugenden Greta Vahldieck und mehr Tordrang nach dem Seitenwechsel auf jeder Position gab es dann doch entspannte Gesichter bei Wittingen/Stöcken. Nach dem 5:0-Spurt binnen fünf Minuten von 14:12 auf 19:12 sei bei Altwarmbüchen „der Ofen aus“ gewesen, so Witzke. „Sie haben dann irgendwie resigniert.“ Dennoch räumte er ein, dass der Gegner unter Wert geschlagen worden sei.

Am Ende also gab’s Entwarnung bei Wolter und bei der SG VfL. Das lässt für die Zukunft hoffen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare