Fußball – Wittinger Kreispokal: Tülau, Rühen und Parsau sind heiß

Grünes Licht im Ballungsgebiet

Nehmen sie auch die Hürde MTV Gifhorn II? Nach dem Erstrunden-Sieg beim SV Hankensbüttel streben die Fußballer des SV BW Rühen (r. Conner Drechsler) ins Viertelfinale des Wittinger Kreispokals.
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Nehmen sie auch die Hürde MTV Gifhorn II? Nach dem Erstrunden-Sieg beim SV Hankensbüttel streben die Fußballer des SV BW Rühen (r. Conner Drechsler) ins Viertelfinale des Wittinger Kreispokals.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Fast schon frühlingshaft sollen sie werden, die Temperaturen am kommenden Wochenende. Und so stehen die Vorzeichen prima, dass im Fußball-Kreis Gifhorn die wenigen Altlasten aus 2018 direkt abgetragen werden können.

Wie im Wittinger Kreispokal, wo am Sonntag (14 Uhr) die drei letzten Viertelfinal-Teilnehmer gesucht werden.

Von den Schauplätzen gibt es ein positives Echo in Sachen Anpfiff. Die Samtgemeinde Brome wird dabei zum Ballungsgebiet.

SV Tülau-Voitze – SV Triangel

Eine jede Winterpause würde automatisch auch immer „ein paar Fragezeichen mit sich bringen“, bekräftigt Tülaus Trainer Werner Vodde. Auch er kann nur bedingt einschätzen, wie seine Grün-Weißen den Cut verkraftet haben. Doch grundsätzlich sei nach wie vor „eine kleine Euphorie“ vorhanden.

Vodde legte sich bereits Mitte der Woche „definitiv“ fest, dass die Partie gegen den Kreisliga-Achten Triangel angeht. „Wir wollen es auch und nicht in irgendwelche Feiertage rutschen.“ Der Gegner sei schwer einzuschätzen. „Man hört mal das und mal das. Aber Triangel hat sich im Laufe der Saison peu à peu etabliert. Wir nehmen es so, wie es kommt.“ Die Aussicht auf ein Viertelfinale gegen den Lokalrivalen SV Rühen sei in jedem Fall „eine Verlockung“.

SV BW Rühen – MTV Gifhorn II

Besagte Rühener gehen ebenfalls frohen Mutes an ihren Opener 2019 heran. Die Darbietungen hinter den jüngsten Testspielsiegen gegen den TSV Heiligendorf (4:2) und STV Holzland (5:2) seien „überaus ordentlich“ gewesen, konstatierte Trainer Andre Thiele zufrieden. Und durch eine eher Fußball-untypische Vorbereitung mit Elementen wie Spinning oder Thaiboxen seien die Blau-Weißen auch „fitter als zu Beginn der Saison“, betont Thiele.

„Im Sommer hatte ich mehr auf Theorie und Spielformen Wert gelegt und das Konditionelle komplett vernachlässigt. Das haben wir jetzt aufgeholt.“ Die Rühener scharen mit den Stollen, erwarten aber keinen Spaziergang wie beim 8:0-Punktspielsieg über Kreisliga-Schlussleuchte MTV Gifhorn II. Immerhin ist dort mit Holger Haustein-Bastian (vorher MTV Wasbüttel) ein neuer Coach am Ruder. Thiele: „Wir müssen uns schon auf ein schweres Spiel einstellen.“ Doch der Pokal sei „ein schöner Bonus“ neben der Meisterschaft, von daher sei es schon „das Ziel weiterzukommen“.

FC Germania Parsau – TuS Müden-Dieckhorst

Genau zwischen Tülau und Rühen liegt auf der Landkarte der dritte Pokal-Drehort Parsau. Auch dort „passen die Rahmenbedingungen“, sagt der Übungsleiter Sören Henke mit Blick auf den Rasen. Die durch das Trainingslager eigentlich weiter geschürte Aufbruchstimmung (das IK berichtete) wurde allerdings im Nachgang gedämpft. Simon Gehring hat sich einen Achillessehnenriss zugezogen, fällt wohl für den Rest des Jahres aus. „Er ist schon ein wichtiger Mann“, bedauert Henke.

Doch die Germanen müssten den Ausfall als Mannschaft auffangen. Diese seien auch gegen den Kreisligisten aus Müden-Dieckhorst keineswegs chancenlos. „Das ist sicherlich eine Mannschaft, mit der wir mithalten können. Wir müssen zusehen, dass wir einen Tuck weiter in der Vorbereitung sind, um den kleinen Nachteil, eine Liga tiefer zu spielen, wieder auszugleichen.“ Zumal sich die Parsauer darauf eingeschworen haben, dass der Cup-Wettbewerb die letzte verbliebene Möglichkeit auf Ruhm darstellt. Henke: „Deshalb werden wir das hochernst angehen. In der Liga geht ja nicht mehr so viel.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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