Handball – Oberliga: Wittingen kann heute gegen Duderstadt spielen und will Basche-Sieg vergolden

Dem Hallen-Himmel sei dank...

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Die Stoßgebete gen Hallendach wurden erhört: Wittingens Oberliga-Handballer (Sebastian Schulze) können heute Abend ihr Heimspiel gegen den TV Jahn Duderstadt regulär durchziehen und wollen unbedingt die zwei Zähler im Kampf um den Klassenerhalt zuhause behalten.

Wittingen. Wer den (Dach-) Schaden hat, braucht für den Sport nicht zu sorgen... Bis zum Donnerstagabend stand in der Schwebe, ob das Heimspiel des VfL Wittingen in der Handball-Oberliga gegen den TV Jahn Duderstadt über die Bühne gehen kann.

Die frohe Botschaft: Es kann! Dank des reparierten Dachs öffnet die Gelbe Halle/Hölle heute zur gewohnten Anwurfzeit um 19.15 Uhr ihre Pforten.

Grünes Licht von der Stadt – darüber sind Wittingens Handballer heilfroh. „Seit Montag wussten wir ja, dass das Spiel auf der Kippe steht. Nach dem Auswärtssieg am letzten Wochenende in Barsinghausen wäre es schade gewesen, nicht auflaufen zu können. Umso größer ist die Freude“, betonte Trainer Christian Gades. Denn: So bekommt der VfL die Gelegenheit, den jüngsten Erfolg zu „bestätigen“ und vergolden. Zwei Zähler wären so ungemein wichtig! „Das wäre ein Zeichen an die Teams, die unter uns stehen“, weiß auch Gades. Eine vorbeugende Maßnahme mit Blick auf die kommenden Wochen praktisch. „Dann würden wir den Druck nach unten weiterreichen.“

Trainings-atmosphärische Störungen gab es durch das schwebende Da(ch)mokles-Schwert nicht unter der Woche. „Wir wurden in keinster Weise beeinflusst“, bekräftigte der VfL-Coach. Hauptsache, das Wittinger Spiel erleidet heute gegen den durchaus starken Aufsteiger aus dem gehobenen Mittelfeld (6.) nicht wieder atmosphärische Störungen... So richtig überzeugend stellt sich die Heim-Bilanz (8:8-Punkte) bisher nicht dar. Zu oft verfällt sein Team in Übereile, hat Gades registriert. Es sei schwierig festzumachen, woran das läge. „Wir sprechen auch viel darüber, die Jungs erkennen das auch – die Frage ist nur, warum es immer wieder passiert!?“ Ein festgefahrenes Verhalten, das gerade gegen Duderstadt tödlich sein dürfte. Denn mit Hrovje Batinovic hat der TV Jahn den Konter-König der Oberliga in seinen Reihen. Der kroatische Linksaußen führt mit 155 Treffern unangefochten die Torschützenliste an, stellte zuletzt beim 36:30 gegen Helmstedt-Büddenstedt mit 18 Toren einen Rekord auf! „Er kann Mannschaften allein abschießen“, mahnt Gades. Der VfL müsse sich immer wieder „rückbesinnen, was uns stark macht“. Keine vorschnellen Abschluss-Aktionen, nicht aus der Rolle fallen. Genau darauf lauern die Teams in Wittingen nur.

Mit dem Schwung des Barsinghausen-Sieges und den Erkenntnissen des Hinspiels (28:28) will der VfL die Punkte zuhause behalten. Vielleicht mit einem Comeback von Alexander Busch.

Von Ingo Barrenscheen

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