Fußball – Wittinger Kreispokal, 1. Runde: Fortuna feiert Wunder gegen Jembke / Ehra-Lessien gelingt Sensation

„Der Hammer!“: Bergfeld dreht 0:4 in 5:4

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Der VfL Germania Ummern (r. Jannes Drangmeister) überrollte den Liga-Kontrahenten FC Brome förmlich und zog souverän mit 7:2 in die zweite Runde des Wittinger Kreispokals ein.

Und jetzt wissen alle Fußball-Fanatiker wieder, warum es sich lohnt, sonntags auf die Fußballplätze zu tingeln. Denn die erste Runde des Wittinger Kreispokals hatte einige Überraschungen parat.

So warf unter anderem der Underdog TuS Ehra-Lessien den Favoriten SV Westerbeck aus dem Wettbewerb, die Fortuna aus Bergfeld münzte ein 0:4 in ein 5:4 um gegen den SV Jembke, und der VfL Knesebeck und VfL Germania Ummern landeten dann doch etwas überraschend deutliche Sieg gegen die Kreisliga-Konkurrenz.

SV Wagenhoff – SV Osloß 1:3 (0:2)

Früh sorgte der SV Osloß in Wagenhoff für klare Verhältnisse. Daniel Nitschkowski (6.) und Erik Karsten (14.) brachten die Blau-Weißen früh in Front. Kurz vor Abpfiff sorgte Philipp Usemann (86.) dann für die endgültige Entscheidung. Der Treffer von Philipp Schulz (89.) für den SVW war dann nicht mehr als Ergebniskosmetik.

TSV Schönewörde – TuS Müden-D. 1:4 (1:0)

Gegen Florian Grusdt möchte der TSV Schönewörde in Zukunft wohl nicht mehr antreten. Denn der Offensivspieler vom TuS Müden-Dieckhorst besiegelte das Aus der Blau-Weißen. Da nützte auch die Führung durch Thomas Bulach (29.) nichts. Denn in Folge schoss Grusdt mit einem Dreierpack quasi im Alleingang den TuS in Runde zwei.

TSV Fortuna Bergfeld – SV Jembke 5:4 (0:3)

„Das ist der absolute Hammer!“ Die Freude von TSV-Trainer Jörg Hoffmann kannte nach Spielende keine Grenzen mehr. Den Hausherren war das schier Unmögliche gelungen. Nach 60 Minuten führte der SV Jembke mit 4:0, musste am Ende dann aber doch noch den Platz als Verlierer verlassen – mit zwei Mann weniger. „Ich habe Jungs in der Halbzeit gesagt, dass sie es nur noch als Trainingsspiel ansehen sollen. Aber was dann kam, ist einfach der helle Wahnsinn!“, so Hoffmann. Wie schon bei den Relegationsspielen um den Aufstieg zeigten die Blau-Weißen eine unglaubliche Moral, belohnten sich mit dem späten Siegtreffer durch Mark Dörries. Und was danach folgte in Bergfeld, kann sich jeder Sport-Fanatiker wohl denken. Es wurde auf alle Fälle nicht nur Cola getrunken...

TuS Ehra-Lessien – SV Westerbeck 3:1 (2:0)

Die erste Sensation des Wittinger Kreispokals ist perfekt. Denn der TuS Ehra-Lessien kegelt den Topfavoriten SV Westerbeck aus dem Wettbewerb. „Wir haben das Selbstvertrauen aus der vergangenen Saison mitgenommen. Und jetzt gehen wir mit noch breiterer Brust in die Saison“, so TuS-Trainer Jürgen Schenk. Nick Zinn (17.), Thomas Feibig (45.) und Eric Meyer (56.) brachten die Platzherren auf die Siegerstraße. Auch das Gegentor durch Torjäger Florian Gahrmann (60.) sollte daran nichts ändern. „Wir sind zwar kurz in Hektik verfallen, aber ein Dauerbeschuss vonseiten Westerbecks blieb aus“, erklärte Schenk.

VfL Rötgesbüttel – Groß Oesingen 1:7 (1:4)

Auftakt nach Maß für den Favoriten SV Groß Oesingen. Das Team von Trainer Torben König machte von Beginn an klar, wer Herr im Haus ist. Bereits nach 27 Minuten führte der SVGO durch die Treffer von Arne Heers (13.), Ben-Lukas Wiegmann (17.) und Eduard Litau (27.) mit 3:0. „Wir haben das Tempo auch in Folge immer hochgehalten und auf einem schwierigen Geläuf alles im Griff gehabt“, so König. Auch in Halbzeit zwei schalteten die Gäste keinen Gang zurück, spielten weiter mit Druck nach vorne. So kam am Ende ein 7:1-Erfolg dabei heraus. König: „Der Klassenunterschied war dann doch deutlich zu erkennen.“

TSV Meine – VfL Vorhop 6:7 n. E. (2:0)

Eine Runde weitergezittert. In Halbzeit eins lief nicht viel zusammen beim VfL Vorhop. Die von Walter Dürkop neu aufgestellte Dreierkette schien noch nicht ganz sattelfest, weshalb der TSV Meine zum Pausentee auch mit 2:0 vorne lag. Dürkop nahm einige Umstellungen vor und prompt zeigten sich Besserungen im Spiel der Gallier. Anführer Kevin Büttner brachte seinen VfL mit einem Doppelpack zurück in die Partie, sodass am Ende aus elf Metern die Entscheidung her musste. Die Gäste behielten den kühleren Kopf und setzten sich hauchdünn mit 7:6 durch. „Fast die komplette Defensive hat bei uns gefehlt. Daher sind wir jetzt auch froh, dass wir einfach eine Runde weitergekommen sind“, atmete Dürkop durch.

