Handball – Verbandsliga: Durchschnittliche Leistung reicht Wittingen zum 34:28-Sieg über MTV Soltau

Ein gutes Pferd...

+
Ein gutes Pferd springt immer nur so hoch, wie es muss: Bei einer durchschnittlichen Leistung des VfL Wittingen waren Marten Schultze (3.v.l.) und Kai Eschert (r.) mit sieben Treffern noch die besten Torschützen ihres Teams.

Wittingen. Pflichtaufgabe erfüllt, mehr aber auch nicht. Zu ungewohnter Zeit am Sonnabend bezwang der VfL Wittingen in der Handball-Verbandsliga den Abstiegskandidaten MTV Soltau mit 34:28 und behauptet damit Rang vier in der Tabelle.

Es war kein spielerischer Hochglanz, den die Schützlinge von VfL-Trainer Christian Gades auf der Platte zeigten. Trotzdem reichte es am Ende. Vor allem in den ersten 20 Minuten schienen die Hausherren noch nicht ganz bei Sache zu sein. „Mit der Anfangsphase waren wir nicht wirklich zufrieden“, ärgerte sich Gades. Auch deswegen nahm der Übungsleiter beim Stand von 10:11 die erste Auszeit. Die Ansage vom Trainer schien Gehör gefunden zu haben, denn in Folge leistete sich der VfL weniger Fehler und zog bis zur Halbzeit auf 20:15 davon. „Teilweise waren wir zu schläfrig. Es sah vor allem in der Offensive nur wenig nach Handball aus, was wir gezeigt haben. Dafür haben wir auch zu oft nach dem Torerfolg sofort abgeschaltet“, seufzte Gades.

Dieser Schlendrian aus der Anfangsphase setzte sich auch in Durchgang zwei fort. Zu viele einfache Fehler schlichen sich in das Spiel der Gastgeber ein. Bälle wurden leichtfertig verschenkt und im Angriff zeigten sich die Brauereistädter oftmals zu uneffektiv. Auch deswegen sahen die Zuschauer in der Gelben Hölle eine ausgeglichenere Begegnung als noch zuvor. Trotzdem behielt der VfL die Oberhand, machte das Nötigste, um den MTV Soltau auf Distanz zu halten. Eine solide Leistung reichte im Endeffekt aus, um den neunten Heimsieg der laufenden Spielzeit in trockene Tücher zu bringen. „Es ist auch normal, dass die Konzentration gegen Ende einer Saison mal nachlässt. Vor allem in unserer Situation. Nach der Leistung fragt in ein paar Tagen keiner mehr. Am Ende des Tages zählen eben nur die zwei Punkte und die haben wir schließlich geholt“, resümierte der Übungsleiter, der im Anschluss noch lobende Worte für seinen Routinier Kai Eschert loswerden wollte: „Er war einmal mehr der beste Mann auf dem Platz. Denn Kai hat Verantwortung übernommen und war der Kopf der Mannschaft. Er ist ein Vorbild für unsere jungen Spieler.“

Von Jannis Klimburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare