Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz schlägt Holzland 1:0

Ein gutes Pferd... Dreier dank Meyer

Hürde übersprungen: Der VfL Wahrenholz (Jan-Patrick Schön) setzte sich gestern Abend im Topspiel knapp 1:0 gegen STV Holzland durch und bleibt im Spitzenfeld der Bezirksliga. Foto: Barrenscheen

Wahrenholz. Vielleicht hätte Torben Gryglewski in der Halbzeitpause nicht zu oft wiederholen sollen, dass auch ein 1:0 reicht. Denn die Fußballer des VfL Wahrenholz nahmen den Ausspruch ihres Trainers gestern Abend im Topspiel gegen STV Holzland äußerst wortgenau.

Doch es reichte auch so. Ein Dreier dank Marcell Meyer: Ein gutes Bezirksliga-Pferd springt eben nicht höher, als es muss.

Vielleicht hatte das Taterbusch-Team in der ersten Hälfte aber auch zu sehr auf die Tube gedrückt, sich verausgabt nur drei Tage nach dem Auftritt in Müden. In jedem Fall drosselten die Gastgeber spürbar das Tempo, das vorab noch einen hohen Level erreicht hatte. „Läuferisch haben wir einen Riesen-Aufwand betrieben“, so Gryglewski zu den ersten 45 Minuten. Auch der Wahrenholzer Ballbesitz war immens hoch gegen einen massiv mauernden Gegner. „Holzland wollte überhaupt nicht nach vorne spielen“, stellte Gryglewski trocken fest. Der VfL versuchte, das Überraschungs-Team der Saison-Anfangphase irgendwie zu ködern. „Die Krux war: Sie wollten sich nicht locken lassen“, seufzte der VfL-Coach. So wirkte Wahrenholz zwar drückend überlegen, ohne aber wirklich zu den „Mega-Chancen“ zu kommen, wie Gryglewski einräumen musste. Beim Tor des Abends kurz vor der Pause stand dann das Glück Pate: Meyers Schuss aus 18 Metern wurde von einem STV-Akteur abgefälscht und senkte sich als Bogenlampe in die Maschen.

Statt aber auf das 2:0 zu drängen, ließen die Schwarz-Gelben nach. „Wir haben nicht den richtigen Drive gefunden“, bemängelte Gryglewski. Konter-Ansätze waren durchaus vorhanden, nur haperte es weiterhin an der Genauigkeit. Und so traute sich Holzland zunehmend mehr zu. Heraus sprangen dabei ein Kopfball, der knapp drüber strich, und eine 1:1-Situation, die VfL-Keeper Bastian Mechelk entschärfte.

Unterm Strich sah es Gryglewski pragmatisch: „Drei Punkte, wieder zu null, so schlecht läuft es nicht.“ Wermutstropfen: Marcel Kröger sah in der Nachspielzeit eine unerklärliche Gelb-Rote Karte und fehlt im nächsten Schlager gegen den 1. FC Wolfsburg.

Von Ingo Barrenscheen

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