SV Hankensbüttel – SV BW Rühen 1:2 (0:1)

„Wir haben es unnötig lange spannend gemacht“, scherzte BW-Trainer André Thiele. Zum Glück hatte er Grund zum Lachen, denn sein Team brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Dabei brachte Kevin Fries die Gäste mit einem Doppelpack in Führung, ehe Hankensbüttels Neuzugang Lennard Emmermann verkürzte. Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Thiele gab zu: „Wir hätten uns über den Ausgleich dann nicht beschweren können. Daher bin ich froh, dass wir jetzt weiter sind.“

SV Leiferde – VfL Knesebeck 0:5 (0:3)

Die Einhörner scheinen ebenfalls ein heißer Kandidat auf die oberen Plätze in der Kreisliga zu sein. Bei der SV Leiferde machten die Gäste kurzen Prozess. Spätestens nach dem 0:3 durch Francesco Natale war die Messe gelesen. Immer wieder schaltete der VfL über die Außen schnell um und nutzte seine Möglichkeiten effektiv. „Das war schon recht ordentlich, was wir gezeigt haben. Trotzdem sind wir noch lange nicht bei 100 Prozent“, so Sebastian Sommer, Co-Trainer der Einhörner.

FC Brome – VfL Ummern 2:7 (0:2)

Taktisch variabel will sich der VfL Germania Ummern in Zukunft unter Trainer Thorsten Hahn präsentieren. Beim FC Brome schien die Mannschaft schon verstanden zu haben, was der neue Coach fordert. Zu Beginn zogen sich die Gäste zurück, ließen die Burgherren kommen. Das fruchtete, denn Jannes Drangmeister (36.) und Melvin Grabert (38.) stellten binnen zwei Minuten auf 0:2. Nach dem Wechsel gingen die Germanen dann früher drauf, womit der FCB seine Probleme hatte. Spätestens mit dem 0:3 durch Vitalij Sterz war die Sache gegessen. Zwar konnte der FC Brome kurzzeitig nochmals herankommen, aber am deutlichen 2:7 änderte das nichts. „Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in solch einer guten Form sind“, sagte Hahn. Eine Ansage an die Konkurrenz.

VfB Gravenhorst – VfL Wittingen/S. 1:7 (0:2)

„Es war ein Spiel auf ein Tor, daher bin ich sehr zufrieden“, meinte VfL-Trainer Naim Fetahu nach der Partie. Die Brauereistädter scheinen gerüstet für den Liga-Auftakt. Doch trotz des hohen Sieges sieht der Übungsleiter noch Verbesserungsbedarf: „Wir sind zwar auf einem guten Weg, aber vor allem im Defensivverhalten müssen wir noch einiges ändern.“ Beim Kantersieg machte vor allem Christian Fricke mit drei Treffern binnen 18 Minuten auf sich aufmerksam. Torjäger Sven Arndt steuerte einen Doppelpack bei, zudem trafen Tanyel Tezcan und Marcel Liedtke für den VfL.

FC Germania Parsau – TSV Brechtorf 6:0 (3:0)

„Das war einfach ein gebrauchter Tag, den wir schnellstmöglich vergessen sollten“, schüttelte TSV-Trainer Andre Bischoff mit dem Kopf. Die Gäste hatten sich viel vorgenommen, doch nichts davon brachten sie auf den Rasen. „Das nennt man dann wohl Toreschießen leicht gemacht“, haderte Bischoff. Das lag auch daran, dass sich der FC Germania Parsau vor dem Tor eiskalt zeigte. Insbesondere Kevin Schulz erwischte mit einem Dreierpack einen Sahnetag. „Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Jetzt müssen wir uns dringend auf die Liga konzentrieren“, so der TSV-Coach.

FC Ohretal – TSV Grußendorf 2:1 (0:0)

In dem ligainternen Duell tat sich der FCO schwer gegen Grußendorf. Zwar hatte der Gastgeber mehr vom Spiel, doch das Geschehen auf dem Platz war dann doch sehr „zerfahren“, wie FCO-Coach Matthias Bock schilderte. In der 67. Spielminute kam es dann zur entscheidenden Szene. Gäste-Akteur Sören Gentemann musste auf der Linie mit der Hand klären, wurde deswegen des Feldes verwiesen und die Ohretaler bekamen einen Elfmeter zugesprochen. Diesen verwandelte Sebastian Seidler zum 1:0, ehe Hannes Plaster nur kurz später auf 2:0 erhöhte (73.). In Folge verpasste der FCO die Entscheidung und durch den Anschlusstreffer von Steffen Kauffmann (81.) mussten die Bock-Schützlinge nochmals zehn Minuten zittern. Mehr aber auch nicht. Bock: „Wir sind weiter, mehr aber dann auch nicht.“

Von Jannis Klimburg

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