Fußball – Kreisliga: WSC-Coach erwartet seinen Lieblingsverein

Haase im Zwiespalt: Siegen ohne Freude

Auch gegen den VfL Knesebeck will der Wesendorfer SC (r.) den Spielaufbau des Gegners früh stören. Nun soll der erste Heimsieg herausspringen. Foto: Jansen

Wesendorf. Gewinnen will er schon. Ausgiebig freuen würde er sich über den Sieg aber wohl nicht. Vor dem Heimspiel des Wesendorfer SC in der Fußball-Kreisliga gegen den VfL Knesebeck (Sonntag, 15 Uhr) steckt WSC-Trainer Jürgen Haase in einem Zwiespalt.

„Ich habe in Wesendorf eine neue Aufgabe. Allerdings ist der VfL Knesebeck mein Lieblingsverein“, sagt der erfahrene Coach, der vor einem „emotional schweren Spiel“ steht.

Für zwei Stunden, so meint Haase, gelte es die Vergangenheit „auszublenden“. Allerdings wäre es immer noch so, dass er sehr am VfL hängen würde. „Ich habe viele Spieler der aktuellen Knesebecker Mannschaft seit der Jugend ausgebildet. Und die Knesebecker Zuschauer sind für mich die besten im Nordkreis“, bekennt Haase.

Dementsprechend gut bevölkert wird das Wesendorfer Heidelandstadion am Sonntag wohl sein. Und die Zuschauer sollen dann den ersten Heimsieg der Wesendorfer sehen. Bisher stehen nur das 2:2 gegen Jembke und ein 1:2 gegen Vorhop zu Buche.

Dass es nicht leicht wird, weiß Haase. Dennoch will er versuchen, Knesebeck „sofort unter Druck zu setzen. Wir werden hoch verteidigen und dann sehen, was dabei herauskommt“, sagt Haase, der um den Einsatz von Torhüter Stefan Will (Sprunggelenk) bangt.

Bei den Gästen könnte es helfen, die Vergangenheit wieder einzublenden. Im Heidelandstadion machte Knesebeck einst den Aufstieg in die Kreisliga klar. Die Erinnerung, soll dazu beitragen, den ersten Auswärtssieg der Saison einzufahren. Aus Sicht von Trainer Marco Lenz wird es schwer, das Projekt Dreier zu realisieren. Nach Steffen Haven, Manuel und Marcel Meinecke fällt nun auch Dennis Klan wegen eines Kreuzbandrisses langfristig aus. „Das tut uns bei dem kleinen Kader schon weh.“

Trotzdem werde man sich der Aufgabe stellen. „Wir wollen wieder Pünktchen für den Klassenerhalt sammeln“, meint Lenz, der die Siegermentalität seines Teams lobt. „Das trägt die Mannschaft derzeit.“ Und vielleicht helfen die Gedanken an alte Zeiten.

Von Matthias Jansen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare