Handball – Verbandsliga Herren: VfL Wittingen will gegen starken Aufsteiger SF Söhre den Durchbruch erzwingen

Halleluja oder Horror-Szenario?

Ball und vielleicht endlich auch wieder einen Sieg festhalten: Wittingens Handballer (M. Mirko Schulze) stehen immer mehr unter Druck. Im vierten Anlauf soll endlich ein Erfolgserlebnis her. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Über den Handball-Herren des VfL Wittingen schwebt das Damoklesschwert eines Horror-Fehlstarts in der Verbandsliga! 0:6-Punkte sind es schon. Und mit Blick auf die kommenden zwei Gegner können schnell 0:10 daraus werden.

Zunächst steigt heute das Heimspiel gegen den starken Aufsteiger SF Söhre (19. 15 Uhr).

Im Grunde denkt Mike Mühlenbruch nur von Spiel zu Spiel. Aber ausnahmsweise schweift sein Blick kurz über den Tellerrand hinaus. „Wir müssen versuchen, das Ganze in die richtige Bahn zu lenken. Sonst kann es dieses Szenario geben.“ Denn nach Söhre wartet die Hammer-Auswärtsaufgabe beim Absteiger und Spitzenreiter TV Stadtoldendorf. Sich dort mit einer vierten Pleite im Gepäck etwas auszurechnen, sei „eher utopisch“, räumt Mühlenbruch ein.

Ergo muss der VfL heute endlich in die Punkte-Puschen kommen! Um diese „fatale“ (Mühlenbruch) Aussicht abzuwenden. Die bisherigen Spiele haben gezeigt: Kleinigkeiten entscheiden. Bisher sprachen die Nuancen stets gegen Wittingen, wobei der Coach stets einen minimalen Aufwärtstrend ausmachte. Nur die Belohnung fehlte. „Wir resignieren nicht“, beteuert Mühlenbruch. Gegen Neuling Söhre müssen die Brauereistädter wieder eine Schippe draufpacken, um der Misere ein Ende zu bereiten. Mühlenbruch hat die mit zwei Siegen gestarteten Sportfreunde beim Auftakt in Edemissen beobachtet. „Eine Mannschaft, die nicht aufgibt, von Einzelkönnern und der Aufstiegseuphorie lebt. Sie machen einen gefestigen Eindruck.“ Anders als der VfL...

Einer der besagten Ausnahmespieler bei Söhre ist Torjäger Daniel Hoppe. Vergangene Saison erzielte er stolze 196 Tore in der Landesliga, traf auch gegen Edemissen elfmal. „Ein super Sportler, der was mitbringt und höherwertig einzuschätzen ist“, so Mühlenbruch. Und da ist auch noch sein spielender Kollege Alexandras Getautas. Seines Zeichens ehemaliger litauischer Nationalspieler und früher in der 3. Liga bei Anderten und Bremervörde aktiv. Söhres Strippenzieher. Aber auch der Kreisläufer und Torwart seien nicht von schlechten Eltern, rundet Mühlenbruch das gute Gesamtbild des Gegners ab.

Doch der VfL wolle mit „aller Gewalt“ am Durchbruch arbeiten. Heißt es heute: Vier Spiele für ein Halleluja!?

Der VfL bietet eine (nicht übertragbare) Kombi-Dauerkarte für die Heimspiele der Verbandsliga-Herren und Oberliga-Damen des VfL an. Erwachsene zahlen 60 Euro, Schüler, Auszubildende, Studenten und Rentner 40 Euro – eine Ersparnis von fast 30 Prozent gegenüber dem Einzelticket.

Von Ingo Barrenscheen

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