Duell zwischen WSC und VfL von Taktik geprägt / Simon-Miles Soika glänzt als Doppeltorschütze

Haase-Frust nach Duell mit Ex-Club

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In dieser Szene vorn, am Ende aber hinten: Der Wesendorfer SC (r. Michael Brendel) musste sich im Nordkreis-Derby dem VfL Knesebeck (Francesco Natale) mit 2:3 beugen.

Wesendorf. In Wesendorf hieß es am gestrigen Sonntag ex und hopp. Im brisanten Duell gegen seinen alten Verein VfL Knesebeck zog Coach Jürgen Haase mit dem WSC am Ende den Kürzeren. „Das tut schon sehr weh“, war Haase nach der 2:3-Niederlage geknickt.

Taktisch hatten beide Mannschaften zu Beginn der Partie das gleiche Schema zu bieten. Sowohl der WSC als auch der VfL standen eher tief und wollten nicht zwingend den ersten Angriff starten. Mit dieser Taktik hatten die Wesendorfer zunächst den größeren Erfolg. Kevin Wolski schloss in der elften Minute einen Konter zur 1:0-Führung ab. Die Hausherren konnten aber nicht nachlegen und mussten sich ihrerseits vor Kontern der Knesebecker in Acht nehmen. Eine halbe Stunde war vergangen, als Simon-Miles Soika eine feine Einzelleistung zum 1:1-Ausgleich abschloss. So ging es dann auch in die Kabinen.

Nach der Halbzeit hatten die Gäste mehr und mehr das Heft in der Hand. „Unser Konzept ist dann nicht mehr aufgegangen“, musste Haase eingestehen. Es dauerte nicht mehr lange, bis Knesebeck verdient in Führung ging. Malte-Alexander Gercke holte den Hammer raus und brachte seinen VfL mit 2:1 in Front. Auf der sicheren Seite schienen die Gäste aber erst ab der 80. Minute zu sein, als erneut Soika zum 3:1 traf. Haase probierte noch einmal alles, beorderte seinen Abwehrrecken Stefan Pikzak mit in das Angriffszentrum. Pikzak war sogar noch erfolgreich, doch sein Treffer zum 2:3 in der Nachspielzeit war zu wenig.

„Das sitzt schon tief“, suchte Haase nach dem Schlusspfiff nach Worten. Einen Punkt hätten sich seine Jungs nach seiner Sicht schon verdient gehabt. Dafür haben sie aber ein Tor zu wenig geschossen.

Tore: 1:0 Wolski (11.), 1:1 Soika (30.), 1:2 Gercke (57.), 1:3 Soika (80.), 2:3 Pikzak (90.+3).

Von Kai Schüttenberg

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