Handball – Verbandsliga: SG VfL Wittingen/Stöcken mit 28:22-Arbeitssieg gegen Rosdorf-Grone

Halber Zahn bleibt der einzige Verlust...

Die Deckung steht: Tim Schmidt (l.) und Marten Schultze lieferten sich mit der HG Rosdorf-Grone einen verbissenen Kampf.

Wittingen. Jan-Philipp Goetzie konnte sich schon wieder ein Lächeln abbringen. Dabei kam das Malheur aus der Anfangsphase der Partie unübersehbar zum Vorschein.

Während der Rückraumspieler nach einem üblen Sturz aufs Gesicht nach nur vier Minuten die Hälfte seines linken Schneidezahns verlor, gewann seine SG VfL Wittingen/Stöcken auch das zweite Saisonspiel in der Handball-Verbandsliga gegen die HG Rosdorf-Grone mit 28:22 (11:9).

Goetzies Kampfmal stand symbolisch für einen „Arbeitssieg im wahrsten Sinne des Wortes“, bilanzierte VfL-Trainer Christian Gades. Einen Schönheitspreis gab es gestern weder für den Unglücksraben, der direkt ins Krankenhaus gebracht und dort fürs Erste mit zwei Stichen an der stark blutenden Wunde genäht wurde, noch für die Heimmannschaft. Als „solide“ und „hart erkämpft“ stufte Gades den Erfolg ein.

Rosdorf-Grone, nach dem Oberliga-Abstieg mit einem extrem veränderten und vor allem verjüngsten Kader unterwegs, fühlte Wittingen/Stöcken durchaus auf Zahn. Nach dem frühen Goetzie-Aus musste Wittingen/Stöcken gleich reagieren und zwei Angriffs-Deckungs-Wechsel fahren. Das funktionierte. Einzig die Effektivität im Angriff stand einer deutlicheren Pausenführung im Weg. „Von den Bewegungsabläufen her haben wir es gut gemacht, die Abwehr auseinandergezogen. Nur haben wir unsere klaren Chancen nicht hundertprozentig verwertet“, erklärte Gades. „Das war auch das Einzige, was ich den Jungs in der Halbzeit mit auf den Weg gegeben habe.“

Eine Ansage, die fruchtete. Wittingen/Stöcken steigerte nach dem Seitenwechsel seine Torausbeute, blieb zunächst auch in der Deckung stabil und zeigte ein gutes Rückzugsverhalten. So erreichte die Führung zwischenzeitlich beim 20:13 (45.) ihren Klimax. Doch Rosdorf-Grone ließ nicht locker, legte noch einmal einen Zahn zu. Der Vorsprung der SG VfL schmolz gut acht Minuten vor dem Ende auf 22:19 zusammen. Doch Kai Eschert zog der HG dann mit zwei Rückraum-Toren, nachdem er zuvor mehrfach gescheitert war, endgültig den Zahn.

Goetzie war übrigens in die Halle zurückgekehrt und sah den gelungenen Saisonstart seiner Teamkollegen mit nun 4:0-Punkten. „Ich denke, das wollte er sich nicht nehmen lassen“, schmunzelte Gades.

Von Ingo Barrenscheen

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