Fußball – 2. Kreisklasse 1+2: Aufstieg das neu-proklamierte Ziel in Hoitlingen / Groß Oesingen II peilt „letzten Befreiungsschlag“ an

Haase: HaMa-Premiere gegen „Mannschaft der Stunde“

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Außenseiter: Der Wesendorfer SC II (l. Manuel Schupp) und SV Wagenhoff II treffen auf die Topteams der Liga.

ib. Während der FC Brome II über den Dingen schwebt, tobt dahinter der Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz in der 2. Fußball-Kreisklasse 1. Wobei sich das Feld der Aspiranten auszudünnen scheint.

Diesen Prozess kann der Hoitlinger SV am Sonntag (15 Uhr) mit einem Sieg im Aufsteigerduell gegen den SV Steinhorst noch forcieren. Parallel feiert Torsten Haase seine Premiere beim SV Hagen-Mahnburg. Alle anderen Spiele, auch das des VfL Ummern II in der Staffel 2, steigen schon um 13 Uhr.

FC Germania Parsau II –

FC Oerrel

Kann der FC Parsau II dem Fußball-Sensenmann auch in diesem Jahr noch von der Schippe springen? Nachdem sich die Germanen in der Vorsaison auf den letzten Drücker retteten, sieht es auch aktuell wieder kritisch aus für den Tabellenvorletzten. Trainer Sven Gruszfeld ist aber (noch) nicht bange: „Wir haben noch genug Spiele.“ Angesichts der ordentlichen Leistung beim 1:3 gegen Groß Oesingen II sei „wieder ein Funken Hoffnung“ aufgekommen. Immerhin schlug Parsau jüngst auch Steinhorst zuhause mit 5:2 – warum also nicht auch Oerrel!? Der FCO ist ja nicht unbedingt für seine Auswärtsstärke bekannt... In jedem Fall lässt Gruszfeld wieder zur Attacke blasen: „Wir wollen den Abstiegskampf bestreiten, indem wir Tore schießen wollen. Wir haben immerhin einen Tim Reinsdorf (17 Saisontore, Anm. der Redaktion) in unseren Reihen, den müssen wir füttern.“

SV Groß Oesingen II –

TV Emmen

2018 noch ungeschlagen: Dieser Trend soll sich für Groß Oesingens Reserve fortsetzen. Zumal nach dem 3:1 gegen Parsau mit dem Tabellendrittletzten Emmen direkt das nächste wegweisende Match wartet. „Das ist dasselbe in Grün. Wir wollen unsere gute Form beibehalten und uns weiter von unten distanzieren. Das wäre der letzte Befreiungsschlag“, unterstreicht SV-Coach Sören Goltermann. Mit einem Dreier würde sich seine Mannschaft endgültig aller Abstiegssorgen entledigen. „Dann könnten wir getrost die Augen nach vorne richten.“ Dass es aktuell so gut läuft, liege schlichtweg am Personal, meint Goltermann. „Ich muss die Mannschaft auf den Schlüsselpositionen nicht großartig verändern.“

SV Wagenhoff II –

VfL Wahrenholz II

Viermal blieben die Wagenhoffer in den vergangenen fünf Spielen ohne eigenes Tor (dabei 0:19 Tore!) – das Manko liegt auf der Hand. Für Coach Heiko Hagedorn aber nicht zwangsläufig ein Sturm-Problem. „Das komplette Mittelfeld sitzt neben mir am Spielfeldrand... Wir haben ein richtiges Lazarett.“ Deshalb sind die Hoffnungen vor dem Heimspiel gegen Aufstiegsaspirant Wahrenholz II eher gedämpft. „Ich hoffe, dass wir irgendwo noch Punkte sammeln. Wir würden uns über alles freuen, was Wahrenholz da lässt. Wenn wir drin bleiben wollen, müssen wir spielerisch zulegen“

