Handball: Bei Corona-Inzidenzwert über 35 können Teams auf HVN-Ebene ohne Formalien und Kosten Spiele verschieben

Grünes Licht für Verlegungen: Vereine dürfen selbst entscheiden

Die Handball-Vereine haben es selbst in der Hand, Spiele mit erhöhter Corona-Gefahr zu verlegen.
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Die Handball-Vereine haben es selbst in der Hand, Spiele mit erhöhter Corona-Gefahr zu verlegen.

Wittingen/Landkreis – Spielverlegungen ohne große Formalien und Verlegungskosten. Angesichts der steigenden Corona-Zahlen in Niedersachsen dürfen die Handballvereine ab sofort selbst entscheiden, ob sie gegen Teams aus Risikogebieten antreten wollen.

Das Gleiche gilt aber auch umgekehrt: Wer aus einem Hotspot stammt, kann auch von sich aus vorsorglich einen späteren Termin ansteuern.

Die Mitglieder des Präsidiums des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) verständigten sich am gestrigen Mittwochabend in Hannover auf Maßnahmen zur Gestaltung des Spielbetriebes in den Ober-, Verbands- und Landesligen sowie HVN-Landesklassen. „Uns war wichtig, allen Beteiligten ein Höchstmaß an Planungssicherheit zukommen zu lassen; soweit das aktuell überhaupt möglich ist“, erklärte der HVN-Präsident Stefan Hüdepohl.

Im Wesentlichen orientiert sich das Präsidium mit den Maßnahmen an den von den Gesundheitsämtern der niedersächsischen Landkreise, der kreisfreien Städte sowie der Region Hannover und der Stadt Bremen ermittelten Inzidenzwerten.

In Bereichen, die eine Inzidenz von über 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche melden, lässt der Verband Spielverlegungen zu – wenn einer der beteiligten Vereine das beantragt. „So lange, bis der Wert wieder unterschritten wird. Ohne große Formalien – und ohne Verlegungskosten“, erklärt Hüdepohl.

Dem Präsidium sei wichtig, möglichst einheitliche Regelungen für den Spielbetrieb auf den Weg zu bringen. Hüdepohl: „Zum Teil haben unsere Gliederungen bereits mitgeteilt, dass sie sich der Entscheidung des Präsidiums anschließen. Das zu kommunizieren, ist allerdings Sache der Regionen.“ Die Handball-Region SüdOst-Niedersachsen muss sich also noch mit Blick auf seine Mannschaften äußern.

Das niedersächsische Handball-Oberhaupt selbst hatte in den vergangenen Wochen etliche Gespräche über die Thematik geführt. Mit Vereins-Vertretern. Spieltechnikern. Aktiven. Aber auch Eltern von Nachwuchshandballern. „Wir wissen um die Verantwortung für unseren Sport, aber vor allem auch um die für das Gesundheitswesen.“ Die gestrige Entscheidung sei selbstverständlich nicht in Stein gemeißelt. Hüdepohl: „Wir werden unsere Maßnahmen immer wieder neu der Entwicklung der Pandemie anpassen müssen.“  red

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