FC Brome II –

Wesendorfer SC II

Extra Sekt kaltstellen müsse die Mannschaft nicht – „den haben wir immer vorrätig“, grinst Bromes Spartenleiter/Spieler René Wedekind angesprochen auf den sich mehr und mehr abzeichnenden Aufstieg. Die FC-Reserve könnte erstmals seit 2011 – damals gab’s den freiwilligen Rückzug – wieder in die 1. Kreisklasse zurückkehren. „Es sieht ganz gut aus“, bestätigt Wedekind angesichts von derzeit 13 Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Allerdings werde es so richtig interessant, „wenn die Tabelle begradigt ist.“ Der Spitzenreiter freut sich ungemein auf das Duell mit Wesendorf II (8.), immerhin ist es nach fünf Auswärtsspielen in Folge das erste Heimspiel 2018. Wohl gemerkt Ende April! Die Gastgeber müssen auf drei Akteure verzichten, das sei angesichts des breiten Reservoirs aber kein Problem, so Wedekind.

VfL Knesebeck II –

SV Bokensdorf

Sie müssen sich selbst aus dem Schlamassel ziehen: Da die Erste aktuell auch keine Kräfte freispielen kann, muss Schlusslicht Knesebeck II mit seinen eigenen Mitteln klar kommen. Das scheint offenbar nicht zu reichen: Die Einhörner sind seit sage und schreibe zwölf Spielen punktlos! Eine XXXL-Negativserie für das Boese-Team. Der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt schon sechs Punkte. Schwer vorstellbar, dass sich daran gegen Bokensdorf (6.) etwas ändert.

SV Hagen-Mahnburg –

TSV Fortuna Bergfeld

Zurück in die Zukunft: Der SV Hagen-Mahnburg und Torsten Haase sind seit Mitte dieser Woche wieder vereint – der frühere Vorsitzende löste bekanntlich in einem Adhoc-Wechsel (das IK berichtete) Walter Dürkop auf der Trainerbank bei den Grün-Weißen ab und feiert am Sonntag direkt seine Feuertaufe für den Saison-Schlussspurt. Der Einstieg könnte leichter sein: Mit dem TSV Bergfeld (4.), pikanterweise auch noch ein Ex-Club von Haase, kommt direkt „die Mannschaft der Stunde“ nach Mahnburg, weiß auch der Wiedereinsteiger. Doch ihm ist grundsätzlich nicht bange. „Wir haben noch einen Haufen Spiele, um die Klasse zu halten. Mit dem Kader wird das schwer genug, aber irgendwie werden wir schon was basteln...“

Hoitlinger SV –

SV Steinhorst

Sie haben die vornehme Zurückhaltung in Hoitlingen abgelegt. „Wir haben das Ziel Aufstieg in den Mund genommen“, gibt Coach Egidio Mileo den jüngsten Team-Tenor wieder. Die Überflieger wollen ihre tolle Saison, auch für den verstorbenen Ex-Trainer Toni Larosa, krönen. Nachdem gegen Primus Brome II die Serie gerissen war, soll das jüngste 5:0 über Knesebeck II der Startschuss für einen neuen Erfolgslauf gewesen sein. „Wir versuchen wieder durchzustarten“, erklärt Mileo. Wobei am Sonntag mit dem anderen starken Aufsteiger Steinhorst (5.) ein Schlüsselspiel wartet. Der HSV könnte sich acht Zähler vom SVS absetzen und diesen damit vermutlich aus dem Rennen um die 1. Kreisklasse katapultieren. Dabei bauen die Hoitlinger vor allem auf ihre Defensivstärke (neun Mal schon zu null). Mileo: „Wir spielen ein 3-5-2, das klappt ganz gut.“

Staffel 2

VfL Germ. Ummern II –

VfL Wettmershagen

Zwölf Zähler Distanz sind ein ordentliches Sicherheitspolster. Und doch misst Ummerns Zweite dem Kellerduell gegen Wettmershagen eine große Bedeutung bei. „Wenn wir verlieren, könnte es nach hinten heraus noch einmal eng werden“, mahnt VfL-Akteur Jan Rüngeling. Nach Isenbüttels Rückzug wird sportlich nur noch ein Absteiger ermittelt, und das wäre aktuell der Gast-VfL (nur ein Sieg in 15 Spielen). Die Germanen können sich eine entspannte Rest-Saison verschaffen. Das ist auch das erklärte Ziel laut Rüngeling: „Dann können wir einen Haken hinter machen.“

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